Das Ereignis des Jahres 2005

Cartoon von Cox and Forkum.
Leider habe ich erst heute diesen herrlichen Artikel bei “Der Achse des Guten” von Dr. Oliver Hartwich (International Policy Network, London) zur Klimakonferenz in Montreal entdeckt. Lesen!!!
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“Nun geht diese Konferenz doch zu Ende, und zum Abschied hat sich die Natur noch einmal etwas Feines einfallen lassen, denn über Nacht hat sie Montreal hübsch eingeschneit. Aber ist das hier eigentlich Montreal, oder habe ich mich in der Stadt geirrt? SPIEGEL online berichtete gestern nämlich über neue Kohlenstoff-Funde in der Arktis („Gefährliche Kohlenstoffe: Turbo fürs Treibhaus“). Der Artikel begann wie folgt:
„In den Böden der Arktis ist einer neuen Studie zufolge viel mehr Kohlenstoff gespeichert als vermutet. Durch die globale Erwärmung könnte daraus schnell weiteres Treibhausgas werden. Beim Klimagipfel in Toronto gab es massive Kritik an der Verweigerungshaltung der USA.“
Sollte es noch eine Parallelveranstaltung zur UN-Klimakonferenz geben? Aber warum findet sie dann auch noch in Kanada statt? Und warum habe ich bislang nichts davon mitbekommen? Nach einer entsprechenden Anfrage beim SPIEGEL meinerseits hat man aber inzwischen den Text korrigiert. Ich bin also beruhigt: Es gibt nur eine Klimakonferenz und – ganz ehrlich – eine reicht auch.
Was einen aber doch ein bisschen wundert, ist die Tatsache, dass neue Kohlenstoffreservoirs, neue Wetterextreme und abdrehende Meeresströmungen immer genau kurz vor oder während UN-Klimakonferenzen auftauchen. Da schlummern die Kohlenstoffe Millionen von Jahren unter dicken Eispanzern in der Arktis, und kaum ist es Dezember und die UN-Klimakarawane setzt sich in Bewegung, da tauchen sie auf wie das Monster von Loch Ness. Das ist schon ziemlich gutes Timing, bloß wie macht die Natur das eigentlich? [mehr...]
Von Björn Lomborg
Der globale Klimawandel hat 2005 viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Man hat uns erzählt, die Erwärmung der Erde würde zum Versiegen des Golfstroms und Vereisen Europas führen. Und auch, daß durch das Abschmelzen von Eis in Grönland und der Antarktis unsere Küsten überschwemmt werden. Überdies werde uns die globale Erwärmung immer mehr grausame “Katrinas” schicken, die am Ende unsere ganze Welt zerstören. Diese schrecklichen Geschichten hat man uns aufgetischt, um uns an die Einhaltung des Kyoto-Protokolls zu erinnern und auf die noch weitergehenden Maßnahmen des Gipfels von Montreal vorzubereiten. [weiter lesen...]
Wie bereits [hier] vor fünf Monaten berichtet wurde, observiert das FBI in den USA die Bürgerrechtsorganisationen ACLU und radikale Spendenvereine wie Greenpeace und PETA. Jetzt hat auch SPON [hier] einen Artikel zu diesem Sachverhalt veröffentlicht.
Greenpeace-Sprecher Tom Wetterer sagte, allein die Tatsache, dass seine Organisation in den Unterlagen erwähnt werde, bereite ihm Sorgen. Auch Peta-Kollege Jeff Kerr ist entsetzt. “Das ist schockierend und ungeheuerlich”, sagte Kerr. “Aus meiner Sicht ist das ein Machtmissbrauch durch das FBI, wenn Gruppen wie Greenpeace oder Peta quasi für ihr soziales Engagement bestraft werden.”
Gerade die der Tierrechtsorganisation PeTA nahestehende Organisation ALF ist bekannt für ihre Gewaltbereitschaft. Allein in Großbrittanien kam es im Jahr 2000 zu 1.200 Fällen von Brandanschlägen, Vandalismus und physicher Gewalt durch “Tierrechtler”und in den USA gibt es zurzeit 150 schwebende Verfahren. Wenn das unter “sozialem Engagement” verstanden wird, wundert mich bald nichts mehr. Einen keinen Einblick in die Denkweise gewaltbereiter Tierrechtler bekommt man [hier].
Links:
Franz Alt veröffentlichte auf seiner Webseite sonnenseite.com folgenden Kommentar mit dem Titel “Die Lümmel der Bush-Regierung und die Peinlichkeiten der deutschen Umweltvertreter” zur Klimakonferenz in Montreal.
