18.7.2009

Macht und Gewalt

» Bücher, Hintergrundinformation, Klimaschutzpolitik, Zitate » Autor: Hans G. Bronik — Drucken

Wenn man viele Bücher liest, dann erlebt man von Zeit zu Zeit einen jener Momente in denen man erstaunt und frustriert zugleich feststellt, dass sich seit Jahrzehnten nichts geändert hat.

Um in den Genuss eines solchen Erlebnisses zu gelangen, sei die Lektüre von Hannah Arendt, Macht und Gewalt (aktuell als Taschenbuch im Piper Verlag verfügbar) empfohlen.

Das Werk ist eine kritische Auseinandersetzung mit der 68′er Studentenbewegung insbesondere der damit verbundenen Gewalt (bzw. Macht). Für ein Buch, das im Jahre 1970 erschienen ist, enthält es erschreckend aktuelle Passagen (die uns zeigen, dass wir in den letzten 40 Jahren eigentlich nichts dazugelernt haben):

Unter diesen Umständen ist in der Tat das in den letzten Jahrzehnten ständig wachsende Ansehen der wissenschaftsgläubigen „brain trusters“, von denen die Regierungen sich beraten lassen, höchst beunruhigend. Gegen ihre Kaltblütigkeit, „das Undenkbare zu denken“, wäre kaum etwas einzuwenden, wenn man nur sicher sein könnte, dass sie überhaupt denken. Anstatt sich auf ein so altmodisches, von Computern nicht zu übernehmendes Geschäft wie das Denken einzulassen, rechnen sie mit Hilfe ihrer Maschinen die Konsequenzen gewisser hypothetisch angenommener Konstellationen aus, ein in Wissenschaften durchaus berechtigtes Verfahren, weil man nämlich aufgrund solcher Berechnungen die Hypothesen experimentell kontrollieren und verifizieren kann.

Im Original-Kontext bezieht sich Ahrendt mit ihrer Kritik der Untauglichkeit der Anwendung dieser Methoden im Kalten Krieg:

Dies ist in dem Kriegsspiel keineswegs der Fall; dies Rechnen kommt mit wirklichen Begebenheiten nie in Berührung. Der logische Fehler in diesen hypothetischen Konstruktionen möglicher zukünftiger Ereignisse ist immer der gleiche: Was zuerst – je nach dem intellektuellen Niveau mit oder ohne Berücksichtigung der implizit gegebenen Alternativen – als Hypothese erscheint, wird sehr schnell, oft nach wenigen Abschnitten, zur „Tatsache“, einem Datum, das dann eine ganze Serie ähnlicher Data gebiert, deren hypothetischer Charakter vergessen ist – und damit der rein spekulative Charakter des ganzen Unternehmens.

Interessanterweise skizziert Ahrendt bereits jene Art „Anmaßung von Wissen“, die Friedrich August von Hayek in seiner 1974 erschienenen Kritik des Sozialismus entlarvte. Weiter liest man im Text:

Natürlich ist das nicht Wissenschaft, sondern Pseudo-Wissenschaft, die darin besteht, „die oberflächlichen Merkmale der Wissenschaften, die an ihrer Stelle durchaus sinnvoll sind, nachzuahmen“.

Der Nobelpreisträger und Physiker Richard Feynman hat für diesen Kontext in einer Rede im Jahr 1974 den Begriff Cargo Cult Science geprägt. Ahrendt schreibt weiter:

Und der evidenteste und „tiefste Einwand gegen diese Sorte strategischer Theorien ist nicht ihr begrenzter Nutzen, sondern ihre Gefährlichkeit; denn sie führen dahin zu meinen, man verstehe Ereignisse und könne ihren Ablauf kontrollieren, die man weder versteht noch kontrolliert“, wie Richard N. Goodwin in einer Buchbesprechung [The New Yorker, 17. Februar 1968] kürzlich ausführte, die das seltene Verdienst hat, die „unbewusste Komik“ aufzudecken, die für so viele dieser prätentiösen, in wissenschaftlichen Jargon gekleideten Theorien charakteristisch ist“

