24.9.2008

Tierschutz oder Ă–ko-Terror?

» +++PeTA Watch+++, Hintergrundinformation, Tierrechte » Autor: Hans G. Bronik — Drucken

Nicht nur in England ist der Öko-Terrorismus auf bestem Wege zur Salonfähigkeit, auch in Österreich treiben radikale Umwelt- und Tierschützer ihr Unwesen.

Florian Klenk hat in seinem WatchBlog einen Artikel ĂĽber jene so genannten “TierschĂĽtzer” geschrieben, die auch im aktuellen Wahlkampf fĂĽr Aufregung gesorgt haben, nachdem sie von den GrĂĽnen in Schutz genommen wurden:

“Mit ernsthaften GrĂĽĂźen”
von Florian Klenk

Erstmals redet der Kleider-Bauer-Chef ĂĽber den Psychoterror radikaler TierschĂĽtzer gegen sein Unternehmen. (fĂĽr Falter 37/08)

Am Rande eines Ackers, neben der Ortseinfahrt von Perchtoldsdorf, residiert die Firma Kleiderbauer. Spätsommerhitze flimmert über dem Feld.In einem Besprechungsraum sitzt Peter Graf, 48, einer der Chefs des Modeunternehmens. Graf hat, wie seine Pressesprecherin betont, noch nie mit Journalisten über die Ereignisse der letzten zwei Jahre gesprochen.

Nach allem, was man in den vergangenen Tagen über ihn gelesen hatte, würde man Graf für einen Tycoon der Pelzindustrie halten. Graf ist aber weder einer, noch sieht er so aus. Er trägt Sneakers, Jeans und ein weißes, lässig aufgeknöpftes Hemd. Er empfängt seinen Besuch in einem nüchternen Raum. Eine Sekretärin bringt ein paar Daunenjacken mit Pelzverbrämungen. „Die Pelzkragen sindweich, warm, eben ein Naturprodukt,“ sagt Graf, „das schätzen viele unserer Kunden, andere lehnen Echtpelz ab. Auch das muss man respektieren.“

Kleider Bauer ist wegen dieser Jacken mit Pelzbesatz das Feindbild radikaler Tierschützer, die das Unternehmen seit zwei Jahren terrorisieren. Er ist seit kurzem auch die Zielscheibe der Grünen. Graf habe, so ihr Aufdecker Peter Pilz, das Innenministerium dazu gebracht, unschuldige Demonstranten, die vor seinen Filialen protestieren, einzusperren – nur weil einmal sein Auto demoliert worden war (siehe Kommentar Seite 13). „Das war eine von 4500 Sachbeschädigungen pro Jahr in Österreich“, höhnte Pilz, „und schon steht das schwarze Innenministerium habt Acht!“

Die Geschichte, die Pilz erzählt, erzürnt die kritische Öffentlichkeit. Der Philosoph Peter Sloterdijk und der Medientheoretiker Peter Weibel fragen per offenem Brief: „Schläft die österreichische Zivilgesellschaft?“ Österreich, so die beiden, habe „ein Recht darauf, zu erfahren, wie die Nähe der Staatsanwaltschaft zu den Positionen der Vertreter einer gewissen, der Tierquälerei verdächtigen Industrie zu rechtfertigen ist.“

Graf sagt: „Wir haben zwei Jahre nur still gelitten und auf den Schutz des Rechtsstaates vertraut“. Er blättert in einer schwarzen Ledermappe, die vor ihm auf dem Tisch liegt. „BekennerInnenschreiben“ sind darin archiviert und Erpresserbriefe von Tierschützern, die sich nun als „politische Gefangene“ bezeichnen. Graf zeigt Fotos von zerstörten Filialen und demolierten Autos. Feinsäuberlich hat er die Chronologie eines Psychoterrors dokumentiert.

Am 4. Oktober 2006 öffnet eine Assistentin der Geschäftsleitung ein merkwürdiges Mail. Ein Mann namens „Mag. Felix Hnat“ fordert Kleider Bauer auf, seine Läden in den nächsten Tagen „pelzfrei“ zu machen. Noch kein Unternehmen, so warnt er, habe sich dieser Forderung widersetzen können. Das Mail endet mit den Worten: „Mit ernsthaften Grüßen“.

