28.8.2008

Politikversagen – Wenn Ökologisten regieren…

…kommt selten was Gutes dabei raus.

Dies ist leider nicht nur eine hohle Floskel, sondern durch zahlreiche (für die Bevölkerung teure) Erfahrungen der jüngeren Vergangenheit belegt.

Gerade im links-ideologischen Ökosprech wird das Schlagwort “Marktversagen” gerne gebraucht, um zu “beweisen”, dass der “freie Markt” angeblich nicht funktionieren könne (erinnern wir uns an die Diskussionen zum Kyoto-Protokoll, dem EEG und dem CO2-Ablass-Handel).

Dass jedoch ökologistisches Politikversagen weit häufiger vorkommt, dämmert seit den Auswüchsen rund um den so genannten “Biosprit” auch einigen eingefleischten Ökos, manche NGOs rudern inzwischen eifrig zurück und agitieren nun gegen ihre damalige Propaganda. Nur bis in die Politik hat sich das offensichtlich noch immer nicht durchgesprochen.

Unter Politikversagen versteht man in den Wirtschaftswissenschaften – euphemistisch formuliert – durch staatliche Eingriffe in den Markt verursachte suboptimale Ergebnisse. Politikversagen mündet in den meisten Fällen in Wohlfahrtsfahrtsverlusten.

Jüngstes eindrucksvolles Beispiel, welche höchst negativen Auswirkungen ökologistische Politik (der deutschen Grünen) auf die Wohlfahrt (und auch die Umwelt im ökologischen Sinn) haben kann, ist das deutsche Dosenpfand.


(Bild: Wikipedia)

War die Dose doch vor der Ära der Globalen Erwärmung ein Parade-Feindbild diverser Öko-NGOs (so auch zum Beispiel von Greenpeace in deren Magazin 1999):

“Trotz (…) Überzeugungsarbeit boomt die Dose enorm. (…) Von der Herstellung bis zur Entsorgung verbrauchen Dosen rund dreimal soviel Energie wie Pfandflaschen, tragen fünfmal mehr zum Treibhauseffekt bei und produzieren fast zehnmal so viel Müll. Die Branche schert sich nicht drum.”

Dem grünen Umweltminister Trittin war dies ein hinreichendes Anliegen, um schließlich “lenkend” in den Markt einzugreifen und im Jahre 2003 das “Einwegpfand” einzuführen, um der Dose endgültig den Krieg zu erklären.

Tot gesagte leben bekanntlich länger und nun hat das GfK in seinrm jüngsten Consumer Scan Zahlen/Daten/Fakten zum “Erfolg” des Dosenpfands veröffentlicht.

Interessanterweise werden auch nach dem Ende der Grünen Regierungsbeteiligung “ökologisch unkorrekte” Nachrichten in Deutschland eher leise veröffentlicht (schließlich haben wir heutzutage gegen die Globale Erwärmung zu kämpfen – und Öko liegt ja schließlich schwer im Trend), aber der eine oder andere und auch Die Welt berichteten (von den Mainstream-Medien weitgehend ignoriert):

Dosenpfand bringt mehr Schaden als Nutzen – Die Mehrheit der Deutschen greift zur Einwegflasche.

Der Trend geht eindeutig in Richtung Einwegflasche: Im ersten Halbjahr 2008 betrug der Anteil der Mehrwegflaschen nur mehr 27,2 (zum Zeitpunkt der Einführung des Dosenpfandes waren es noch über 52%).
Die Mehrwegquote betrug im Gesamtjahr 2007 ebenfalls nur noch magere 29,8%. Das ehrgeizige Ziele in §1 Absatz 2, 1.Satz der deutschen Verpackungsverordnung, dem zufolge in Deutschland 80 Prozent der Getränke in ökologisch vorteilhaften Verpackungen wie Mehrwegflaschen und Getränkekartons abgefüllt werden müssen, hat man ganz offensichtlich völlig verfehlt.