Angesichts der großen Unsicherheiten hinsichtlich des wissenschaftlichen Verständnisses der Vorgänge in unserer Atmosphäre (insbesondere in Bezug auf die Prozesse rund um Wolken), stößt die folgende Passage die Prognosen der Klimawissenschaftler vom Sockel:

Ereignisse sind dadurch gekennzeichnet, dass sie automatische Prozesse oder zur Gewohnheit gewordene Verfahrensweisen unterbrechen; nur eine Welt, in der sich nichts ereignet, entspräche der Grundprämisse der Futurologen. Zukunftsprognosen projizieren gegenwärtige Prozesse und Verfahrensweisen; sie sagen voraus, was aller Wahrscheinlichkeit nach eintreten wird, wenn Menschen nicht handelnd eingreifen und wenn nichts Unerwartetes geschieht. Jede Handlung und jeder Zwischenfall zerstört mit einem Schlag alle Voraussetzungen , in deren Rahmen die Prognose erfolgt und ihre Indizien zusammenstellt. (Eine gelegentliche Bemerkung Proudhons, „die Fruchtbarkeit des Unerwarteten übersteigt bei weitem die Weisheit des Staatsmanns“, könnte man mit noch größerem Recht auf die Berechnungen der Experten Anwenden).

Eine Kritik, die auch zwei der renommiertesten Prognoseforscher der Welt, K.C. Green und J.S. Armstrong in ihrer Arbeit Global Warming: Forecasts by Scientists versus Scientific Forecasts vorbringen, „dass die Prognosen des IPCC nichts anderes sind, als Nebelgranaten rund um die persönliche Meinung der Autoren“.

Und es wird noch besser:

Solche unerwarteten, unvorhergesehenen und unvorhersagbaren Zwischenfälle als blose Zufälle oder die „letzten Zuckungen der Vergangenheit“ abzutun, bzw. sie in Engels’ „Rumpelkammer“ oder in Trotzkis berühmtem „Abfalleimer der Geschichte“ unterzubringen, ist der älteste Trick der zu Propheten gewordenen Historiker; zweifellos helfen solche Kunststücke dabei, in sich widerspruchslose Theorien aufzustellen, doch um den Preis, sie weiter und weiter von der Wirklichkeit zu entfernen. Als Projektionen tatsächlich beobachtbarer gegenwärtiger Prozesse haben sie immer eine gewisse Wahrscheinlichkeit für sich; gefährlich werden sie erst, wenn sie als in sich schlüssige Theorien auftreten, mit deren Hilfe man angeblich wissen kann, was „wirklich“ war, ist und sein wird. Dann tritt jene hypnotische Wirkung ein, derzufolge der von den Theoretikern ohnehin so verachtete gesunde Menschenverstand auch ganz untheoretisch veranlagte Menschen verläßt und mit ihm der Gemeinsinn oder common sense, dem wir es verdanken, daß wir Wirklichkeit und Tatsächlichkeit wahrnehmen, verstehen und uns handelnd in ihnen orientieren können.

Allein schon oben zitierte Absätze der ersten Seiten machen dieses Buch lesenswert. Das Thema „Macht und Gewalt“ ist angesichts der Legitimitätsansprüche in puncto Gewalt (zum Wohle der Menschheit) durch selbst ernannte Umweltschützer „brandaktuell“.

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29.7.2008

Konsens und Fortschritt

» Literatur, Personen, Zitate » Autor: ghw — Drucken

Es waren immer nur wenige Menschen, die sich für Ideen interessierten; die bereit und fähig waren, sie zu überdenken und sie ohne Rücksicht auf persönliche Nachteile auszusprechen.