Hnat ist einer jener neun Tierschützer, die vergangene Woche aus der U-Haft entlassen wurden. Er ist Mitglied des „Vereins gegen Tierfabriken“ (VGT), dessen Obmann der Neo-Grün-Politiker Martin Balluch ist. Auch Balluch wurde vergangene Woche aus der U-Haft entlassen. Aus „Solidarität“ setzten ihn die Grünen auf ihre Liste – an unwählbarer Stelle.

„Ich würde Ihnen dringend empfehlen bald auszusteigen, so ersparen Sie sich einiges“, schrieb Hnat an den Kleiderbauer-Chef Graf. War das die Androhung „ökonomischer Sabotage“, von der Balluch in Interviews – etwa mit dem „Bite-BackMagazin“, einer Zeitschrift für Tierschützer – sprach?

Peter Graf sagt heute, die Diktion des Mails habe ihn an italienische Schutzgelderpresser aus Filmen erinnert.

Neun Tage später das nächste Mail. Diesmal von einer „Offensive gegen die Pelzindustrie“, eine Gruppe radikaler Tierschützer, die in Berlin und Wien Neubau sitzt. Drei Tage habe Graf noch Zeit, so das Ultimatum, sonst würden „Proteste“ drohen. Auf der Homepage der „Offensive“ findet sich ein Link mit „Direkten Aktionen“. Wer den Pfad anklickt, findet Gewalttaten radikaler Tierschützer gegen Modeketten (etwa Peek & Cloppenburg) dokumentiert: Buttersäure-Attentate, Brandbomben, Grabschändungen, Verwüstungen von Privatwohnungen. „Wir rufen nicht zu solchen Aktionen auf“, so die „Offensive“. Man dokumentiere sie nur.

Peter Graf lässt sich von den Drohungen nicht einschüchtern, im Gegensatz zu Peek & Cloppenburg, die den Handel mit Pelzen einstellen. Das Ultimatum verstreicht.

Am 25. Oktober 2006, drei Wochen nach dem ersten Mail, starten die „Offensive“ und der VGT von Martin Balluch ihre „Anti-Pelz Kampagne gegen Kleiderbauer“. „An vergangenen Kampagnen“, so die offizielle Aussendung der „Offensive“, hätte sich auch die „weltweit anonym aus dem Untergrund agierende Animal Liberation Front“ beteiligt. Die würde nicht nur „Sabotageaktionen“ gegen Unternehmen ausführen, sondern „deren Management und GeschäftspartnerInnen“ bedrohen.

Der VGT und die „Offensive“ – das sind die zwei offiziellen Gesichter einer Kampagne, die nach außen legal, im Untergrund brutal verlaufen wird. Felix Hnat, jener Aktivist des VGT, der den ersten Brief an Graf schrieb, schreibt im „Fadinger-Forum“, einer konspirativen News-Group: „Wir treten als seriöser Verein auf, die OGPI (Offensive gegen Pelzindustrie, Anm.) als Netzwerk von Autonomen mit ALF-Drohwirkung.“

Kleider-Bauer hatte auf einmal eine international vernetzte Szene am Hals, die sich einmal den Schafs-, dann den Wolfspelz überstreifte, je nach dem, welche Mittel gerade gefragt waren. Dazu kam die ALF und ihre „Drohwirkung“. Die ALF ist die Task-Force gequälter Tiere. Wer durch ihre Homepage klickt, stößt auf eine Mischung aus Tierleid, „Wer will mich“-Kitsch, RAF-Ästhetik und totalitär anmutender Klassenkampf-Rhetorik (siehe Kommentar Seite 8). ALF-Leute posieren mit Sturmhauben und herzen dabei gerettete Kaninchen, Videos zeigen sie beim Zerschlagen von Büros von Pharmafirmen. Bilder zeigen aber auch Container vor Pelztierfarmen, in denen tausende enthäutete Füchse, „nichtmenschliche Tiere“ so die ALF, liegen.

