14.8.2008

Deutsche Energiepolitik- die wahre Katastrophe ? Teil 2

[Gastkommentar von Heinz Eng]

Eigentlich wollte ich mein Köpfchen noch eine Weile über den Tellerra nd halten, aber bei der Diskussion zu meinen Artikel ist mir aufgefallen, das eine längere Vorbemerkung nicht erwünscht ist. Trotzdem sei mir noch ein letzter Punkt gestattet, eine Analyse der französischen Besonderheiten und warum diese Nation so auf Atomkraft setzt.

Atomkraft – Ja, bitte!
Der unbeschwerte Umgang Frankreichs mit der Kernenergie

Frankreich verfügt weltweit über den größten Park an Kernkraftwerken und 52 Prozent der Franzosen befürworten Kernkraft als Energiequelle. Die Gründe dafür, weshalb sich im Nachbarland keine breite Protestbewegung gegen Atomkraft etablieren konnte, sind gesellschaftliche Zusammenhänge aber auch kulturelle Faktoren….

Sehr interessanter Artikel und auch jedem Kernkraftgegner zu empfehlen.

Da es hier um die deutsche Energiepolitik geht, werde ich mich ab sofort nur auf Deutschland konzentrieren.
Zu Beginn sehen wir uns mal in der deutschen Parteienlandschaft um und deren Programme der zukünftigen Energieversorgung in unserem Land:

CDU

Im Prinzip soll die Kernenergie weiter laufen, damit bis zur Einführung neuer Technologien die Stromversorgung in Deutschland gesichert ist. Weiterhin sollen bis 2020 wenigsten 20 Prozent des Gesamtenergieverbrauches durch Erneuerbare Energien gedeckt werden. Die CDU will eine breit angelegte und offene Energieforschung und Technikentwicklung fördern, die einen Beitrag zur Erschließung aller klimaschonenden Energieträger und Weiterentwicklung klimaverträglicher Energieerzeugungstechnologien sowie zum rationellen Ressourceneinsatz leistet. Moderne saubere Kohle- und Gaskraftwerke gehören dazu, ebenso wie die Forschung im Bereich der Kernfusion.


SPD

Erneuerbare Energien sind überall die jeweils größten und auf Dauer verfügbaren heimischen Energiepotentiale. Effizienzsteigerungen, Ressourceneinsparungen und der Wechsel zu erneuerbaren Energien erfordern vielfältige neue Technologien und Speichermedien. Sie schaffen zahlreiche neue Arbeitsplätze in Industrie, Handwerk und Dienstleistungsberufen sowie in der Land- und Forstwirtschaft.
Wir wollen weg vom Öl und anderen erschöpflichen Energien, bei denen wir auf Importe angewiesen sind. Als Brücke ins solare Energiezeitalter setzen wir auf moderne Kohle- und Gaskraftwerke mit hocheffizientem Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplung.
Die Atomspaltung erschien vielen als die große Hoffnung auf dauerhaft verfügbare Energie. Sie kann diese Hoffnungen nicht erfüllen. Ein atomarer Unfall20gefährdet Millionen von Menschen. Der atomare Müll ist ein Gefahrenherd für Zehntausende von Jahren. Angesichts neuer terroristischer Bedrohungen ist die Atomwirtschaft eine Gefahrenquelle. Wir verwirklichen den Ausstieg aus der Atomkraft.

FDP

Die Kernenergie ist als Übergangstechnologie im Strombereich notwendig. Mittelfristig ist ein Atomausstieg ohne Klimafolgen nicht möglich. Eine Laufzeitverlängerung ist erforderlich. Wir sollten modernste, intelligente und sichere Kerntechnik nicht anderen Industrieländern überlassen, sondern dabei sein, wenn Forschung, Wissenschaft, Sicherheitstechnologie und Umweltstandards in die Welt exportiert werden. Wenn die Laufzeiten verlängert werden, sollen die dadurch erzielten zusätzlichen Gewinne der Energieerzeuger in erheblichem Umfang in die Energieforschu ng investiert werden.
Die Kohleverstromung mit CO2-Abscheidung kann eine zentrale Zukunftstechnologie werden. Jetzt müssen die Voraussetzungen für die Einführung neuer Technologien geschaffen werden: in Forschung und Entwicklung, bei der Untersuchung von Lagerstätten, in der Ausgestaltung des Emissionshandels und im Umweltrecht.

Bündnis 90 / Die Grünen

Mit dem Aufbruch ins Solarzeitalter thematisieren wir die grüne Energiepolitik als Antwort auf die ökologische Herausforderung.
Die Atomkraft ist keine Lösung für das Energieproblem, sie schafft nur unkalkulierbare neue.
Deshalb muss der Atomausstieg innerhalb der gesetzlichen Regelungen beschleunigt zu Ende gebracht werden. Dafür müssen Ersatzenergien besonders schnell bereitgestellt werden. Unsere Kritik an der Nukleartechnik schließt die Fusionstechnologie ein, deren – unwahrscheinliche – Verwirklichung unbeherrschbare Folgeprobleme für Umwelt und Gesundheit
schaffen würde.
Neue großflächige Tagebauvorhaben lehnen wir ab. Mittelfristig werden fossile Energieträger wie Gas oder auch Kohle eine abnehmende, aber immer noch wichtige Rolle spielen. Deshalb
muss der Effizienzgrad dieser Kraftwerke deutlich verbessert werden.

Die Linke

  • eine solare Energiewende: Alle Energie soll bis 2050 vorrangig über erneuerbare Quellen wie Sonne oder Wind gedeckt werden.
  • einen beschleunigten Ausstieg aus der Atomenergie.
  • eine sozial zu gestaltende ökologische Primärenergiesteuer.