Wenn Erkenntnis sich nicht ohne Mehrheit fortpflanzen könnte, hätte es nie irgendeinen Fortschritt gegeben. Denn es war immer leichter, durch Scharlatanerie, Doktrinarismus, Kriecherei, sanftes oder geschäftiges Schönreden berühmt zu werden oder Geld zu verdienen als durch logisches, furchtloses Denken.

Nein – die Gründe, warum menschliche Erkenntnis sich in der Vergangenheit erweitern konnte und dies in Zukunft auch tun wird, ist, daß wahre Einsichten kumulativ sind und ihren Wert unabhängig von dem, was ihren Urhebern geschehen mag, behalten, während Moden und Sensationsmache ihren Impresarios unmittelbaren Profit bringen mögen, aber letztlich nirgendwohin führen, sich gegenseitig ausstechen und fallengelassen werden, sobald ihre Anstifter nicht mehr da sind oder die Macht verloren haben, die Schau weiter zu vollführen.

Wir wollen jedenfalls nicht verzweifeln.

Diese an Aktualität kaum zu übertreffenden Zeilen stammen nicht etwa von einem zeitgenössischen Häretiker, sondern von dem polnischen Soziologen Stanislav Andreski (* 8. Mai 1919 in Czestochowa; † 26. September 2007 in Reading) . Diese und andere immer noch topaktuelle Erkenntnisse hat Andreski im Jahr 1977 in seinem Buch Die Hexenmeister der Sozialwissenschaften – Mißbrauch, Mode und Manipulation einer Wissenschaft geschrieben.

Es ist immer wieder verblüffend, wie bestechend zeitlos die Analysen “alte Werke” sind. Obiges Zitat stammt übrigens aus dem 1987 veröffentlichten Buch Eigentum, Anarchie und Staat von Hans-Hermann Hoppe, in dem der Autor obiges Zitat als Motto voranstellt.

Es wäre wünschenswert, würden “moderne Wissenschaftler” wenigstens wenigstens ab und zu einmal über diese Zeilen nachdenken…

17.7.2008

Klimasensitivität neu bewertet

(Climate Sensitivity Reconsidered) von Christopher Monckton of Brenchley
Monckton stellt die IPCC-Eingangsparameter der Klimamodelle auf den Prüfstand: Strahlungsantrieb, Klimasensitivität und Rückkopplungen. Er analysiert einen nach dem anderen die IPCC-Parameter und bewertet sie neu anhand von eigenen Erkenntnissen, die er zusammen mit vielen Wissenschaftlern zusammengestellt hat. Ein sehr gut nachvollziehbarer und sehr übersichtlicher Ansatz!

Kernergebnis seiner Neubewertung der Parameter ist: Der Klimabericht des IPCC von 2007 übertreibt den Einfluss des CO2 auf die Temperatur um 500-2000 %.

Bemerkenswert ist auch der moderate Ton, in dem Monckton seine einschneidenden Korrekturen in dem IPCC-Rechengang anbringt und kommentiert.