Das FBI klassifiziert die ALF als „terroristische Vereinigung“, ihre Mittel seien krimineller Art: neben Brandanschlägen und Briefbomben auch „Einschüchterung der Familienmitglieder und Kinder von Mitarbeitern der bekämpften Firmen“. Es würden „bewusst psychische Schäden bei den unbeteiligten Opfern in Kauf genommen.“ Der britische ALF-Aktivist Barry Horne, für den VGT-Obmann Martin Balluch einmal „aus Solidarität“ demonstrierte, wurde wegen Brandbombenanschlägen zu 18 Jahren Haft verurteilt, ehe er an den Folgen eines Hungerstreiks starb.

Ende Oktober 2006 startet die Kampagne gegen Kleiderbauer. In Wien, Graz, Wels, Linz, Salzburg, Innsbruck, Bruck/ Mur, Wiener Neustadt und St. Pölten wird vor Filialen „friedlich“ demonstriert. Auf Youtube kann man die Demos sehen. Erwachsene laufen zwischen den Regalen herum, schreien „Mörder! Mörder!“

Am 13. November ein neues Angebot an Graf. „Seien Sie vernünftig. Sie sparen sich finanziell und nervlich sehr viel“, heißt es in einem Mail. Absender: der VGT von Martin Balluch. Drei Wochen später ein Mail von einer „Tierrechtsgruppe Passau“. Nun die unverholene Drohung: „Die Versicherungen werden immer teurer. Ihr wollt doch auch eine stille Zeit zu Weihnachten! Und keine Homedemos!“

Homedemos, sagt Graf, das klinge so harmlos. Vermummte Demonstranten lauern dabei vor der Türe seiner Privatwohnung und brüllen in Megaphone. Einmal läuten sie die Familie raus. Mehr soll hier nicht berichtet werden – aus Respekt vor seinem Privatleben.

Kurz vor Weihnachten schlagen Unbekannte in Wien Meidling alle Scheiben einer Filiale ein. Zwei Wochen später verspritzen sie Buttersäure in der Filiale Mariahilferstraße. Kurz darauf ein Buttersäureattentat in Graz. Die Filiale bleibt daraufhin wochenlang gesperrt. Martin Balluch, der jegliche Gewalttat von sich weist und auf der Homepage des VGT seinen Hund herzt, schrieb einmal, Buttersäureanschläge seien „net einmal richtig eine Sachbeschädigung (…) harmloser geht’s doch wirklich nimma“. Der Schaden steigt in die hunderttausende Euros.

Die Gewaltspirale dreht sich weiter. Mitarbeiter der Grafs werden nun terrorisiert, interessanterweise vor allem Frauen. Im Dezember 2006 erschrickt Martina B., als sie diese kopierten, handgeschriebenen Zettel sieht, die an Laternenpfählen hängen. „Wohnungsauflösung!!! Hausrat großteils zu verschenken“, steht darauf. Darunter ihre eigene Handy-Nummer. Hunderte dieser Zettel, sagt Frau B. heute, seien in der ganzen Stadt verteilt gewesen. B. arbeitet in der Konzernzentrale von Kleiderbauer.

Auch Marjan F. zuckt zusammen, als sie ihr Haus verlässt: Ihr Mini ist demoliert worden, die Reifen aufgestochen. F. ist die Pressesprecherin von Kleiderbauer. Die Polizei wird später herausfinden, dass zwei der vergangene Woche freigelassenen „Tierschützer“ Marjan F.s Privatadresse aus einem Computer ihres Fitnesscenters gestohlen hatten.

Bis Anfang März 2007 wird auf Kleiderbauer-Filialen in der Thaliastraße und in der Mariahilferstraße nunmehr auch geschossen. Anfang April 2007 werden schließlich die Autos der Grafs zerstört. Roter Lack und Buttersäure, zerstochene Reifen für den Mercedes von Peter, Ätzmittel für den BMW eines nicht im Unternehmen tätigen Familienmitgliedes. In einem Bekennerschreiben der ALF heißt es, die Autos der „Mörder“ seien „generalüberholt“ worden.

Graf ruft im Innenministerium an: „Wenn die Polizei nicht in der Lage ist, unsere Familien, unsere MitarbeiterInnen und unser Eigentum zu schützen, möchte ich den Innenminister persönlich sprechen, anderenfalls informieren wir die Öffentlichkeit selbst!“

Erik Buxbaum, Generaldirektor für die Öffentliche Sicherheit, ruft zurück. Der SPÖ-nahe Beamte organisiert ein Treffen mit dem Spitzen von Verfassungsschutz, BKA und Polizei. Graf legt seine Mappe vor. Buxbaum spricht von „Terror“ und setzt eine Sonderkommission ein.