Markus Steigenberger vom BUND: „Das Verhalten der US-Delegierten war ungeheuerlich: Beleidigungen, Verzögerungstaktiken und Türen schlagen kennt man sonst eher aus dem Studentenparlament. Ähnlich destruktiv verhielt sich die russische Delegation, die noch in der letzten Nacht die Verhandlungen stundenlang aufhielt. Dass die anderen Staaten sich davon nicht haben beeindrucken lassen, ist ein wichtiges Zeichen. Damit ist endgültig klar: Wenn wir die USA wieder ins Boot holen wollen, müssen wir die Bush-Regierung links liegen lassen und andere US-amerikanische Initiativen unterstützen.“
Wissen Herr Alt und Herr Steigenberger eigentlich, dass G.W. Bush das Kyoto-Protokoll nicht im Alleingang durchsetzen kann, da die USA — man soll es kaum glauben — eine Demokratie ist? Nun ist es in den USA so, dass das Kyotoprotokoll nur vom US Senat ratifiziert werden kann, ganz gleich was der Präsident will oder nicht. Die Erfahrung machte bereits ein anderer Präsident, der bei den grünen Gesinnungsethikern viel besser davon kommt: ein gewisser W. Clinton hat das Kyotoprotokoll zwar unterschrieben, ist aber mit der Ratifizierung gescheitert — und zwar einstimmig. Aber was solls! Bush-Bashing ist Mainstream und da man gerade einen Sündebock braucht: wozu suchen?
Die deutschen Teilnehmer der Umweltverbände bezeichneten die Montreal-Konferenz dennoch als Erfolg. Das ist schon seltsam. Denn auch durch das Kyoto-Protokoll und durch die Montreal-Konferenz ist der Anstieg der Treibhausgas-Emissionen nicht gebremst, sondern nimmt weiter zu.
Im Erfolge schön reden sind die Deutschen schon Weltmeister. Ich erinnere da gerne an eine Rede eines gewissen Herrn S. kurz nach der Bundestagswahl.
Dieses alles entscheidende Faktum nennt zum Beispiel die Umweltstiftung WWF einen “kleinen Schönheitsfehler”.
“Schönheitsfehler”? Irgendwie entlarvend…
Gerade Umweltverbände sollten wissen und betonen, dass die trotz Kyoto-Protokoll steigenden Treibhausgas- Emissionen nicht ein “kleiner Schönheitsfehler” sind, sondern das bedrohlichste Problem des 21. Jahrhunderts. Andernfalls sind auch Umweltverbände bald Teil des Problems und nicht mehr Teil der Lösung.
Für micht sind die Umweltverbände schon seit langem Teil des Problems.
Es ist schlimm genug, dass Regierende weltweit die existenziellen Probleme der Menschheit schön reden.
Viel schlimmer! Die wahren existenziellen Probleme werden von den mächtigen Umweltverbänden kaum beachtet. Ich möchte hier nur darauf hinweisen, dass an Malaria jährlich 2 Millionen, davon 90% in Afrika, und an AIDS jährlich mehr als 3 Millionen Menschen sterben. Hunger, Krankheiten, Wasserversorgung, Zugang zu sanitären Einrichtungen, Handelsbeschränkungen: das sind Probleme, die intensiv angegangen werden sollten (siehe: Kopenhagener Konsens).
Unerträglich wird es aber, wenn auch Vertreter von Umweltverbänden aus lauter Begeisterung darüber, dass sie am Konferenztisch sitzen dürfen, nur noch in diplomatischen Floskeln daherreden. Das ist schon mehr als peinlich – es ist skandalös.
Der überwältigende Rausch der Macht …
Link:
Kürzlich bin ich beim Surfen auf das The Commons Blog gestoßen, welches sich dem Thema widmet, wie freie Märkte und Eigentum die Umwelt schützen. Sehr lesenswert!