Zusammenfassung und Kernaussagen in Deutsch

Die Weltklimarat (IPCC, 2007) hat beschlossen, dass die anthropogenen CO2 Emissionen wahrscheinlich mehr als Hälfte der “Erderwärmung” der letzten 50 Jahre verursachthaben und eine weitere schnelle Erd-Erwärmung verursachen werden. Jedoch hat sich globale Durchschnittstemperatur seit 1998 nicht erhöht und dürfte seit Ende 2001 sogar gefallen sein. Die vorliegende Analyse legt nahe, dass Fehler in den Modell-Vorhersagen des IPCC, zur Temperaturentwicklung und vielen anderen klimatischen Phänomenen, aus Fehl-Einschätzungen der drei wesentlichen Faktoren entstehen, aus denen sich die Klimaesensitivität zusammensetzt:
1. Strahlungsantrieb ΔF
2. Der Sensitivitäts-Parameter κ “ohne Rückkopplungen” und
3. Der Rückkopplungsfaktor ƒ.
Wesentliche Gründe, warum die Schätzungen des IPCC überbewertet sein dürften und daher nicht verläßlich sind, werden erklärt. Noch wichtiger ist die Feststellung, dass es womöglich gar keine “Klimakrise” gibt, und dass die zurzeit so populären Anstrengungen der Regierungen, die anthropogen CO2-Emissionen zu reduzieren, sinnlos sind, kaum berechenbar sind und sogar schädlich sein können.
Lord Monckton´s neue Studie belegt:
o Der Klimabericht des IPCC von 2007 übertreibt den Einfluss des CO2 auf die Temperatur um 500-2000 %;
o Der erwartete CO2-Anstieg wird kaum mehr als 0.6 °C zur globalen Durch-schnittstemperatur bis 2100 beitragen;
o nicht eine der drei Schlüsselvariablen, aus denen sich die Klimasensitivität ermitt-let, kann direkt gemessen werden;
o die Werte des IPCC für diese Schlüsselvariablen stammen von nur 4 (vier) veröf-fentlichten Papieren, nicht von 2.500;
o die Werte des IPCC für jede der drei Variablen, und folglich für die Klimaempfind-lichkeit, sind übertrieben angesetzt;
o Die “Globale Erwärmung” stoppte vor zehn Jahren, und die Oberflächentempera-tur ist seit sieben Jahren gefallen;
o nicht eines der Computermodelle, auf denen IPCC aufbaut, sagte eine so lange und schnelle Abkühlung voraus;
o das IPCC fügte eine Tabelle in den wissenschaftlichen Rechengang ein, die die Wirkung der Eisschmelze um 1000 % überbewertet;
o es wurde bereits vor 50 Jahren festgestellt, dass eine Vorhersage des Klimas um mehr als zwei Wochen unmöglich ist;
o Mars, Jupiter, der größte Mond des Neptuns sowie Pluto erwärmten sich zeit-gleich mit der Erde;
o in den letzten 70 Jahren war die Sonne aktiver als in fast jeder anderen Zeit in den letzten 11.400 Jahren.

Link zum Originaltext

26.6.2008

Ein umgekehrtes Interview: Was Spiegel, Zeit, Focus und Stern etc. nie zu fragen wagen!

» Klimawandel, Kurioses, News, Zitate » Autor: Argus — Drucken

arthur.jpgProf. Dr. Artur Rörsch; (emeritus Professor für molekulare Genetik der Universität Leiden; Autor unzähliger Veröffentlichungen auch zum Thema Klimawandel ) erfand dieses ebenso stimmige, wie leider fiktive Interview, das weder von Spiegel, Focus noch Zeit etc. gemacht wurde. Jetzt bringen wir es eben. Die Übersetzung aus dem Englischen besorgte dankenswerterweise Dr. Helmut Böttiger; Autor des Buches: KLIMAWANDEL Gewissheit oder politische Machenschaft? Hier . Siehe ebenfalls: ARGUS Klimakatastrophe – Was ist dran? Hier.

EIN UMGEKEHRTES INTERVIEW
Journalist : Dr Querkopf, seit einiger Zeit vertreten Sie die Meinung, es werde nicht zu einer gefährlichen Erwärmung des Planeten kommen. Warum ist das so?

Querkopf: Um wieviel ist, Ihrer Meinung nach, die globale Temperatur gestiegen?

Journalist : Ich glaube, die Erde hat sich im letzten Jahrhundert um ein Grad Celcius erwärmt und man erwartet, dass die Temperatur in diesem Jahrhundert um über zwei Grad ansteigt.

Querkopf: Die erste Zahl ist geringer, nämlich 0,7 ° C in hundert Jahren. Warum sollten es in diesem Jahrhundert mehr sein?

Journalist : Wegen der weiteren Verbrennung von fossilen Brennstoffen und der CO2 Abgaben.

Querkopf: Die CO2 Konzentration in der Luft stieg um ungefähr 5 Prozent in den letzten 10 Jahren, und das ist eine erhebliche Zunahme an CO2. Wieviel betrug der globale Temperaturanstieg?