Die Beamten nehmen – mit richterlicher Genehmigung – Ermittlungen auf. Sie verwanzen Büros, setzen Peilsender, belauschen Telefonate, sichern DNA-Proben an Tatorten und verhaften über ein Jahr nach Beginn ihrer Ermittlungen zehn Aktivisten in den Morgenstunden.

Die Anschläge auf Kleiderbauer hören auf. Die Grünen protestieren gegen die „skandalösen Verhaftungen“, die „ohne Beweise“ erfolgt seien. Die Ermittler stellen derweil DNA-Spuren von „Tierschützern“ an Tatorten sicher, sie finden Sturmhauben, Spraydosen, Firmenbuchauszüge von Kleiderbauer und Listen mit Namen von Mitarbeitern des „Ziel-Unternehmens“. Sie entdecken, dass die Aktivisten verschlüsselt kommunizieren und dass Martin Balluch Tierschützer vor Denunziation und Kritik an der ALF warnte. Auf Balluchs USB-Stick finden die Fahnder auch ALF-Bekennerschreiben, die dieser, wie er sagt, „nur zu Dokumentationszwecken“ abgespeichert habe. Die Fahnder versuchen auch einen verschlüsselten Computer zu knacken. „Die Beschuldigten sagen, sie hätten leider das Passwort vergessen“, erklärt ein Staatsanwalt.

Das Gericht sah Verdunkelungs- und Verabredungsgefahr – und verhängte U-Haft. Wurden auch Unschuldige ins Visier genommen? Manches spricht dafĂĽr (siehe Seite …). Sogar ein Mann, der nur die Mails der TierschĂĽtzer zu verschlĂĽsseln half, saĂź ein. Der Tatbestand der „kriminellen Organisation“ ist nämlich weitreichend. Nicht nur die UnterstĂĽtzung von Straftaten, auch die UnterstĂĽtzung der Organisation ist strafbar. Die Furcht der GrĂĽnen: auch harmlose Tierschutzvereine könnten plötzlich ins Visier der Ermittler geraten und „kriminalisiert“ werden.

Die Justiz mutmaßt nun, niemand geringerer als Martin Balluch und seine Leute seien die österreichische Sektion der ALF. Er betreibe ein Doppelspiel. Hier legale Proteste am Tag, dort Anschläge in der Nacht. Einen Hinweis gab Balluch selbst. „Wir sollen das brave Gesicht der Tierrechtsbewegung sein, während dahinter diese Leute ihre Aktionen durchführen können“, schrieb er laut Gerichtsakt im Fadinger-Forum.

Die Tierschützer wurden vergangene Woche freigelassen, nach 110 Tagen Haft. Die Oberstaatsanwaltschaft betont, dies sei „kein Zeichen, dass die Suppe zu dünn sei“. Die zu erwartende Strafe müsse aber in einem Verhältnis zur U-Haftdauer sein. Die Ermittlungen seien zwar nicht abgeschlossen, so ein Staatsanwalt, doch schon das vorliegende Beweismaterial reiche aus, um Anklage wegen Nötigung und Sachbeschädigung zu erheben. Das Gericht muss dann in einer öffentlichen Verhandlung entscheiden, ob die beschuldigten Aktivisten mit den Anschlägen gegen Kleiderbauer zu tun haben oder nicht. Im Justizministerium sieht man zwar die Bewertung als „kriminelle Organisation“ als übertrieben an, Indizien für eine „Bande“ oder ein „Komplott“ liegen aber vermutlich vor.

Und Peter Graf? Der sagt, auch bei Kleiderbauer gebe es Mitarbeiter, die Echt-Pelze ablehnen. Auch über Qualitätssiegel und noch strengere Kontrollen könne man gerne reden. Aber erpressen, sagt Graf, lassen wir uns nicht.

Die Veröffentlichung dieses Artikel erfolgte im Rahmen der Creative Commons License.