NPD

Weder die vorherrschenden zentralistisch-oligopolistischen Strukturen privatwirtschaftlicher Natur noch deren hauptsächliche Ausrichtung auf die fossilen Energieträger Kohle, Erdöl und Erdgas sind geeignet, den genannten Anforderungen heute und in Zukunft dauerhaft Rechnung zu tragen. Neben der Problematik der radioaktiven Strahlengefahr und der ungelösten Frage nach einer geeigneten Atommüllendlagerung erzwingen allein schon knappe Uranvorkommen sowie eine diesbezüglich vollständige Ressourcenabhängigkeit den Beginn einer nachatomaren Energiepolitik.
Innerhalb des Zeitraumes, während dem – unabhängig von der politischen Zielvorstellung eines vollständigen ökologischen Energiemixes – auch fossile Energieträger zur Versorgung herangezogen werden, vertritt der NPD-Parteivorstand die Ansicht, daß die Energieversorgung als ein der Daseinsvorsorge zuzuordnender zentraler Bereich nicht privaten Konzernen überlassen sein darf, sondern unter staatlicher R egie organisiert werden muss.

Alle vorgenannten Parteien haben eine Gemeinsamkeit, alle sprechen von Klimawandel, Umweltschutz, erneuerbaren Energien, Energieeffiziens und Energiesparen. Im Grunde genommen könnte man die Programme einfach unter den Parteien austauschen, es würde kaum jemand auffallen. Der einzige Unterschied liegt in der Kernkraft, die von der CDU und FDP noch als Übergangslösung angesehen wird. Selbst die Grünen sehen ein, das es mittelfristig noch nicht ohne Kohle geht.
Das waren die Grundsatzprogramme der Bundesparteien, noch verwirrender wird es, wenn man sich die einzelnen Landespolitiker, besonders der SPD und der Grünen ansieht.

Hessen

Mit unserem Konzept „Neue Energie für ein atomfreies Hessen“ werden wir die Stromerzeugungskapazitäten der beiden hessischen Atomreaktoren ersetzen. Damit verfügen wir über die bessere Alternative, die auch ein neues Kohlekraftwerk in Großkrotzenburg überflüssig machen kann.
Gleiches gilt für das geplante Großkraftwerk in Mainz-Wiesbaden, bei dem ein energieeffizienteres und saubereres Gaskraftwerk durch den Neubau eines Kohlekraftwerkes mit deutlich schlechterer Energiebilanz ersetzt würde. Auf diese Weise ersparen wir der Rhein-Main-Region erheblichen
zusätzlichen Wasserverbrauch und entlasten das regionale Klima durch den Verzicht auf zwei große künstliche Wärmequellen.

Entlastung des Regionalen Klimas durch Verzicht auf zwei künstliche Wärmequellen, verzeihen sie mir bitte, aber da wundert es mich nicht, das Herr Clement vor Frau Ypsilanti gewarnt hat. Das ist keine Energiepolitik, das ist ein Teil der Katastrophe.

Bei den Grünen sieht es insgesamt auch nicht viel besser aus. Da gibt es eine gewisse Bärbel Höhn, die überhaupt keine Kohlekraftwerke haben möchte. Sie will dagegen viele dezentrale Blockheizwerke, also Kraft-Wärme-Kopplung die aber auch im Sommer das Prob lem haben, das die erzeugte Wärme nicht voll genutzt werden kann. Auf der anderen Seite gibt es auch einen Herrn Reinhard Bütikofe von den Grünen, der folgenden klugen Satz sagte:

“Es gibt keinen Grünen-Beschluss für einen Kohleausstieg. Wir haben nie versprochen, bis 2020 oder 2030 vollständig auf fossile Energien wie Kohle verzichten zu können. Kohle wird im Energiemix der Bundesrepublik noch eine Weile eine Rolle spielen. Aber der Einsatz von Kohle muss begrenzt werden.”

Wer jetzt aber denkt, bei der CDU und der FDP wäre man energiepolitisch besser aufgehoben, den muss ich leider enttäuschen. Denn diese beiden Parteien haben in Baden Württemberg das schärfste Erneuerbare-Wärme-Gesetz der Bundesrepublik beschlossen und zum 01.01.2008 in Kraft gesetzt. Verstöße können je nach verletzter Pflicht (Erfüllungs-, Nachweis oder Hinweispflicht) mit einem Bußgeld bis zu 50.000 bzw. 100.000 Euro belegt werden. Ein hohes Bußgeld kommt bei großen Wohnanlagen mit vielen Wohneinheiten in Betracht.

Lieber Leser, anhand der Grundsatzprogramme können Sie erkennen, wie es in Deutschland in den nächsten Jahren weitergehen wird. Anscheinend ist es auch völlig egal, welche Partei die nächste Bundestagswahl gewinnen wird, das Ergebnis wird für uns alle mehr als teuer werden. Laut neuester DENA Studie haben wir ab 2012 mit den ersten Versorgungsengpässen bei der Stromversorgung zu rechen und ich sehe bei keiner Partei eine Einsicht in dieser Tatsache. Dazu komme ich aber im nächsten Artikel, auch die umfangreiche Lobbyarbeit von allen beteiligten Seiten wird dann zu Sprache kommen. Soviel kann ich Ihnen heute schon versprechen, es wird spannend werden.

Nachtrag:
Hiermit distanziere ich mich vorsorglich von dem im Text zitierten Parteien und deren Grundsatzprogrammen. Als parteiloser Bundesbürger habe ich hier nur eine Übersicht der Parteienlandschaft zusammengefasst, die nichts mit meiner politische Einstellung zu tun hat.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit

35 Antworten zu “Deutsche Energiepolitik- die wahre Katastrophe ? Teil 2”

  1. Rainhelt Says:

    Hab mich schon gefragt, wann der 2. Teil kommt ;)

    Und ich bin gespannt, ob das jemand bis zum Nachtrag ließt, oder beim Wort NPD schon in Schnappatmung verfällt…

    Gruß Rainhelt

    P.S.:
    http://www.stern.de/unterhaltung/tv/:Hannes-Jaenicke-Mit-%C3%96kotainment-Affen/634756.html#kommentar1

  2. ghw Says:

    @Rainhelt: Ich war eine Zeit lang offline, da war einiges abzuarbeiten…

  3. multiverus Says:

    @Heinz Eng

    Laut neuester DENA Studie haben wir ab 2012 mit den ersten Versorgungsengpässen bei der Stromversorgung zu rechen und ich sehe bei keiner Partei eine Einsicht in dieser Tatsache.