Link:
Die Grünen sind mehr als nur ökologistische Doktrin. Das Blog Politically Incorrect machte mich auf ein Fundstück in der welt.de aufmerksam. Anbei ein Auszug:
Der Stuttgarter Tiefenpsychologe Reinhart Lempp hat manches gute Buch über Kindererziehung geschrieben. Glücklicherweise tat er das zu einer Zeit, als sich die Grünen noch in der außerparlamentarischen Opposition befanden. Denn irgendwo hat Lempp geäußert, gegen eine Ohrfeige zur rechten Zeit sei wenig einzuwenden, sie entlaste ungemein – den, der sie gibt. Ein schönes Beispiel für Scherz und tiefere Bedeutung. Lempps Äußerung verdient vor allem deshalb in Erinnerung gerufen zu werden, weil etwas Ähnliches neulich die Berliner Justiz beschäftigt hat. Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Stadtparlament, ein Mann namens Volker Ratzmann, hatte den Berliner Generalstaatsanwalt Hansjürgen Karge angezeigt, weil der sich zu der Äußerung hatte hinreißen lassen, den Klaps zur rechten Zeit wolle er sich nicht verbieten lassen. So viel Aufsässigkeit gegen den linken Mainstream ist strafbar, muß Ratzmann sich gedacht haben. Als die geborenen Anwälte des Guten fühlen die Grünen sich dazu verpflichtet, immer und überall da einzuschreiten, wo ihnen etwas gegen den Strich geht. Am liebsten hoheitlich, mit den Amtszeichen und Machtmitteln der Staatsgewalt, und selbstverständlich strafbewehrt. Das war nicht immer so; die Anfänge dieser Bewegungspartei verbinden sich ja mit Slogans wie “Feuer und Flamme für diesen Staat”.
Es lohnt sich diesen Artikel in voller Länge zu lesen.
Link:
Ein wenig offtopic, egal. Gunnar Heinsohn, Genozid- und Zivilisationsforscher aus Bremen:
Dankenswerterweise stellt der Exkanzler jetzt klar, daß bei seinem Widerstand gegen eine amerikanische Irakpolitik, die angeblich Blut für Öl vergießen wollte, die Betonung auf dem Energieträger lag. Für Öl nicht, für Gas aber schon.
Gefunden bei “Achse des Guten“.
Der mit Abstand gemuetlichste Ort der Montreal-Konferenz ist der von der britischen EU-Ratspraesidentschaft verantwortete EU-Pavillon. Gepolsterte Sofas laden zum Schwatz ein und jeden Tag um 12.00 wird ein schmackhafter Lunch serviert. Nette britische Diplomaten helfen Organisationen wie etwa CFACT Europe, fuer die ich an der Konferenz teilnehme, dabei, eigene Veranstaltungen zu organisieren.
Diese Chance haben wir CFACTer heute wahrgenommen und eine Praesentation unter dem Arbeitstitel “neue Ansaetze in der Klimapolitik” durchgezogen. Offenbar langweilt der oeffentlich zelebrierte Klimakonsens auch andere, denn trotz grosser Konkurrenz und spaeter Ankuendigung fuellte sich der Saal einigermassen zufriedenstellend. Auf eine Praesentation unserer Organisation, eines Videos und unseres marktwirtschaftlich ausgerichteten Entwicklungshilfeprogramms folgten hitzige, emotionale Debattenueber das Klima – vor allem mit den anwesenden Mitgliedern einer prominenten gruenen Organisation.
Und natuerlich waren nicht wenige entsetzt, dass wir wirklich davon ueberzeugt sind, dass Abkommen wie Kyoto nicht nur keine Auswirkungen auf den sowieso stattfindenden Klimawandel haben werden, sondern auch davon, dass die hier propagierten Massnahmen Gift fuer die wirtschaftliche Entwicklung sind, gerade in Entwicklungslaendern. Wir stellten klar, dass fuer uns Menschenleben mehr zaehlen als theoretisch zu definierende “Oekosysteme”.
Dagegen tagt das grosse Plenum heute nicht. Da ich zu den Treffen der Laendergruppen (z.B. die Allianz der kleinen Inselstaaten, die Afrikanische Gruppe, die Gruppe 77 + China, GRUCA und Dominikanische Republik, EU; Gruppe “Zentralasien, Moldau, Kaukasus und Albanien” (!)) keinen Zugang habe, konzentrierte ich mich darauf, meine Sammlung von nuetzlichen, kuriosen und abschreckenden Produkten der vielen anwesenden Organisationen und Behoerden zu komplettieren.
Nuetzlich ist vor allem, wenn Informatione in Form von DVDs weitergegeben werden, das spart Platz im Koffer. So verteilt die Europaeische Raumfahrtbehoerde ESA die DVD “Um die Welt in 80 Bildern” und die USA hat eine sehr gute DVD ueber ihre Umweltpolitik zusammengestellt.
