29.4.2005

Die Feinstaubhysterie

» Gesundheit, Umweltschutz » Autor: Tomislav — Drucken

Nach heutigen Erkenntnissen ist Feinstaub ein ernst zu nehmendes Problem für die Gesundheit. Die genauen Auswirkungen von Feinstaub auf die menschliche Gesundheit sind allerdings noch nicht vollständig erforscht worden. Soweit die Fakten. Die Feinstaubhysterie hier in Deutschland geht mir aber mittlererweile ganz schön auf die Nerven.

Mich erstaunt, wie eine solche Alarmstimmung verbreitet werden konnte, wo wir doch deutliche Fortschritte in der Verminderung der Staubemissionen geschaft haben (siehe Grafik, zum vergrößern bitte klicken). In den 60er Jahren war die Feinstaubbelastung 15 mal höher und 1990 noch nahezu 10 mal höher als heute! Also wo ist das Problem? [mehr...]

26.4.2005

Wie die Politik die Klimaforschung unter Druck setzt

» Klimawandel » Autor: Tomislav — Drucken


Hans von Storch, 55, Leiter des Küstenforschungsinstituts des GKSS-Forschungszentrums in Geesthacht, veröffentlichte aus Anlaß des Inkrafttretens des Kyoto-Protokolls einen kritischen Artikel im Tagseanzeiger vom 16. Februar. Hier einige Auszüge:

Manche Klimaforscher übertreiben im Einzelfall zwar nur schwach, das heisst, sie spitzen zu, um eine nachhaltige Klimapolitik voranzutreiben. Aber in der Summe dieser Einzelfälle entsteht das schiefe Bild der grossen allgegenwärtigen Katastrophe mit kippenden Ozeanströmungen, zusammenbrechenden Ökosystemen, lebensfeindlichen Temperaturen und tropischen Krankheiten bis in die mittleren Breiten. In der Öffentlichkeit mag das tolerierbar sein, aber in der wissenschaftlichen Praxis ist das inakzeptabel.

Bedauerlich, aber wahrscheinlich treffend:

Da ist Wissenschaft nicht mehr der Prozess, der neue unerwartete Einsichten verarbeitet, sondern ein Reparaturbetrieb politisch opportuner Wissensansprüche.

Link:
Hans von Storch: “Wie die Politik die Klimaforschung unter Druck setzt”. In: Tagesanzeiger, 16. Februar 2005

Test auf umstrittenen Mais

» Gentechnik » Autor: Tomislav — Drucken

AFP: Vor zehn Tagen hatte die EU ein Importverbot auf Maisprodukte aus den USA verhängt, nachdem illegaler Genmais (BT-10) gefunden wurde. Dieses Verbot ist jetzt wieder aufgehoben, teilte gestern ein Sprecher von EU-Verbraucherkommissar Markos Kyprianou mit. Die EU-Kommission hatte verlangt, daß Maisprodukte nur eingeführt werden dürften, wenn der Nachweis vorliege, daß sie nicht mit BT-10 verunreinigt sind. Dessen Hersteller, der Agrarkonzern Syngenta, hat der EU nun eine Testmethode zur Verfügung gestellt, mit der BT-10-Spuren nachweisbar sind. Mit ihr können Importeure ihre Produkte zertifizieren lassen.

25.4.2005

Klimakatastrophe abgesagt!

» Klimawandel » Autor: Tomislav — Drucken

Auf der “Friends of Science”-Webseite wurde eine Filmdokumentation der Universität Clagary zum Thema Klimawandel veröffentlicht. Unter diesem Link ist die Webseite erreichbar.

Diese Filmdokumentation behandelt das Thema Klimawandel aus einer skeptischen Position heraus. Insbesondere wird die Aufmerksamkeit auf Punkte gelegt, die in der öffentlichen Wahrnehmung und Diskussion in der Regel ausgeblendet werden, da sie einen Zusammenhang zwischen menschengemachten Klimawandel und CO2-Ausstoß in Frage stellen.

Link:
“Climate Catastrophe Cancelled: What You’re Not Being Told About the Science of Climate Change”. Friendsofscience.org, 13. April 2005

18.4.2005

Tod im Meisfeld

» Gentechnik » Autor: Tomislav — Drucken

Die Europäische Union verhängt in der Affäre um illegale Genmais-Lieferungen aus den USA praktisch einen Importstopp für Futtermittel. Der zuständige EU-Ausschuss entschied am Freitag in Brüssel, Lieferungen nur noch in die EU zu lassen, wenn diese garantiert frei vom verbotenen Genmais Bt10 sind. Soweit die Sachlage.

Als ich den Titel des Artikels vom Spiegel Online “Tod im Maisfeld” gelesen habe, weckte das bei mir zunächst die Assoziation von Gewaltverbrechen und Tod. Erst bei näherem Hinsehen bemerkte ich, dass es sich hierbei keinesfalls um den Bericht über ein Kapitalverbrechen handelte. Tatsächlich gibt es keinen erkennbaren Zusammenhang des Titels mit dem Inhalt des Artikels.

Das ist wieder einmal ein typisches Beispiel dafür, wie eine Technologie — in diesem Fall Gentechnik — in dem Bewußtsein vieler Menschen negativ aufgeladen wird. Die Assoziation “Der Tod und die Gentechnik” wird bei vielen verankert bleiben. Das dürfte auch die Intention des Autors gewesen sein, als er sich diesen Titel ausdachte. Das sind die Mittel mit denen Ökologisten in der Bevölkerung latente Ängeste schüren.

Sicherlich kann man es nicht gut heißen, wenn nicht zugelassene Waren illegal auf den Markt geschleust werden. Allerdings ist fraglich, ob der Bt10-Mais vor dem Hintergrund des Vorsorgeprinzips jemals zugelassen werden kann und wird.