    Es ist auch vorauszusehen, wie die Parteien mit diesen – selbstproduzierten – Problemen umgehen werden: Sie werden auf zurückgehende Rohstoffreserven verweisen, auf Gewinnsucht / Verantwortungslosigkeit der fossilen Energieversorger, auf zu wenig Wind/Solarkraftanlagen, auf Probleme am Weltmarkt, auf Fehlentscheidungen ihrer politischen Gegner usw. Nichts werden sie unversucht lassen, um jedwede Ursachen jenseits Ihrer Verantwortung zu verorten.

    Trotzdem würde ich nicht alle Parteien energiepolitisch über einen Kamm scheren. Parteiprogramme sind das eine, tatsächliches politisches Handeln das andere.

  4. Bibliothekar Says:

    # multiverus

    Ich habe festgestellt, das sich die Parteiprogramme einer Partei auch auf Landesebene in Einzelfragen, wie der Energiepolitik, erheblich unterscheiden können. Da ist die Diskussion sicher noch eine ganze Weile im Gange, um sich für größere Wahlen als Gesamtpartei festzulegen.

  5. Energie-Ossi Says:

    Im Streit um die Nutzungspreise für ihre Stromnetze haben die Energieversorger eine Niederlage einstecken müssen. Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs muss Vattenfall jetzt die Durchleitungspreise deutlich senken – und 50 Millionen Euro, die zuviel kassiert wurden, beim nächsten Mal verrechnen…..
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,572045,00.html

    Damit hat die Netzbehörden noch mehr Macht bekommen und dürfen die Netzbetreiber noch mehr gängeln.
    Das dürfte jetzt den Ausschlag für den Verkauf der Netze, zumindestens bei Vattenfall, geben.
    Na da bin ich ja mal gespannt, wie es jetzt weiter geht und wer die neuen Trassen finanzieren wird, die Dank der Windmühlen gebaut werden müssen.

    Mahlzeit

  6. Energie-Ossi Says:

    Weltpolitische Dimension der Energiepreise

    Hinter den hohen Energiepreisen steckt nicht nur die «unsichtbare Hand» des Marktes, sondern auch die Hand der Autokraten. Der Energiepreis ist zwar nicht auf eine von Moskau, Riad oder etwa Caracas gesteuerte Verschwörung zurückzuführen, wirkt aber wie abgestimmt. Die hohen Energiepreise üben auf die westlichen Gesellschaften einen konzertierten zerstörerischen Druck aus. Mit Hilfe der hohen Preise entwenden die Energielieferanten den westlichen Wohlstand, strangulieren seine Ökonomie und gefährden damit seine politische Stabilität….

    Der Systemwettbewerb geht weiter, und viele westliche Regierungen sind offensichtlich bereit (frei nach Lenin), den Strick eigenhändig zuzuschnüren. Sie finden sich mit den steigenden Energiepreisen ab und sehen als Option lediglich die Senkung des Energieverbrauchs. Eines Tages werden aber alle Fenster und Wände abgedichtet, die Dächer mit Sonnenkollektoren bedeckt, Windmühlen, soweit das Auge reicht, Warmduschen unbekannt, Benzinautos nur auf Bezugsschein erhältlich und die letzten Reste der produzierenden Industrie in die (unverdrossen Energie verschwendenden) BRIC-Länder abgewandert sein. Wird man dann politisch reagieren? Wird man es noch können?…

    Die Ohnmachtpolitik

    Bis jetzt weigern sich die westlichen Regierungen, die politische Dimension der Energiepreise zur Kenntnis zu nehmen. Dies ist eine leichtsinnige und zugleich sehr verständliche Einstellung. Für die politische Klasse ist es bequemer, den Energieverbrauch der Gesellschaft zu drosseln, als auch noch mit einer energischen Aussenpolitik dafür zu sorgen, dass genug Erdöl auf den Markt kommt. Ein solches Vorgehen wäre konzeptionell anspruchsvoller und machtpolitisch riskanter.

    Gefunden in der NZZ

    Starker Tobak und in dieser Deutlichkeit noch von niemanden in der Presse veröffentlicht worden (zumindestens kenne ich nichts besseres).
    Das dürfte unsere grünen Gutmenschen aufheulen lassen, da bin ich mir ganz sicher.
    Unbdeningt den ganzen Text lesen!!!!

    MfG

  7. Rainhelt Says:

    @EO#5:
    Naja, das wird allerdings von den Medien mächtig aufgeblasen. Ist ja auch fein, endlich hat man einem der grossen 4 bescheinigt, dass ein Teil des Preises zu hoch ist.

    Man ahnt es schon, jetzt kommt das Aber. Das Urteil bezieht sich nur auf Übertragungsnetzentgelte nicht auf Verteilernetzentgelte (soweit ich weiß). Die machen nur leider einen Bruchteil der Netzentgelte aus (5-10%). Lediglich dieser Schiss (0,5ct/kWh) ist 18% zuhoch. Also statt 0,5ct 0,41ct…bei nem Strombreis von 20-30 ct/kWh spart man unglaubliche 3-4,5 promille.

    Fein gemacht. Das merkt zar keiner, aber ganz toll. Es ist eindeutig. Wir werden im ganz grossen Stil beschissen ;)

  8. multiverus Says:

    #6 @Energie-Ossi
    Stimmt, ein wirklich nachdenkenswerter Artikel !