Nuetzlich fuer Journalisten ohne Durchblick ist der oder das (?) “Climate Change Information Kit”, eine Art Idiotenversion der Klimapolitik aus Sicht des UN-Gremiums IPCC. Damit entfaellt der Stress, die komplexen IPCC-Berichte zu studieren.
Kommen wir zu den Kuriosa: So haengen ueberall Einladungen, das Kyoto-Koffee zu besuchen, das mit Solarstrom betrieben wird. Motto: Don’t burn our Future – ein Projekt von Greenpeace Canada.
Kurios finde ich zudem das hier etablierte Kyoto-Englisch, dass man nur schlecht in einer deutschen Kolumne unterbringen kann. Ein Versuch sei gestattet: “Durch AIACC erreicht: Beitraege zu den Zielen der UNFCC, starke Verbindung zu den 2. nationalen Kommunikations- und den nationalen Adaptions-Programmen fuer Aktionen (NAPAs) hergestellt…”. Gigantisch auch folgende Schlagzeile auf einer hier verteilten Oeko-Postille: “SBSTA-IPCC joint event on SRCSS”.
Ausserdem im Angebot:
- ein Flyer zum Thema “klimaneutrales Fliegen”,
- die schriftliche Erlaeuterung der kanadischen Eisenbahn, warum die Benutzung der kanadischen Eisenbahn besonders umweltfreundlich ist,
- eine Studie ueber “externe” Verkehrskosten der Uni Karlsruhe, die Politikern Argumente liefert, die Steuerschraube fuer das Autofahren weiter anzuziehen,
- eine “Studie” ueber angeblich erste “Klimafluechtlinge”,
- eine Studie des WWF ueber die Verbindung von Klima und den zunehmenden parasitenverursachten Krankheiten in Russland,
- Papiere industrienaher Verbaende, die darlegen, dass sie die wahren Klimaschuetzer sind und – endlich ! –
- feministische Theorien zum Thema “Geschlecht und Klima”.
Diese Dinge sind zumeist mit Steuergeldern finanziert worden – aber es geht schliesslich um die Rettung des WELTKLIMAS!!
Ansonsten bemuehen sich die Entwicklungslaender, weiterhin keine Verpflichtungen ueber Emissionsreduktionen eingehen zu muessen. Einige Diktaturen arbeiten daran, dass das Regime des belarussischen Diktators Lukashenko endlich gleichberechtigter Kyoto-Partner wird. Politischer Uebereinstimmung herrscht unter den Konferenzbeobachtern, dass Montreal zwar keine “Ergebnisse” bringen wird, aber zumindest der Auftakt einer neuen, auf die Zeit nach 1212 ausgerichteten, Klimarunde ist. Besonders haeufig bemuehte Fiktion: Die Implementation des Kyoto-Abkommens geschieht mit marktwirtschaftlichen Mitteln, obwohl jedem schnell klar werden muesste, dass das Gegenteil der Fall ist.
Aktuelle Teilnehmerzahl laut UN: 8709. Abgegebene Maentel an der Garderobe: etwa 2000. Aussentemperatur: etwa 3 Grad Celsius.

Es ist wie immer. Kaum findet das globale Großereignis “UN Konferenz zum Klimawandel” statt, erscheinen schon Propheten der Öko-Apokalypse und verkünden neue Horrorszenarien vom kommenden Weltuntergang. Diesmal ein Szenario aus der Folge: “Was passiert, wenn der Golfstrom versiegt?”
Jetzt stellt sich nur die Frage, ob das so stimmen kann. Eine kurze Recherche verschafft nicht unbedingt Erleuchtung, jedoch berechtigte Zweifel an der Theorie, dass eine Klimaerwärmung den Golfstrom zum versiegen bringen könnte. Die treibenden Kräfte des Golfstroms sind, laut Prof. Carl Wunsch (Earth, Atmospheric and Planetary Sciences, Massachusetts Institute of Technology), das riesige Windsystem des Nordatlantiks und die Erdrotation. Um den Golfstrom versiegen zu lassen, müßte man nur das Windsystem oder die Erdrotaion abstellen, oder beide. Keine einfache Aufgabe. ;-)
Es ist schon kurios. Wie schon [hier] berichtet habe, machen die Öko-Alarmisten alles, um einen Klimawandel, egal ob es nun wärmer oder kälter wird, mit CO2 in Verbindung zu bringen. Das böse CO2 ist der mächtigste Hebel den die Ökologisten jemals hatten, um ihre politischen Ideologien durchzusetzen. Den wollen sie natürlich nicht mehr her geben.