“Von dieser Zielsetzung ist die Bundesregierung mittlerweile Lichtjahre entfernt”,
kommentiert Clemens Stroetmann, Geschäftsführer der Stiftung Initiative Mehrweg (und ehemaliger Staatssekretär) dieses offensichtliche Politikversagen.

“Letztlich hat das Pfand den Siegeszug der Einwegverpackungen erst beflügelt”,
so Günter Birnbaum vom GfK.

Etliche Marktteilnehmer hatten 2002 genau diese Entwicklung vorausgesagt, doch wussten es die Grünen Politiker angeblich besser – um wie viel, sehen wir heute.

“Wenn jetzt nicht gehandelt wird, verkommt Mehrweg zum Randphänomen”
meint Maria Elander, Leiterin der Abteilung Kreislaufwirtschaft der DUH.

Und die Politik? Die hatte natürlich trotzdem Recht:

“Natürlich ist die Entwicklung bei den alkoholfreien Getränken unerfreulich. Die nicht eingetretene Lenkungswirkung in Richtung Mehrweg ist aber nur ein Aspekt”,
so Thomas Rummler, zuständiger Abteilungsleiter im Bundesumweltministerium.

Also ist man in der Politik offensichtlich immer noch schlauer, als am Markt, auch wenn dort andere Gesetze gelten und die Verbraucher sich nicht wie Parametrisierungen eines Simulationsprogrammes gemäß den Szenarien der Politiker verhalten wollen.

“Weil für beides (Ein- und Mehrweg, Red.) Pfand entrichtet wird, mache der Verbraucher ohnehin keinen Unterschied mehr zwischen Einweg und Mehrweg. Also kaufen sie die Einweggebinde, wenn diese günstiger zu haben sind.”
sagte Werner Witting, Hauptgeschäftsführer der Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke gegenüber einem Reporter von Welt Online.

Zurück bringen müssen die Verbraucher beides – Einweg wie Mehrweg. Ein gutes ökologisches Gewissen fürfen sie aufgrund des Pfandes auch bei beiden Gebinden haben. Warum also sollten die Verbraucher wegen des Einwegpfands auf Mehrweg umsteigen, und zudem eventuell noch zusätzliche Wege in Kauf nehmen?

Egal, politisch war es auf jeden Fall eine gut(gemeint)e Entscheidung, was können die Grünen dafür, wenn die Verbraucher nicht ihren Öko-Visionen folgen wollen…?

57 Antworten zu “Politikversagen – Wenn Ökologisten regieren…”

  1. BRK Says:

    Wetten, dass jetzt bald die Einwegverpackungssteuer kommt?

  2. Wetterfrosch Says:

    Sehr schön. Die Dose spielt mittlerweile praktisch keine Rolle mehr. Die Bier-Glasflasche ist ein Symbol – und als Mehrweg eigentlich ökonomischer/ökologischer Unfug… Bei PET ist Mehrweg einfach teurer, der Nutzen gering.
    Welt berichtete schon im März darüber.

    Mittlerweile sind Einwegflaschen aus Plastik mit einem Anteil von 58,4 Prozent die meist genutzte Gebindeart im Bereich der alkoholfreien Getränke. Danach folgen laut GfK-Berechnungen Glas-Mehrweg mit 15,5 Prozent und Plastik-Mehrweg mit 14,4 Prozent. Kartons und Dosen spielen nur noch eine untergeordnete Rolle.

    MfG

  3. klatin Says:

    Ich moechte hier jetzt mal einige ausgewaehlte Zitate von Vordenkern der gruenen Bewegung reinstellen. Die Zitate sind in Englisch. Ich liefere die deutsche Uebersetzung gleich mit:

    “Complex technology of any sort is an assault on
    human dignity. It would be little short of disastrous for us to discover a source of clean, cheap, abundant energy, because of what we might do with it.”