    Er wirft ein Schlaglicht auf die zunehmenden Einschränkungen persönlicher Freiheiten unter dem Etikett des angeblichen Klimaschutzes. Wie schreibt doch der Autor:

    Die westlichen wirtschaftlichen Konzepte entfalten in den autoritären Staaten gerade deshalb so hohe Effizienz, weil ihre Umsetzung nicht durch die demokratischen Freiheiten «gestört» wird.

    Mir scheint, die politischen Entscheidungsträger der westlichen Demokratien betrachten den “Klimaschutz” als genau DEN Hebel, um die demokratischen Freiheiten der eigenen Bevölkerung so weit einzuschränken, dass die “Wettbewerbsvorteile” gegenüber autoritären Regimen ausgeglichen werden. Deshalb sind sie so erpicht darauf, die Mär von der menschengemachten Klimaerwärmung durch CO2 zu zementieren. Und also ergiesst sich ein ständiger Geldregen auf die Institute und Forschungseinrichtungen, welche bereit und willens sind, die benötigten “Erkenntnisse” zu liefern.

  9. Rainhelt Says:

    Hier mal einen Stimmungs-Check zur Energiepolitik:
    http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2008-08/artikel-11521565.asp

    In der aktuellen Klimabarometer-Ausgabe (www.klima-sucht-schutz.de/klimabarometer.html) erwarten 84 Prozent der 1.600 Befragten eine Verschlechterung ihres Lebensstandards durch die aktuelle Energiepreisentwicklung, 57 Prozent eine deutliche Verschlechterung. Durchschnittlich wird eine Energiepreissteigerung in den nächsten zehn Jahren für Heizöl und Erdgas um je zehn Prozent, für Pellets und Fernwärme um je neun Prozent und für Strom um acht Prozent angenommen.

    Über die Hälfte (55 Prozent) der Befragten rechnen in den nächsten zehn Jahren mit Versorgungsengpässen bei Pellets, annährend die Hälfte (44 Prozent) bei Heizöl und 36 Prozent bei Erdgas. 39 Prozent haben große Angst vor Energie-Knappheit in den nächsten Jahren, weitere 37 Prozent ein wenig Angst. Als wirksamste Maßnahme gegen steigende Heizöl-Preise setzt die Mehrzahl auf Gebäudemodernisierung (26 Prozent nennen Heizungserneuerung, 24 Prozent Wärmedämmung), gefolgt von dem Ausbau Erneuerbarer Energien. Nur zwölf bzw. elf Prozent sind für eine Steuererleichterung oder ein Sonntagsfahrverbot.

    Mehr als jeder Zweite (54 Prozent) geht davon aus, dass es in den nächsten zehn Jahren zu deutlichen Klimaveränderungen kommt, 31 Prozent rechnen mit moderaten und 15 Prozent mit keinen Klimaveränderungen. Der Vergleich zwischen Auswirkungen Klimaveränderung versus Preisveränderung zeigt, dass mehr Befragte eine Verschlechterung des Lebensstandards (84 Prozent) durch höhere Energiepreise als durch Klimaveränderungen (76 Prozent) erwarten.

    Energieausweis-Start und Ölpreis-Erhöhung steigern Klimaschutzinteresse Das Klimabarometer dokumentiert das Klimaschutzinteresse in der Bevölkerung. Hierzu werden das Internetsuchverhalten und Online-Energieberatungen, die Hauseigentümer und Mieter über verschiedene Online-Portale abschließen, ausgewertet. Das aktuelle Klimabarometer kommt zu dem Ergebnis, dass das Klimaschutzinteresse im Verlauf des 2. Quartals 2008 zunimmt. “Wir führen dies vor allen Dingen auf zwei Ereignisse zurück: Die Einführung des Energieausweises zum 1. Juli 2008 und den historischen Höchststand für ein Barrel Öl”, erklärt Klimabarometer-Autor Malte Friedrich von der gemeinnützigen co2online GmbH.

  10. Rainhelt Says:

    Und zum Autothema:
    http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/1740163_0_2147_daimler-vorstand-weber-daimler-wird-co2-ziele-erreichen-.html

  11. Energie-Ossi Says:

    #7 Rainhelt
    Haste wahr, aber es reicht als Auslöser, EON will ja auch unbedingt die Netze loswerden, EnBW ziert sich noch ein bißchen nur die RWE gedenkt den ganzen Laden zu übernehmen. Kann auch gut sein, das ein Finanzinvestor den Laden übernimmt und dann ist es bald Essig mit der Versorgungssicherheit, gute Nacht Deutschland.

    #8 multiverus
    Ja, genau so sehe ich es auch, aber keine Angst, auch das wird demnächst angesprochen werden.
    Das wahre Ziel der westlichen Regierungen wird am Ende voll in die Hose gehen. Abhängigkeiten von russischen Erdgas, das Land, das gerade seine militärische Muskeln spielen läßt, mir graust schon jetzt davor.
    Leider wird gerade die strategisch wichtige Eigenversorgung mit Kohle und teilweise Uran aus sicheren Lieferländern wie der Teufel bekämpft.
    Armes, abhängiges Deutschland, Deine Enkel werden sich noch bedanken.

    So morgen mehr, für heute ist die Scherzgrenze erreicht, Prost meine Herren

    Grins und wech

  12. perlita Says:

    wie kann uns denn ein energieengpaß drohen, wenn wir derzeit einen beträchtlichen anteil unserer energieproduktion an andere länder verkaufen?

    aber die gleichen politker die vom energieengpaß reden, sind ja auch der meinung, es ist preiswerter das tafelsilber zu verscherbeln und es dann zum dreifachen preis wieder anzumieten.

    und ich behaupte von mir selbst, ich sei ein schlichtes gemüt…………

  13. Energie-Ossi Says:

    Hallo Perlita

    Strom ins Ausland verkaufen….
    Die blanke Milchmädchenrechnung, rate mal wohin der Windstrom geht, wenn Deutschland abgefüllt ist, richtig ins Ausland.
    Wenn wir etwas exportieren muß es auch Nationen geben, die was Importieren.
    Was passiert, wenn wir den Export sofort stoppen?