29.7.2008

Klare Ansage

Mit unten stehendem Bildchen ist eigentlich alles gesagt:
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5.5.2008

Ă–koterrorismus ist nun amtlich

Dass so genannte Klimaleugner oder Klimaskeptiker von Politikern, Klima- und Wetterpropheten bisweilen mit Terroristen verglichen werden, kennen wir ja seit einiger Zeit. Dass das Pendel auch auf die andere Seite schwingen kann, ist jedoch neu:

Der kürzlich veröffentlichte TE-SAT 2008 Bericht der europäische Polizeibehörde Europol führt nun erstmals Öko-Terrorismus als eigenständige Form des Terrorismus an:

Singe Issue Terrorism is violence committed with the desire to change a specific policy or practice within a target society. The term is generally used to describe animal rights and environmentalist terrorist groups.*

Dieser Begriff des “Einzelfall-Terrorismus” wurde ĂĽbrigens bereits mit dem Vorjahres-Bericht 2007 eingefĂĽhrt, nun aber mit konkretem Inhalt befĂĽllt.

Der Bericht 2008 fĂĽhrt eine “Reihe von Vorfällen in Zusammenhang mit Tierrechtlern und Ă–ko-Antivisten” an, klassifiziert jedoch nur eine Feldbefreiung in Portugal als “Terroranschlag”.

Dass solche Aktionen bisweilen abstruse Blüten treiben, wissen wir seit einem Jahr, als im April 2007 etwa 250 Aktivisten von mutatoes.org mit Schaufeln bewaffnet ein ca. 16 Hektar großes Feld nahe der englischen Stadt Kingston upon Hull stürmten, um dieses mit Löchern zu übersäen und konventionelle Kartoffeln zu pflanzen (mit dem Ziel dadurch einen vermeintlichen Freilandversuch zu sabotieren). Dummerweise hatten sie sich im Feld geirrt und einen Acker, auf dem ganz normale Bohnen gepflanzt waren, zerstört.

Ob eine Feldbefreiung als Terroranschlag einzustufen ist, sei einmal zur Diskussion gestellt. Ich persönlich finde so genannte “Aktionen”, welche sich gegen Personen richten (wie beispielsweise Steckbriefaktionen von Tierrechlern, mit denen Mitarbeiter von Pharmafirmen in deren Nachbarschaft öffentlich als Tiermörder denunziert werden) wesentlich bedenklicher.

Angesichts der Gewaltbereitschaft gewisser ökologistischer Gruppierungen ist es jedoch nur eine Frage der zeit, bis es den nächsten Toten gibt…

*Als Referenz fĂĽr diese Einteilung wird ĂĽbrigens Wilkinson, Paul (2001) Terrorism versus democracy, p.20 genannt.

19.10.2006

Die Angsttrompeter

Rezension von P. Dietze zu “Die Angsttrompeter

“Die Angsttrompeter” – ein sensationelles Buch – wendet sich vor allem gegen den politisch betriebenen Missbrauch des Umweltschutzes und greift damit Volksvertreter und Wissenschaftler an, die die Bevölkerung mit Ă–ko-Ă„ngsten „umerziehen“ wollen und damit auch ihre eigene Existenz sichern. Heinz Hug ist kein „Kreuzritter“ – er unterscheidet scharf zwischen der lebensnotwendigen Wissenschaft Ă–kologie und dem quasi zur religiösen Ideologie erstarrten Ă–kologismus. Dies macht er gekonnt, da er als promovierter Chemiker im Bereich der Analyse von Nano- und Pikogramm-Mengen genau so zu Hause ist wie in den Naturwissenschaften ganz allgemein. Beim ZerpflĂĽcken gängiger Ă–kohysterien entfaltet er viel didaktisches Geschick und oft ungewöhnliche Satire bis hin zu beiĂźendem Spott, so dass das Buch ĂĽber alle Kapitel hinweg ausgesprochen unterhaltsam, spannend und lehrreich bleibt. Die Fakten die er präsentiert, sind erstaunlich (ĂĽber 900 Literaturhinweise aus zitierfähigen Quellen). Es gelingt ihm mĂĽhelos, Parallelen zwischen Hexenverfolgung (i.w. wegen Wetteranomalien!!) und Klimawahn aufzuzeigen. Hochinteressant wird die Entwicklung der modernen Ă–kobewegung (beginnend mit Nixon, NASA, Hartkopf, 68ern) und der GrĂĽnen nach 1970 beschrieben. Das Buch ist auch ein StĂĽck “investigativer Journalismus” mit verblĂĽffenden, äuĂźerst lesenswerten Tatsachen.

