Immer wieder werden Warnungen verbreitet, ein in der Tasche oder am Gürtel getragenes Handy könne Männer unfruchtbar machen. Wissenschaftler sind jedoch skeptisch. Hat die Strahlung tatsächlich negative Auswirkungen auf das Sperma?
Der Artikel “Streit um verstrahlte Spermien” des Spiegel Online befasst sich mit dieser Hypothese. Hoax oder nicht?
Weil das Messverfahren so ungenau ist, sind hieb- und stichfeste Schlussfolgerungen in diesem Bereich schwer zu bekommen. Auch die Ergebnisse von Fejes und Davoudi werden in der Gemeinde der Fertilitätsforscher skeptisch betrachtet.
Da haben sog. “Wissenschaftler” also mit einer ungenauen Meßmethode eine Korrelation entdeckt.
Die Forscher fanden einen negativen Zusammenhang zwischen der Nutzungsdauer (des Mobiltelephons) und der Spermaqualität [...]
Ernsthafte Untersuchungen konnten keinen Zusammenhang zwischen der Strahlung von Mobiltelephonen und der Beweglichkeit von Spermien feststellen.
In einer kontrollierten Studie, in der Ratten über zwei Wochen hinweg täglich einer Strahlungsdosis ausgesetzt wurden, fand man keinen Effekt.
Für mich handelt es sich hierbei um nichts weiteres als Junk-Science. Wieder einmal wurde aus einer schlichten Korrelation von Daten ein Beweis modelliert, der keiner sein kann, da wichtige Störfaktoren, wie Alter, Lebensumstände und Angewohnheiten wie Rauchen nicht kontrolliert wurden.
Obwohl die Ergebnisse der Studie wissenschaftlich nicht haltbar sind, wird sich dieser Zusammenhang — Hany/Spermien — im Bewußtsein vieler Menschen verankern. Ab heute zähle ich die Tage, bis mich der/die erste in meinem Freundeskreis anspricht: “Warum hast du dein Handy in der Hosentasche? Willst du keine Kinder kriegen?”