    Komplizierte Technologie jeder Sorte ist ein Angriff auf die menschliche Ehre. Es waere ziemlich katastrophal fuer uns wennn eine Quelle sauberer, billiger und reichlicher Energie entdeckt wuerde, aus dem Grund was Menschen damit machen koennten.
    - Amory Lovins, Gruender des Rocky Mountain Institute, eines Oeko-think-tanks.

    “The prospect of cheap fusion energy is the worst thing that could happen to the planet.”

    Die Aussicht auf billige Energie aus Kernfusion ist das schlimmste was fuer den Planeten passieren koennte.
    - Jeremy Rifkin,
    Treibhauskrise-Stiftung

    “Giving society cheap, abundant energy would be the
    equivalent of giving an idiot child a machine gun.”

    Der Gesellschaft billige, reichliche Energie zur Verfuegung zu stellen, waere wie wenn man einem idiotischen Kind ein Maschinengewehr gibt
    - Prof Paul Ehrlich, Stanford University

    “My three main goals would be to reduce human population to about 100 million worldwide, destroy the industrial infrastructure and see wilderness, with it’s full complement of species,
    returning throughout the world.”

    Meine 3 Hauptziele waeren:
    Bevoelkerungsreduzierung auf etwa 100 Millionen weltweit, Zerstoerung der industriellen Infrastruktur, and zu sehan dass Wildnis, mit allen Tierarten, ueberall auf der Welt zurueckkommt.
    -Dave Foreman,
    Mitbegruender Earth First!

    “The Earth has cancer
    and the cancer is Man.”

    Die Erde hat Krebs, und der Krebs ist die Menschheit.
    - Club of Rome,

    “The extinction of the human species may not only be inevitable but a good thing.”

    Die Ausrottung der Menschheit duerfte nicht nur unvermeidlich sein, sondern etwas Gutes.
    - Christopher Manes, Earth First!

    “In searching for a new enemy to unite us, we came up
    with the idea that pollution, the threat of global warming, water shortages, famine and the like would fit the bill.”

    Auf der Suche nach einem neuen Feind, uns zu vereinen, kamen wir auf die Idee dass Umweltverschmutzung, die Androhung globaler Erwaermung, Trinkwassermangel, Hungersnot und so weiter dafuer gut geeignet waeren.
    - Club of Rome

    “We need to get some broad based support,
    to capture the public’s imagination…
    So we have to offer up scary scenarios,
    make simplified, dramatic statements
    and make little mention of any doubts…
    Each of us has to decide what the right balance
    is between being effective and being honest.”

    Wir brauchen einige breite Unterstuetzung um die Fantasie des Publikums anzuregen. Dafuer muessen wir furchtbare Szenarien anbieten, vereinfachte, dramatische Aussagen machen, und wenig Zweifel verlauten lassen.
    Jeder von uns hat selbst zu entscheiden wo die richtige Mischung zwischen Ehrlichkeit und Effektivitaet liegt.
    - Stephen Schneider,
    Stanford Professor of Climatology,
    fuehrender Autor vieler IPCC Berichte

    “We are on the verge of a global transformation. All we need is the right major crisis…”

    Wir sind am Beginn einer globalen Transformation. Alles was wir brauchen ist die richtige grosse Krise.
    - David Rockefeller,
    Club of Rome Direktionsmitglied

    “It doesn’t matter what is true,
    it only matters what people believe is true.”

    Es ist egal was die Wahrheit ist.
    Es zaehlt nur was die Leute glauben was die Wahrheit ist.
    - Paul Watson,
    Mitgruender von Greenpeace

  4. klatin Says:

    Ach ja,

    @#1 BRK

    Wetten, dass jetzt bald die Einwegverpackungssteuer kommt?

    Deswegen heisst ja auch die VOLLSTAENDIGE Version des 8. Gebots:

    Du sollst nicht stehlen und so mit den Regierenden konkurrieren.

    Es heisst ja nicht umsonst Re-GIER-ung.