Bei Umweltwissenschaftlern und einschlägigen Politikern werden “Die Angsttrompeter” sicher Protest auslösen und die “Endzeitprediger” sowie “Planetenretter” anregen, ihr Panikorchester noch kräftiger ertönen zu lassen. Doch wer sich der lohnenden MĂĽhe unterzogen und das ebenso gut recherchierte wie frech-spritzig formulierte Buch von Heinz Hug gelesen hat, ist gleich um mindest vier Erkenntnisse reicher. Die erste ist, dass die Simplizität der Umweltmodelle negativ mit der Komplexität der Wirklichkeit korreliert. Die zweite ist, dass alle Horrorszenarien sich mangels Realitätsbezug als theoretische und ideologische Gedankenspiele erwiesen haben. Die dritte ist, dass die Ă–ko-Wissenschaftler und Ă–ko-Politiker meist keine “Gutmenschen” sind, die sich selbstlos dem Gemeinwohl hingeben und denen man blind vertrauen könnte. Die vierte ist, dass die Existenzberechtigung der “grĂĽnen Weltmacht” im 0,000.000.000.001 g-Bereich liegt und man nicht wegen Spureneffekten leichtfertig unsere politische und wirtschaftliche Freiheit sowie unseren Industriestandort zugunsten einer letztlich antikapitalistischen Ă–koideologie aufs Spiel setzen sollte.

Heinz Hug zieht schonungslos über vermeintlich durch Chemie und Spuren von (oft auch natürlich-pflanzlichen) Giftstoffen bedingte Krebsängste sowie absurde Grenzwerte her, allerdings stets belegt durch Fakten und konkrete Zahlen. Die besondere Stärke des Buches liegt in der naturwissenschaftlich solide fundierten Argumentation, die auch von interessierten Laien gut nachvollzogen werden kann. Dabei bleiben liebgewordene Angstszenarien wie Asbest, Dioxin, Waldsterben, BSE, Elektrosmog, Vergiftung durch Pflanzenschutzmittel im Salat, DDT, Artensterben, Mülltrennung, Strahlung, Klimakatastrophe und vieles mehr auf der Strecke. Das Buch ist Aufklärung pur, ein Augenöffner und sollte Pflichtlektüre für jeden Bürger werden.

Link:

20.9.2006

PeTA tötet weiterhin Tiere

» +++PeTA Watch+++, Tierrechte » Autor: Tomislav — Drucken

Letztes Jahr wurde bereit an dieser Stelle berichtet, dass die Tierrechtsorganisation PeTA tausende Hunde und Katzen tötet. Als ob das noch nicht genug ist, wurden zwei PeTA-Mitarbeiter in North Carolina, unter anderem wegen Misshandlung von Tieren, durch die lokalen Polizeibehörden festgenommen worden. Hat sich mittlererweile irgendetwas geändert? Nicht die Spur.

Hier kann man nachlesen, wieviele Tiere PeTA im Jahre 2005 getötet hat — und zwar nur im US-Bundesstaat Virginia. In der folgenden Tabelle, die durch diese Dokumente [hier] und [hier] belegt sind (beachte man insbesondere die Spalte “O” – Euthanized), ist die Anzahl getöteter Tiere durch PeTA zusammengestellt:

peta_statistik_2005.gif

Damit hat PeTA das Kunststück fertig gebracht, ausgerechnet nach den skandalösen Ereignissen im letzten Jahr, anteilig so viele Tiere wie noch nie nach 1998 getötet zu haben (90,7%).

PeTA, was ist los? Reichen die Spenden nicht mehr, um die Kosten fĂĽr Tierfutter aufzubringen?

Wohl kaum.

6.9.2006

Guter taz-Artikel ĂĽber PETA

» +++PeTA Watch+++, Tierrechte » Autor: Tomislav — Drucken

Langsam aber sicher verbreitet sich bei manchen Leuten die Erkenntnis, was für ein Verein PeTA tatsächlich ist.