Journalist : Die Temperatur erhöhte sich sehr, wie man mir sagte.

Querkopf: Dann kennen sie die Zahl nicht, es waren 0,0°. Woher bekommen Sie Ihre Informationen?

Journalist : Das Meteorologischen Amt sagte in einer Pressemitteilung, 2007 sei das wärmste seit Beginn der Messungen um 1850. Und dieser Monat Mai 2008, war auch außergewöhnlich warm. [mehr...]

24.2.2008

Der Tanz um den goldenen Wal

» Umweltschutz, Zitate, Ökologismus » Autor: ghw — Drucken

Ein Kommentar von Wolfgang Flamme

I confess to being a pirate. Since 1979, we have sunk nine outlaw whaling ships and have rammed numerous illegal drift netters and tuna boats.
(…)
It may be argued that our actions are undemocratic (though many of the nations that are signatory to treaties are non-democratic). I feel that our actions are democratic in the extreme, because we represent a far greater constituency. We act on behalf of all other species and on behalf of thousands of unborn human generations. Our great democracies represent only a small planetary minority-people-and only of this generation, and generally excluding children, and, of course, excluding the millions of other species that also are entitled to rights on this planet.

Paul Watson, “SeaShepherd”

hat mich angeregt, aus M.Horx Buch Anleitung zum Zukunftsoptimismus zu zitieren:

Jede Kultur hat ihre heiligen Tiere, in Indien sind die Kühe heilige, in Ökologistan heißen die heiligen Kühe der See eben Wale (der aktuelle Trend geht allerdings mehr in Richtung Knut und Sippschaft).

Horx schreibt dazu treffend: “Was in frühromantischer Zeit das Pferd war – Inbild der Schönheit und des Animalismus – ist heute der Wal. Ein magisches Emblem für Gaia, die Erdgöttin, das sogar singen kann.”

Wenn man zurückblickt, stellt man fest, dass Wale früher ein äußerst wichtiger wirtschaftlicher Faktor waren und bis hinauf über den Polarkreis ganze Populationen ernährt haben. Zu beginn der industriellen Revolution waren sie eine erneuerbare Energiequelle für Tran, Ambra und Öl, somit dienten sie neben der Nahrungsversorgung vor allem der Versorgung mit industriellen Fetten und Lampenöl.

Interessanterweise wurden die Wale aber nicht durch Greenpeace gerettet, sondern durch die Entdeckung des Erdöls! Ja, liebe Ökologisten: nicht ihr habt mit eurem Piratenmut die Wale “gerettet”, sondern euer Todfeind die Erdölindustrie, denn bereits seit 1920 ist der Walfang stark rückläufig. In den letzten 30 Jahren haben sich die meisten Walpopulationen kräftig erholt (mit zwei Ausnahmen: dem Buckelwal und dem Finnwal).

Überdies haben sich inzwischen Zwergwale nach Einschätzung von Meeresökologen zu einer “Meeresplage” erholt. Trotzdem erhebt sich jedes Jahr das Geschrei der Regenbogenpiraten, wenn Japan und Norwegen gerade mal 1300 Wale fangen. Über die Millionen Kühe, die allein in Deutschland letztes Jahr geschlachtet werden, regt sich in Indien (wo das Tier bekanntlich heilig ist), niemand auf. Und kein in Deutschland lebender Inder käme auf die Idee, Ställe, Schlachthöfe oder Fleischerläden mit terroristischen Aktionen zu sabotieren, oder vor Kaufhäusern und in Fußgängerzonen Passanten zur Finanzierung solcher Aktionen anzubetteln…

Ich möchte mit einem Zitat schließen:

“Wale sind Ikonen der Naturreligion, der sich weite Teile Europas verschrieben haben. Und wie in allen Religionen bilden sich früher oder später Dogmen, gegen die zu argumentieren schwere Ketzerei bedeutet.”(M.Horx)

28.11.2007

Wo sind sie denn, die 2500 “IPCC Wissenschaftler “, die den Weltuntergang einmütig herbei forschen? Kate & David Holland und John McLean waren so frei und haben nachgezählt!