  5. multiverus Says:

    @klatin #3:
    Dein Beitrag wäre es wert als eigener Artikel zu erscheinen! Diese misanthropische Grundhaltung steht bezeichnenderweise in völligem Gegensatz zum verkündeten grünen Wertekanon (Humanität, Menschenrechte, Völkerrecht, Pazifizmus, Frieden usw.).

  6. klatin Says:

    @#5 multiverus,

    Es ist nicht grundsaetzlich misantropisch. Jedenfalls nicht im urspruenglichen Sinn.
    Da steckt viel mehr dahinter. Es ist nichts anderes als der Versuch der globalen Machtergreifung unter oekologischem Vorwand. Im Grunde die Fortsetzung der sozialistischen Weltrevolution stalinscher Art mit neuen Mitteln.
    Die Zitate sind von einer Web-Seite, die ein Diplom-Oekologe aufgemacht hat. Dieser Mann ist in einem Umweltamt angestellt und hat angefangen, Fragen zu stellen und Hintergruende genauer zu untersuchen, weil ihm immer wieder die gleichen Namen ueber den Weg liefen. Seine Web-Seite ist leider z.Zt. off-line. Der Mann wurde hier in USA in einer Radiosendung interviewed, und als Resultat ist nun seine Web-Seite voellig ueberlastet. Langsam aber sicher kommen, wenigstens hier in USA, auch die Medien drauf, dass sie hintergangen und beschissen wurden und werden.

  7. ghw Says:

    @multiverus:

    Vor einem Jahr hatten wir ja schon mal einige Threads mit ähnlichen Zitaten

  8. ghw Says:

    Über den Google-Cache kann man einen Teil der Inhalte bzw. Links zu den Zitaten trotzdem abrufen:

    green-agenda.com

    green-agenda.com/quoterefs

  9. perlita Says:

    ich glaube, hier sind alle inhalte der website im cache verzeichnis erhalten:

    http://www.google.de/search?hl=de&q=+site:green-agenda.com+gaias+gurus

  10. multiverus Says:

    #6..#9:
    Super Feedback.
    (google cache sei dank)

  11. perlita Says:

    @multiverus,

    und natürlich der genialität der suchenden……..;-))

    übrigens, ich persönlich krame mal schon wieder die stricknadeln raus, und legen einen ordentlichen vorrat an wolle an:

    “…Während er sich angesichts des Streits mit den Kollegen warm anziehen muss, gilt dies zumindest nach seinen Prognosen nicht für das kommende Jahrzehnt: Statt einer weiteren Erwärmung prognostiziert Beck für etwa das Jahr 2020 eine kleine Eiszeit, wie es sie zuletzt 1815 gegeben hat. „Bald ist der Spuk vorbei“, sagt Beck….”

    http://www.welt.de/wissenschaft/article2368289/Klimaskeptiker-bringt-Forscher-ins-Schwitzen.html

    wie gut, wenn man sich warme socken noch selber stricken kann……..;-))

  12. Rainhelt Says:

    Wer ist Hans G. Bronik?

    Schön das das Thema aufgegriffen wurde.

    Gruß
    Rainhelt

  13. Rainhelt Says:

    Forscher entdecken riesige Affen-Kolonien

    Und zwar im deutschen Bundestag ;)

    Aber im Ernst:

    Die größten bekannten Kolonien der vom Aussterben bedrohten Arten gab es bislang in Vietnam. Dort wurde ihre Zahl auf 600 Kleideraffen und 200 Schopfgibbons geschätzt. Die Organisation fand aber zusammen mit kambodschanischen Wildschützern 42.000 Kleideraffen und 500 Schopfgibbons, und geht davon aus, dass noch mehr Tiere in der Gegend leben.

    Quelle ;)

  14. Rainhelt Says:

    Und noch was zum schmunzeln. Wundere micht, dass Energie-Ossi das nicht gebracht hat:

    Das fehlte noch: Globale Erwärmung erhöht Selbstmordrate…
    Um an der Klimakonjunktur teilzuhaben, veröffentlichen immer mehr Wissenschaftler offenkundige Nonsense-Studien. Egal ob Übergewichtige oder Neugeborene – jeder kriegt mittlerweile seine schädliche Klimabilanz unter die Nase gerieben – am besten bis auf zwei Stellen hinterm Komma genau. Ein besonders starkes Stück lieferten italienische Wissenschaftler: Sie glauben einen Zusammenhang zwischen der Selbstmordrate und der Globaltemperatur nachweisen zu können.