    Grüne/Rote können maximal addieren, bei den höheren Rechenarten versagen die leider völlig und beim Strom wissen die gerade mal, das der aus der Steckdose kommt.
    Wir sind am Arsch, wenn die uns regieren sollten und inzwischen sieht es gewaltig danach aus, siehe Hessen und Saarland.

    Würg und wech

  14. Latoan Says:

    #13 E-O

    Vielleicht solltest Du weniger auf die Kacke hauen, was zwar durchaus rechtens ist, aber in meinen Augen die Frage 12.1 nicht ganz beantwortet.

    Ich bin zwar nicht Energie-Latoan, aber zumindest der Meinung, dass man durchaus sagen könnte, dass es sich beim Energieexport um Jahressummen und nicht um permanente Werte handelt. Wenn nämlich im Sommer mal kein Wind weht und die konventionellen Kraftwerke aufgrund mangelnder Kühlung nur auf Teillast fahren, dann geht ganz flott das Licht, pardon, die Klimaanlage aus…

    Wenn es nicht ein anderes Land gäbe, welches in diesem ENGPASS gerne gegen Bezahlung aushilft. Dumm nur, wenn die anderen auch keine Kapazitäten haben.

  15. Rainhelt Says:

    @Perlita:

    Also eigentilich exportieren wir in Summe nur die Jahresproduktion von 1-2 grossen Kraftwerken. Das ist unser verbliebener Puffer, der demnächst durch Atomausstieg und Behinderung von Kraftwerksneubauten aufgezehrt wird.

    Dass das “so viel” ist, ist ein beliebstes Öko-Argument gegen die Versorgungslücke. Klar ist das viel, wenn mans mit nem Windspargel vergleicht (2MW bei 2000 Vollaststunden = 0,004TWh.). Es sind aber nur ca. 15 TWh. (D.h. wir exportieren in Summe den Strom von 3750 Spargeln)
    Richtig dicke Brummer, wie
    Weissweiler(oder Niederaußen, Jänschwalde, Voerde…) haben gemittelt 2004-2006 alleine 17,52 TWh.per anno.

  16. Energie-Ossi Says:

    #14 Latoan
    Sorry, war stark vereinfacht und extrem polemisch, da haste natürlich recht.
    Um diese Frage wirklich sicher beantworten zu können, müsste man sich übers Jahr die Lastgänge an den Grenzen ansehen, dazu die eingespeisten Windenergiemengen und den verfügbaren Kraftwerksbestand in DE.
    Weiterhin die Statistiken der Nettoimport und Exportnationen und noch ein paar andere Kleinigkeiten.
    Ich finde dieses Pauschalurteil “die exportierten Strommengen könnten glatt 3 KKW ersetzen” echt doof, denn das ist die wahre Milchmädchenrechnung.
    Je stärke der Ausbau der Windkraft, desto katastrophaler die Auswirkungen auf das Stromnetz und den Kraftwerkspark, aber das wollen die ja nicht einsehen.

    Jetzt ein bisschen besser???
    Grins und wech

  17. Latoan Says:

    Jawollja! Viel besser. Wir wollen doch nicht ähnlich pauschalen Quatsch verzapfen wie unsere “Ökofreunde”…

  18. Chlorobium Says:

    #6:

    Was meinen Sie mit “Starker Tobak”?

    mfg
    Chlorobium (der Farbe wegen)

  19. Energie-Ossi Says:

    #18 Chlo…

    Ja ich weiß, der Text ist durchaus kritikwürdig, aber einige Aspekte sind nicht von der Hand zu weisen.
    Ich hab ne bessere Idee, lese bitte mal nachfolgenden Link:
    http://www.energie-fakten.de/pdf/versorgungssicherheit.pdf

    Wie reagiert Europa auf die zunehmende Abhängigkeit von Energieimporten ?

    Da geht es nicht ganz so polemisch zu, aber trifft durchaus den Kernpunkt.
    Wenn Du dann noch Fragen hast, her damit.
    MfG

  20. Energie-Ossi Says:

    @Chlo….
    Nachtrag
    So, wenn Du das gelesen hast, dann mußt Du dich hier auch noch durchackern:

    Wie reagiert Europa auf die zunehmende Abhängigkeit von
    Energieimporten ?

    Und sorry, hier geht es nicht ums Klima und EE sondern um strategische Geschichten, die von den Grünen immer so gerne ausgeblendet werden.
    Passt zwar nicht in Dein Weltbild, aber neben den Klimawandel gibt es noch ein bis drei andere wichtige “Nebensächlichkeiten”.
    MfG

  21. Chlorobium Says:

    Werd ich lesen, aber erst kommt Fußball ;)

    mfg
    Chlorobium (der Farbe wegen)

  22. Energie-Ossi Says:

    @Latoan
    Auf gerechtfertigte Kritik reagiere ich natürlich besonders “Korrekt”, hab da was für Dich ausgegraben. Ich finde einfach keine Zahlen für die europäischen Stromimportländer, die zu wenig eigenen Strom produzieren.
    Aber hier haste mal was ähnliches:

    Stromhandel belastet die Netze

    Immerhin wurde auch im Abschlußbericht der europäischen Netzbetreiber eingeräumt, daß das UCTE-System von seinem ursprünglichen Zuschnitt her nicht für den liberalisierten Markt mit seinen hohen grenzüberschreitenden Stromflüssen angelegt sei. Die Deregulierung des Marktes habe dazu geführt, daß die Netzbetreiber die vorgeschriebenen Sicherheitsreserven, die im wesentlichen unverändert blieben, unter Nutzung der computerisierten Techniken zur Netzsteuerung immer stärker ausgeschöpft hätten.