Einleitung zum Bericht der Hollands:
Voreingenommenheit und Verschleierung im IPCC-Prozeß: Die “HOCKEYSCHLÄGER”-Affäre und ihre Verwicklungen
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Nur drei Kapitel des IPCC AG I Abschätzungsberichtes sind bedeutend für alle Aussagen darüber, daß Menschen massiv auf das Klima einwirkt. Sie müssen deshalb getrennt vom Rest betrachtet werden, um das Ganze vernünftig zu bewerten. Diese Kapitel sind
3- Beobachtungen (Oberservations)
6- Paläoklima und
9- Zuordnung (Attribution)
Die Gesamtzahl aufgelisteter Autoren und Reviewer der einzelnen Kapitel sind jeweils 50, 56 und 80. Die Zahl der Leit-Autoren ist 12, 16 und 9, wobei insgesamt nur 180 Personen als Autoren/Reviewer tätig waren. (6 Autoren waren an mehr als einem Kapitel beteiligt). Davon stammten 72 aus den USA, 29 aus Großbritannien, 15 aus Frankreich und der Rest von 20 kam aus anderen Ländern. Es wurden sicher eine sehr große Zahl von wissenschaftlichen Aufsätzen überprüft und zitiert, aber die Mehrzahl davon bezog sich auf Randthemen, die viel weniger umstritten waren als die “Hockeyschläger” Studie, sowie die Studien über Temperaturmessungen an der Erdoberfläche. Es gibt klare Beweise dafür, daß es in diesen Fällen erheblichen Streit gibt und gleichzeitig ein chronischer Mangel an Offenlegung der grundlegenden Daten herrscht, der die Unterstützung für die daraus abgeleiten Erkenntnisse zu bloßer Meinung macht.

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16.11.2007

Einbildung und Wahnvorstellungen erfordern staatliches Handeln

Eigentlich hatte ich bisher vom Bundesinstitut für Risikobewertung eine gute Meinung, aber die neueste Meldung ist schon starker Tobak:

Unter dem Titel Auch gefühlte Risiken erfordern staatliches Handeln erklären uns Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Verbänden und Nichtregierungsorganisationen:

Auch wenn aus wissenschaftlicher Sicht ein gesundheitliches Risiko bei Lebensmitteln oder Produkten klein ist, kann der Staat zum Handeln gezwungen sein, weil das Risiko in der Öffentlichkeit als groß empfunden wird.

und weiter

Die Politik muss bei ihren Entscheidungen neben den rein wissenschaftlichen Erkenntnissen über das Ausmaß eines gesundheitlichen Risikos auch andere Schutzbereiche und Rechtsgüter wie wirtschaftliche Interessen, Vertrauensverlust in die Institutionen und, wenn auch aus wissenschaftlicher Sicht unbegründete, so doch reale Ängste der Bevölkerung berücksichtigen.

Na gut, das kann man noch den Vertretern aus Politik und NGOs in die Schuhe schieben, von denen ist man Alarmismus ja gewöhnt, wobei ich von Vertretern des BfR doch klärende Worte erwartet hätte. Zu meiner Verwunderung kam es anders, der BfR-Präsident, Professor Dr. Dr. Andreas Hense erklärte in seiner Eröffnungsrede folgendes:

„Nahezu jedes gefühlte gesundheitliche Risiko kann sehr schnell zu einem tatsächlichen Risiko werden“

was mich an seinem Verständnis des Begriffes “Risiko” doch stark zweifeln lässt (Einbildung ist neuerdings also doch Bildung?)