Siehe: http://www.taz.de/pt/2006/08/14/a0105.1/text.ges,1

Gefunden bei: www.achgut.de

14.6.2006

“Mögen wir lange leben – und aussterben”

» Kurioses, Naturglaube, Tierrechte, Ă–kologisten » Autor: Tomislav — Drucken

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Das ist das Leitmotiv der VHEMT, der Voluntary Human Extinction Movement, zu deutsch: freiwillige Bewegung zur Ausrottung der Menschheit. Zunächst dachte ich, es handelt sich hierbei um einen weiteren Internet Hoax. Doch nach einigen Recherchen, konnte ich keinerlei Anzeichen dafür finden. Die meinen es ernst. Also habe ich das mal näher betrachtet. Laut Wikipedia steht die Bewegung für folgendes:

Die Organisation befürwortet nicht Mord, Selbstmord, Abtreibung oder andere gewaltsame Methoden; stattdessen sollten ihrem Standpunkt nach die Menschen aufhören, sich weiter zu reproduzieren. Dieser Standpunkt ist nicht ungewöhnlich im Weltbild der Tiefenökologie, welches die Menschheit in der Welt nicht höher einordnet als die Biosphäre der Erde.

In eigenen Worten der VHMET:

Wir sind nicht nur ein Haufen Menschenhasser und Asozialer, die morbide Freude empfinden, wann immer ein Unglück passiert – nichts könnte ferner von der Wahrheit sein! Die freiwillige Ausrottung der Menschheit ist die menschliche Alternative zu unmenschlichen Katastrophen.
[...]
Wie VHEMT-Freiwillige wissen, gibt es eine hoffnungsvolle Alternative zur Zerstörung von Millionen, wenn nicht Milliarden von Tier- und Pflanzenarten: die Zerstörung einer einzigen Art, den homo sapiens – uns.

Die unschlagbare Logik von VHMET: der Mensch als Wurzel allen Ăśbels soll, um weiteres Leid fĂĽr sich und alle anderen Organismen auf dieser Welt, einfach auf eine weitere Fortpflanzung verzichten. Das soll ja auch besser und vor allem schmerzfreier sein, als aus Angst vor einer Katastrophe in den Freitod zu gehen.

Kann man das ernst nehmen?

FĂĽr mich ist das nichts weiter als ein netter und gut gemachter Hoax, ein riesen SpaĂź. Ich mag eigentlich solch schwarzen Humor, vielleicht trete ich der “Bewegung” sogar bei ;-)

4.6.2006

Schockierende Fotos die PeTA nicht gefallen werden

» +++PeTA Watch+++, Tierrechte » Autor: Tomislav — Drucken

Vor einem Jahr wurden die beiden PeTA-Mitarbeiter Adria Hinkle und Andrew Cook PeTA wegen Tiermisshandlung verhaftet. Die folgenden Bilder wurden von einem Journalisten aufgenommen, kurz nachdem die beiden durch die lokalen Polizeibehörden festgenommen wurden, als sie auf frischer Tat ertappt wurden, wie sie gerade 31 tote Tierkörper in einem Container eine Supermarktes entsorgen wollten. PeTA macht gerne mit drastischen Bildern Werbung in eigener Sache. Ich bin gespannt, wie ihnen das gefällt.

Aber diese 31 armen Kreaturen sind keine Ausnahme, wie [hier] schon einmal berichtet wurde.

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PeTA’s Todes-Werkzeugkasten, komplett mit Spritzen und tödlichen Medikamenten.

Weitere Bilder … [mehr...]

30.5.2006

FĂĽr Tierversuche

» Tierrechte » Autor: Tomislav — Drucken

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David Harnasch hat folgenden Beitrag ĂĽber die britische Pro-Test-Bewegung bei den BBC-News entdeckt. Eine gute Sache, wie ich finde. Vielleicht finden sich ein paar Leute in Deutschland, um die Sache zu unterstĂĽtzen.

18.4.2006

Der World Wildlife Fund bei der Arbeit

» Kurioses, Tierrechte » Autor: Tomislav — Drucken

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