    Insoweit durfte sich die Schweiz in ihrem Vorwurf bestätigt fühlen, daß unkontrollierte Stromflüsse ihr Transportnetz überfordern würden….

    Auch das deutsche Netz könnte so, ungeachtet seines noch immer hohen Grades an Versorgungssicherheit, von Störungen betroffen werden, deren Ursache im Ausland liegen. Dieser Ansicht war jedenfalls die Netzgesellschaft des österreichischen Verbund-Konzerns, als sie im Mai 2006 vor einer Überlastung ihres inländischen Stromtransportnetzes warnte: Durch das Zusammentreffen einer außergewöhnlich hohen Windstromerzeugung in Norddeutschland mit dem Ausfall der Leitung Hradec – Etzenricht zwischen Tschechien und Deutschland sei eine „extreme Verschärfung“ der Netzsituation in Mitteleuropa und Österreich entstanden. Die eingeschränkte Übertragungskapazität zwischen Deutschland und Tschechien habe nämlich zu einer Erhöhung der Stromtransitflüsse durch Österreich geführt und die beiden Leitungsverbindungen mit Tschechien über Gebühr belastet. Wenn die Belastung dieser beiden Leitungen die vorgeschriebene Sicherheitsgrenze überschreite, könne der Ausfall eines Leitungssystems den Zusammenbruch beider Verbindungsleitungen bewirken. Als weitere Folge würden dadurch hohe Transportleistungen plötzlich von Österreich auf Leitungen in Deutschland, Tschechien, Slowakei und Ungarn verlagert, was die „große Gefahr von Folgeausfällen von Leitungen in den Nachbarstaaten und durch Störungsausweitungen auch in Österreich“ nach sich ziehe….

    So, das ist jetzt vieeeeel besser, oder???

    MfG

  23. Energie-Ossi Says:

    Age, age, einen hab ich noch.

    Versorgungssicherheit in Europa

    Um das hohe Maß an Versorgungssicherheit in Deutschland und Europa langfristig zu erhalten, erarbeiten die Stromversorgungsunternehmen regelmäßig Vorschauen darüber, ob die erwartete Nachfrage in den kommenden Jahren noch mit der dann voraussichtlich verfügbaren Kraftwerkskapazität gedeckt werden kann. Diese Leistungsbilanzen werden für jedes Land des europäischen Verbundsystems aufgestellt und ergeben in der Summe das europäische Gesamtbild. Nach dem neuesten Bericht geht die “verbleibende Leistung” (diese Leistung ergibt sich aus der Differenz zwischen Kraftwerkskapazität und Stromnachfrage) im Bereich des europäischen Stromverbunds zwischen 2004 und 2006 von 62.000 auf 60.500 Megawatt zurück. Dennoch sieht die europäische Stromwirtschaft für diesen Zeitraum und für die nachfolgenden Jahre bis 2010 noch keinen Grund zur Sorge.

    Anders sieht die Situation in einzelnen Ländern aus: In Italien erreichte die “verbleibende Leistung” bis 2005 nicht die europäische Minimalanforderung, die fünf Prozent der Kraftwerksleistung des Landes beträgt (Fünf-Prozent-Regel). Das Land war also auf erhebliche Stromimporte angewiesen. Nach italienischen Angaben soll sich die Situation jedoch durch den Zubau von Kraftwerken im Laufe von 2006 entspannen. Für Belgien rechnet man damit, dass die Fünf- Prozent-Regel ab 2006 nicht mehr eingehalten wird. Für die Niederlande zeichnet sich eine ähnliche Entwicklung bis 2010 ab. Auch in diesen Staaten dürfte die Versorgungssicherheit künftig stärker als bisher von Stromimporten abhängen.

    http://www.vdn-berlin.de/versorgungssicherheit_in_europa.asp

    MfG

  24. krishnag Says:

    @Energie-Ossi #6
    Zu NZZ, einer meist guten Quelle, noch ein Zitat daraus:

    So absurd, wie es klingt, ist es nicht. Bereits jetzt verbessern die demokratischen Regierungen ihre Handlungsfähigkeit dadurch, dass sie das Wahlvolk aus dem Entscheidungsprozess verdrängen. Die EU-Integrationspolitik steht und fällt mit dem Ausschluss des Wahlvolks; in der Klima- und Energie-Politik zeichnet sich eine ähnliche Tendenz ab.

    Bei dem ist der Groschen gefallen, Chapeau !

  25. Energie-Ossi Says:

    #24 krishnag
    Toll, wenigstens einer versteht mich, grins.
    Eigentlich hatte ich den Artikel eingestellt um zu provozieren, bis auf das grüne Bakterium hat sich das anscheinend niemand angesehen, leider.

    Mir jedenfalls ist der Atem gestockt, wo ich das gelesen habe.
    Wenn man dem Autor auch nicht in jeden Punkt zustimmen kann, in vielen Punkten hat der so Recht, das es einen fast die Beine weg haut.
    Wo leben wir und wie geht der Irrsinn weiter, das gibt echt Kopfschmerzen.

    MfG

  26. multiverus Says:

    @E-O
    Huhu E-O, grün bin ich doch gar nich’ :->

  27. Energie-Ossi Says:

    #26 multiverus

    Autsch, hast Du Dich beim “grünen Bakterium” angesprochen gefühlt?
    Ne, keine Angst, das ist unser Freund “Chlorobium”, besser gesagt der Spitzname von Ihm.
    Nix für Ungut, obwohl Dein Name so gar kein Sinn ergibt, nur in reichlich anderen Blogs erscheint. (daher das Multi)

    Verus war ein ambitionierter Emporkömmling, der seinen Rang als Centurio als Sprungbrett in den römischen Senat nutzte.