Aber solch ein Risikoverständnis der Politik hat mittlerweile Tradition:

In den 80ern des letzten Jahrtausends sollten in Schweden Raketentests über unbewohntem durchgeführt werden. Im Zielgebiet lebten/arbeiteten ca. 200 Jäger, Hirten und Waldarbeiter. Das Risiko, dass einer von ihnen durch Raketenteile zu Schaden gekommen wäre, war verschwindend gering (viel wahrscheinlicher hätte einer von ihnen im damaligen Jahr einen schweren Verkehrsunfall gehabt, oder wäre an “natürlichen Ursachen” gestorben).

Trotzdem beschlossen “die Politiker”, kein “Risiko” einzugehen, und die gefährdeten Personen mit Armeehubschraubern auszufliegen. Nun sind Hubschrauber aber nicht wirklich eine “sichere” Methode der Fortbewegung. Das Risiko, dass einer oder mehrere der 200 Person während der zwei erforderlichen Hubschraubertransporte bei einem Absturz um Leben gekommen wäre, lag um ein Vielfaches über dem ursprünglichen Risiko.

NUR: wäre jemand durch ein Rakententeil ums Leben gekommen, hätte das den verantwortlichen Politiker sicher das Amt gekostet, weil er sehenden Auges “alle Risiken” ignoriert und keine erforderlichen Maßnahmen ergriffen hätte. Ein paar Tote bei einem Hubschrauberabsturz (für den Politiker ursächlich verantwortlich waren) sind ein gesellschaftlich akzeptiertes Risiko, und obendrein hätte man ja “alles getan, um die Menschen zu retten”. Diese Geschichte passt perfekt zur oben zitierten Veranstaltung.

Passend dazu auch die Studie aus England: Die Forschergruppe unter der Leitung von Elaine Fox untersuchte in einer Studie 44 Personen, die angaben, unter elektromagnetischen Feldern zu leiden, sowie eine Kontrollgruppe mit 114 Personen. Dabei wurde festgestellt, dass bei elektrosensiblen Probanden tatsächlich körperliche Reaktionen messbar gewesen sind, und zwar immer dann, wenn sie geglaubt haben, dass die Mobilfunkantenne sendet (natürlich völlig unabhängig davon, ob sie wirklich eingeschaltet war).

Politisch betrachtet ist es also “besser”, sinnlosen Aktionismus an den tag zu legen, statt die Bevölkerung über von NOGs gesäten Gerüchte und Irrtümer aufzuklären.

Die Sache mit dem Gift im Obst ist auch ein “schönes deutsches Beispiel”: Nachdem in den letzten Jahren diverse NGOs (die wir ausnahmsweise mal nicht namentlich nennen wollen) so genannte Informationskampagnen über “Gift im Obst” gestartet haben (obwohl es praktisch keine Grenzwertüberschreitungen gegeben hat), ist der Konsum vom Obst deutlich zurückgegangen…

Das Paradebeispiel für dieses Thema ist natürlich der völlig unwissenschaftlich fundierte Gen-Krieg der NGOs.

15.11.2007

Die Lösung des Klimaproblems

Der britische Liberaldemokrat Chris Davies hat endlich die Lösung des Klimaproblems gefunden:

Familien müssen dazu gebracht werden, “…nicht mehr als ein Kind zu haben, um die Globale erwärmung zu bekämpfen”.

Insgeheim wussten wir es ja schon immer: der Mensch ist ein Virus und die Wurzel allen Übels: “While every individual should be cherished, mankind’s reproduction is akin to the replication of a virus. We are swamping the planet and devouring its resources.”

Nur eine Erde ohne Menschen ist das Paradies!

Die Frage ist jetzt nur noch: wie gehen wir die Massenextinktion an, um die Erde zu retten?