Link:
Wolfgang Reuter: “Tod im Maisfeld”. In: Spiegel Online, 18. April 2005

Verstrahlte Eier

» Gesundheit » Autor: Tomislav — Drucken

Immer wieder werden Warnungen verbreitet, ein in der Tasche oder am Gürtel getragenes Handy könne Männer unfruchtbar machen. Wissenschaftler sind jedoch skeptisch. Hat die Strahlung tatsächlich negative Auswirkungen auf das Sperma?

Der Artikel “Streit um verstrahlte Spermien” des Spiegel Online befasst sich mit dieser Hypothese. Hoax oder nicht?

Weil das Messverfahren so ungenau ist, sind hieb- und stichfeste Schlussfolgerungen in diesem Bereich schwer zu bekommen. Auch die Ergebnisse von Fejes und Davoudi werden in der Gemeinde der Fertilitätsforscher skeptisch betrachtet.

Da haben sog. “Wissenschaftler” also mit einer ungenauen Meßmethode eine Korrelation entdeckt.

Die Forscher fanden einen negativen Zusammenhang zwischen der Nutzungsdauer (des Mobiltelephons) und der Spermaqualität [...]

Ernsthafte Untersuchungen konnten keinen Zusammenhang zwischen der Strahlung von Mobiltelephonen und der Beweglichkeit von Spermien feststellen.

In einer kontrollierten Studie, in der Ratten über zwei Wochen hinweg täglich einer Strahlungsdosis ausgesetzt wurden, fand man keinen Effekt.

Für mich handelt es sich hierbei um nichts weiteres als Junk-Science. Wieder einmal wurde aus einer schlichten Korrelation von Daten ein Beweis modelliert, der keiner sein kann, da wichtige Störfaktoren, wie Alter, Lebensumstände und Angewohnheiten wie Rauchen nicht kontrolliert wurden.

Obwohl die Ergebnisse der Studie wissenschaftlich nicht haltbar sind, wird sich dieser Zusammenhang — Hany/Spermien — im Bewußtsein vieler Menschen verankern. Ab heute zähle ich die Tage, bis mich der/die erste in meinem Freundeskreis anspricht: “Warum hast du dein Handy in der Hosentasche? Willst du keine Kinder kriegen?”

15.4.2005

Greenpeace vs. Öl-Trader: 0-1

» Klimawandel » Autor: Tomislav — Drucken


Am 16. Februar 2005, einem Tag nach dem Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls, ereignete sich denkwürdiges vor und in der International Petroleum Exchange (IPE) in London. Ein Gruppe von Greenpeace aktivisten gelangten, nahezu ungehindert von der Security, bis zum Börsenparkett der IPE, an der täglich Öl im Wert von mehr als zwei Mrd. Dollar gehandelt wird. Also machen die Kapitalistenschweine dort ihr Geld mit dem Teufelszeug Erdöl, das nicht nur Benzin, Plastik und Wärme produziert, sondern auch CO2 und Verkehrsstaus. “Der Klimawandel stellt die größte Gefahr für unseren Planeten dar, und doch wird hier ungestraft mit Öl gehandelt”, sagte ein berufsempörter Greenpeace-Sprecher. Und hat gleich die passende Strafe parat – Berufsverbot: “Dieser Wahnsinn muß aufhören.” [mehr...]

12.4.2005

Die Klimaeinflüsse von Wasserdampf

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Extreme lokale Wetterphänomene wurden in letzter Zeit immer gerne mit dem Hinweis auf den globalen Klimawandel in Zusammenhang gebracht. Hauptverantwortlich für den globalen Klimawandel werden vor allem CO2 und andere menschengemachte Gase gemacht, wie z.B. Methan. Dies ist schlichtweg falsch, schreiben Ahilleas Maurellis und Jonathan Tennyson in einem Beitrag der Physics World vom Mai 2003. Tatsächlich wurde der Einfluss von Wasserdampf kaum erwähnt in dem mehrere 100 Seiten starken Bericht der IPCC von 2001.

Unten habe ich ein paar Links zu interessanten Artikeln aufgelistet, die sich mit dem Thema Wasserdampf befassen.

Links:
Physics World, May 2003: Ahilleas Maurellis and Jonathan Tennyson; The climatic effects of water vapour (englisch)
Studie Forschunsgzentrum Jülich: Wasserdampf ist Treibhausgas Nr. 1

11.4.2005

Prost Feinstaub!

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Gerade eben habe ich im SPIEGEL gelesen, dass eine Zigarette mehr Feinstaub erzeugt, als ein 100 Minuten lang laufender Diesel-Motor. Jetzt ist mir klar, warum meine Kehle so staub-trocken ist.

Darauf erstmal ein Bier.

Prost!

Feinstaub: Fernseh-Tipp

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Das ARD strahlt am Mittwoch, den 13.April um 21.45 Uhr, die Sendung “W – wie Wissen” aus. Ein Beitrag der Sendung befaßt sich mit dem Thema Feinstaub.

Feinstaub – das unbekannte Wesen
Deutschland versinkt im Feinstaub, so hat man den Eindruck. Hektisch fordern die einen umgehende Maßnahmen, andere warnen vor zu viel Hysterie. Tatsächlich weiß man über die Wirkung der feinen Ruß-Partikel, die u.a. in Dieselmotoren entstehen, sehr wenig. W WIE WISSEN begibt sich auf Spurensuche.

Mit großer Aufmerksamkeit werde ich mir am Mittwoch die Sendung ansehen. Ich bin gespannt, in wie weit die Sendung meinen Durst nach Aufklärung in dieser Debatte ein wenig lindern kann.

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