    Verus, Lucius Aurelius, ursprünglich Lucius Ceionius Commodus, römischer Kaiser (161–169), * Rom 15. 12. 130, † Altinum (heute Quarto d’Altino, bei Venedig) Januar/Februar 169; von Antoninus Pius adoptiert und zu seinem Nachfolger bestimmt; 161 von Mark Aurel zum Mitkaiser ernannt.

    diabetes verus=Zuckerharnruhr
    “Verus Israelita, in quo dolus non est”
    Verus ist der führende Handelsdienstleister in Nordamerika.
    Rundheizkörper Verus

    Verus: (lat.) begründet, echt, richtig, vernünftig, wesentlich

    Jetzt höre ich auf, ich glaube Du lehnst Dich an die lateinische Übersetzung an.
    Macht wohl am meisten Sinn, grins
    Nix für Ungut, mit grün hat wohl alles nix zu tun.

    Fazit, toller Name
    MfG

  28. Chlorobium Says:

    “Mir jedenfalls ist der Atem gestockt, wo ich das gelesen habe.
    Wenn man dem Autor auch nicht in jeden Punkt zustimmen kann, in vielen Punkten hat der so Recht, das es einen fast die Beine weg haut.”

    Ja, diesen Artikel sollte man sich wirklich mal auf der Zunge zergehen lassen; ich wälz den noch immer hin und her. Da proklamiert der Herr Robejsek die Einführung von totalitären Strukturen. Also genau die Dinge, welche den Grünen, Linken, Umweltbewegten und “Gutmenschen” hier von Einigen immer gerne unterstellt wird.

    E.-O., da haben Sie wirklich einen schönen Artikel ausgegraben. Den sollten wirklich alle gelesen haben.

    mfg
    Chlorobium (der Farbe wegen)

  29. Energie-Ossi Says:

    #28 Chlor….

    Na, fertig mit Fussball gucken?
    Ich wusste doch, das der Artikel Dich erfreut, grins.

    Ne mal im ernst, neben dem Klimagelaber gibt es auf dieser Welt noch ein, zwei Dinge die von den Öko´s gerne mal ausgeblendet werden.
    Einerseits hackt man so gerne auf die Amis rum, weil die nicht so mitspielen wie wir das gerne hätten, auf der anderen Seite können die Schwellenländer und der arabische Raum machen was sie wollen und niemanden von euch interessiert das.
    Guck Dir einfach mal die Tabellen hier an: http://www.oekologismus.de/?p=1031 dann weißt Du was ich meine.

    Eins ist Fakt, mit euren so genannten EE kann man in absehbarer Zeit keine Industriegesellschaft mit Strom versorgen geschweige denn eine so hoch komplexe Infrastruktur wie in Deutschland, Europa und Amerika.
    Die ersten Auswirkungen der Windkraft sind ja gerade mehr Gasverbrauch durch die Kurzzeitkraftwerke auf Gas-Basis. Wo holen wir unser Gas zu einen drittel her, aus Russland.
    Aus einem Land also, das auch Energie als Waffe zur Durchsetzung seiner wirtschaftlich/politischen Interessen einsetzt.
    Danke, da verheize ich lieber die einheimische Kohle, aber das muss ich nicht haben.

    Guck Dir mal den derzeitigen Stand in Deutschland an, die selben Grünen die massenweise Windkraft fordern, dieselben Typen die den Ausbau der Stromnetze in regionalen Gruppen zu verhindern wissen.
    Die Typen, die Bio fordern aber Gentec ablehnen, die Typen die vor Wetterextremen warnen aber dann auf die Landwirtschaft setzen, um Ihr Energiepflanzen zu züchten.
    Wie schnell ist nochmal eine Ernte vernichtet????
    Schizophren bis ins Detail, unrealistisch und völlig ideologisch verpeilt, Danke das man sowas mit ansehen muß.

    MfG

  30. Latoan Says:

    #23 E-O

    Ich habe nie daran gezweifelt, dass das Geschwafel von “Überkapazitäten” kompletter Käse ist.

    Aber wenn man ganz, ganz böse ist, dann kann man die Tatsache, dass die Leitungsnetze die Windenergie nicht aufnehmen können als Fehler der EVU ansehen, weil die ja nur auf Gewinn aus sind und ihre Netze verrotten lassen.

    Dass sie aber, wenn sie mal ‘ne Leitung bauen, die wirklich für den Wind ist, auf Widerstand stoßen, dass es scheppert, davon redet merkwürdigerweise niemand.

    Ich will hier weg…

  31. multiverus Says:

    @Chlorobium #28
    Also, “proklamiert” hat der NZZ-Autor sicher nichts – du solltest dich mal über die Bedeutung des Begriffs Proklamation schlau machen.

    Robejsek versucht eine Analyse der machtpolitischen Gegebenheiten und der sich daraus ergebenden Notwendigkeiten und möglichen Szenarien für die westlichen Gesellschaftssysteme. An machtpolitischen Betrachtungen kommt er da nicht vorbei. Die Sicherung von Energieresourcen ist reine Machtpolitik.

    Du beklagst, das hier von Einigen den Grünen / Linken / Umweltbewegten totalitäres Denken unterstellt wird. Doch was ist das anderes, wenn versucht wird, dem Einzelnen Verhaltensweise aufzuzwingen, die auf hysterischen Zukunftsängsten beruhen, aber als angebliche Notwendigkeiten verkauft werden? Ob sie wollen oder nicht, damit tragen die grünbewegten Deliriker dazu bei, demokratische Errungenschaften zu verdrängen und die politischen Strukturen unserer westlichen Gesellschaften autoritär zu verändern:

    Die zweite (etwas wahrscheinlichere) Möglichkeit geht in die umgekehrte Richtung. Die westlichen Staaten könnten schrittweise das demokratische Entscheidungsmodell aufgeben und damit ihre «Wettbewerbsfähigkeit» gegenüber den autoritären Regierungen verbessern. So absurd, wie es klingt, ist es nicht. Bereits jetzt verbessern die demokratischen Regierungen ihre Handlungsfähigkeit dadurch, dass sie das Wahlvolk aus dem Entscheidungsprozess verdrängen. Die EU-Integrationspolitik steht und fällt mit dem Ausschluss des Wahlvolks; in der Klima- und Energie-Politik zeichnet sich eine ähnliche Tendenz ab.