15.10.2007

Die zehn Gebote des Öko-Glaubens

» Naturglaube, Zitate, Ökologismus » Autor: ghw — Drucken

Dirk Maxeiner hat in seinem neuesten Buch Hurra wir retten die Welt (Review folgt in Kürze) die zehn Gebote des Öko-Glaubens zusammengefasst:

  1. Du sollst dich fürchten! Das furchtbarste Szenario ist das wahrscheinlichste. Wenn es einmal gut ging, so kommt es beim nächsten Mal umso schlimmer.
  2. Du sollst ein schlechtes Gewissen haben! Wer lebt, schadet der Umwelt – allein schon durch seine Existenz.
  3. Du sollst nicht zweifeln! Die Ökobewegung irrt nie. Wer daran zweifelt, dient den Ungläubigen.
  4. Die Natur ist unser gütiger Gott! Sie besteht aus Pandabären, Robbenbabys, Sonnenuntergängen und Blumen. Erdbeben, Wirbelstürme und Killerviren sind Folgen menschlicher Hybris.
  5. Du sollst deine Gattung verachten! Der Mensch ist das Krebsgeschwür des Globus. Vor seinem Auftauchen war der Planet eine friedliche Idylle.
  6. Du sollst die Freiheit des Marktes verabscheuen! Der Planet kann nur durch zentrale Planung internationaler Großbürokratien gerettet werden.
  7. Du sollst nicht konsumieren! Was immer du auch kaufst, benutzt oder verbrauchst: Es schadet der Umwelt. Die Zuteilung von Gütern sollte den weisen Priestern des Ökologismus übertragen werden.
  8. Du sollst nicht an ein besseres Morgen glauben! Verhindere Veränderungen und Fortschritte, denn früher war alles besser.
  9. Du sollst die Technik geringschätzen! Abhilfe kann allenfalls durch fundamentale gesellschaftliche Umsteuerungsprozesse kommen, niemals durch die Erfindung technikgläubiger Ingenieure.
  10. Wisse, die Schuld ist weiß, männlich, christlich und westlich! Die Unschuld ist eine Urwaldindianerin.

Auch wenn man vielleicht zunächst diese Thesen belächelt, erlebt man so manches Deja-Vu, wenn man die Botschaften diverser Schriften, Reden oder Filme mit den zehn Geboten des Ökologismus vergleicht.

Die Doktrin der Sicherheit

» Bücher, Klimawandel, Zitate » Autor: ghw — Drucken

Christopher Essex und Ross McKitrick haben in ihrem Buch Taken By Storm die Doktrin der Sicherheit [des Wissens um die Unausweichlichkeit der Klimakatastrophe (Erg.)] wie folgt definiert:

  1. Die Erde erwärmt sich
  2. Die Erwärmung wurde bereits beobachtet
  3. Sie wird von der Menschheit verursacht
  4. Alle bis auf eine handvoll Wissenschafter einer Randgruppe glauben daran
  5. Erwärmung ist schlecht
  6. Unverzügliche Maßnahmen sind nötig
  7. Irgendwelche Maßnahmen sind besser als gar keine
  8. Unsicherheit wird von “Gegnern” nur angeführt, um die erforderlichen Maßnahmen zu behindern
  9. Nur schlechte Menschen verteidigen  diverse Unsicherheiten

Geschrieben wurde obiges bereits im Jahr 2002. Geändert hat sich an der Doktrin und ihren Gralshütern eigentlich nicht wirklich etwas.

Mittlerweile wurde aber einiges geschrieben, unter anderem auch Lomborgs Buch Cool It, der in etwa in das selbe Horn stößt, wie Essex & McKitrick, wobei sich letztere mehr mit den Unsicherheiten der These der Globalen Erwärmung beschäftigt haben, und  ersterer mal die Unsicherheiten und Probleme der These beiseite lässt und sich der Frage widmet, ob denn wirklich unverzügliche Maßnahmen erforderlich sind und wenn ja, welche das wirklich sein sollten. McKitrick hat übrigens auch ähnliche Ansätze geschrieben.

Was bleibt ist der immer weiter um sich greifende Alarmismus (den teilweise sogar schon Rahmstorf kritisiert), die Doktrin hat weiterhin ihre (un)gültigkeit.

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