    Die Grünbewegten leisten also keinen Widerstand gegen totalitäre Tendenzen (wie du wohlmöglich glaubst), sondern ihre eigene, nicht bewusste totalitäre Gesinnung wird längst im Sinne des autoritären Umbaus unserer Gesellschaften nutzbar gemacht.

    Zeitgenossen wie Franz Alt etwa sind so gesehen nichts als nützliche Idioten!

  32. Energie-Ossi Says:

    #30 latoan

    Stromkonzerne sind faul, gierig und konservativ…..
    Joo, so ähnlich klingt es, wenn rot/grüne Gutmenschen sich über diese Herren äussern.

    Nur komisch, das Vattenfall bei uns neue Hochlastleitungen (110 KV) gebaut hat, alte schwache Leitung weg, neue auf den selben Standort drauf, mit Leiterseilen die wenigstens die Stärke eines Kinderarmes haben. Der ganze Spass nur für die Windkraft, die bei uns wie Pilze aus dem Boden schießt.

    Tja, in meiner Gegend ist man an die Masten gewöhnt, da wir eine Energiearbeiter-Gegend sind, aber wo anders sieht es halt schlechter aus.
    Aber lass mal, spätestens wenn die Windmühlen in der Nordsee versenkt werden ist Schluss mit lustig. Entweder prügelt der Gesetzgeber die neuen Leitungen mit Gewalt durch, oder die können ihre Windparks im Meer abschreiben. Bin mal gespannt, ob die Naturschutzverbände ihre kleinen Mitglieder von der Notwendigkeit “überzeugt” haben die Masten doch zuzulassen. Das ganze wird noch echt spannend, da kannste einen drauf lassen, grins.
    Vielleicht schaffen es die Stromriesen bis dahin ihre Netze loszuwerden, dann hat der neue Netzbetreiber den schwarzen Peter und darf sich mit dem Volk rumärgern.
    Tja, die Zukunft in diesen Lande sieht nicht rosig aus, besorgt euch schon mal genügend Kerzen und warme Wolldecken für den Notfall.

    MfG

  33. Energie-Ossi Says:

    @BRK und Wetterfrosch

    Ihr habt eine PN

    MfG

  34. Wetterfrosch Says:

    @E-O
    ich habe fertig ;-)
    PN

  35. Energie-Ossi Says:

    Morgen Leute, na sitzt ihr alle, nicht das mir gleich jemand aus den Latschen kippt:

    Drastischer Schub 2013

    Drastisch höhere Stromkosten der Verbraucher erwarten Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und die Energiebranche für das Jahr 2013. “Wir gehen von jährlich bis zu 10 Mrd. Euro aus”, sagte Gabriel dem “Handelsblatt” zur geplanten Vollversteigerung von Verschmutzungsrechten in der Energiewirtschaft. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) erwarte dann nochmals eine Erhöhung der Strompreise um 15 bis 20 Prozent. In den letzten zehn Jahren sei der Strompreis für einen durchschnittlichen Drei-Personen- Haushalt bereits um 26 Prozent gestiegen. Derzeit werden die Kohlendioxid-Anteile nur zu 10 Prozent versteigert, der Rest der staatlichen Zuteilungen weiterhin den Unternehmen geschenkt.

    Zum Emissionshandel sollten in den kommenden Wochen die entsprechenden Beschlüsse fallen, berichtet das Blatt. Die Energiekonzerne wollen nach eigenem Bekunden ihre Auktionskosten auf die Kunden abwälzen. Gabriel bekräftigte seine Absicht, energieintensive Branchen wie die Stahl-, Zement-, Glas- und Papierindustrie von der Versteigerung auszunehmen. Sonst wäre ihre Existenz bedroht. “Ein Elektrostahlwerk könnte man in Europa nicht mehr betreiben.” Es werde keine Zustimmung der Bundesregierung zu einer solchen EU-weiten Regelung geben, “ohne dass klar ist, auf welchem Wege die im internationalen Wettbewerb stehende energieintensive Industrie von den Belastungen des Emissionshandels freigestellt wird”, erklärte der SPD-Politiker.
    In der betroffenen Industrie gebe es allerdings erhebliche Zweifel daran, ob sich vertretbare Lösungen durchsetzen lassen, schreibt das “Handelsblatt”. Bei Thyssen-Krupp Steel heiße es: “Bisher gibt es zwar vage Absichtserklärungen der Bundesregierung, uns zu helfen. Wir sind aber skeptisch, ob das in Brüssel auch schon angekommen ist.”…

    …Die teure Energie entzieht den deutschen Verbrauchern nach Einschätzung der Bundesbank fast so viel Kaufkraft wie die höhere Mehrwertsteuer. In diesem Jahr könnte unter dem Strich Energie im Wert von gut 82 Mrd. Euro importiert werden, das seien 23 Mrd. Euro mehr als 2007, wie die Bundesbank in ihrem Monatsbericht erklärte. “Damit würde der energiebedingte Kaufkraftentzug rechnerisch betrachtet fast den Umfang des auf die Erhöhung der Mehrwert- und Versicherungssteuer zum 1. Januar 2007 zurückgehenden Kaufkraftentzugs erreichen.”

    http://www.n-tv.de/Strompreise_Drastischer_Schub_2013/180820084519/1010325.html

    Toll, die Industrie will man schonen, die Energieversorger können ruhig löhnen, das Geld holen sie sich ja eh von den Kunden wieder.
    Stromkunden sind also die Retter des Weltklimas, und Deutschland ist am Arsch.

    Duck und wech