    AchGut

  15. Energie-Ossi Says:

    #14 Rainhelt
    Keine Zeit, hab den Schwachsinn aber schon gesehen.
    Ist ja wie die andere Studie:
    Klimawandel führt auch zu mehr Nierensteine, die armen Menschen trocknen alle aus wegen der großen Hitze…….oder weil se zu blöd sind was zu trinken.

    Ich muß weg

  16. krishnag Says:

    http://nsidc.org/data/seaice_index/images//daily_images/N_timeseries.png
    Zu der Zeit, als letztes Jahr ein verstärktes Abschmelzen einsetzte, tritt dieses Jahr extrem das Gegenteil ein – verstärtkte Vereisung.

  17. Energie-Ossi Says:

    #16 krishnag
    Du hast völlig recht, warten wir erstmal die Talsohle im September ab, alles andere ist reine Spekulation. Zumindestens sieht es ganz danach aus, das wir nicht das Rekordjahr 2007 erreichen werden (min. Eisbedeckung), schon das dürfte die Warmaholics tierisch ärgern. Die bringen es glatt noch fertig, mit dem elektrischen Fön in die Arktis zu fahren, um noch a bisserl Eis abzutauen, damit ja die Voraussagen eintreffen.
    Ende September wissen wir mehr und die Eisbären müssen dieses Jahr auch noch nicht alle ersaufen.
    MfG

  18. Wetterfrosch Says:

    #16 krishnag
    Ja, momentan sieht es nach einem frühen Winter im Norden aus. Die verstärkte Durchmischung der NH-Luftmassen in Folge des schwachen Jetstream hätte eher das Gegenteil vermuten lassen, aber trotz Kaltlufteinbrüchen nach Süden (Japan – auf dem Mt. Fuji hat’s geschneit; Kanada und Teile Nordamerikas melden sehr niedrige Temperaturen) und auf der anderen Seite wiederholten Warmluftvorstößen nach Norden beginnt im Polarmeer das Packeis bereits zu wachsen.
    MfG

  19. multiverus Says:

    Interessantes ist zu erkennen, wenn man sich die hochauflösenden (AMSR-E) aktuellen Arktis-Grafiken vom Hamburger Uni-Server herunterlädt und vergleicht:
    Sea Ice Extend

    Etwa die Eisausdehnung 28.8. und 31.8. in voller Auflösung optisch am Bildschirm (z.B. mit IrfanView beide Grafiken öffnen und identisch auf dem Bildschirm positionieren, dann mit Alt-Tab hin und her schalten). Es fällt auf, das die Eisentwicklung schon gemischt ist! Besonders auf kanadischer Seite nimmt die Eisbedeckung nämlich teilweise schon wieder zu. Auf russischer Seite aber noch leicht abnehmend.

    Das bestätigt genau den kleinen Knick in der NSIDC-Grafik – siehe #16 krishnag.

  20. Energie-Ossi Says:

    Tja, was zwei Tage doch ausmachen, bei “Scinexx” reicht es noch für eine Panik-das-Eis-ist-weg-Meldung:

    Die rapide Schmelze des arktischen Meereises hält an. Die Eisfläche im Nordpolarmeer ist in dieser Sommersaison bereits so stark geschrumpft, dass sie die zweitkleinste Ausdehnung seit Beginn der Messungen zeigt. Das zeigen aktuelle Satellitendaten. Damit ist klar, dass auch das Rekordjahr 2007 kein Einzelfall war, sondern Zeichen eines dramatischen Klimatrends.
    Nach Ansicht der Experten vom National Snow and Ice Data Center, dem amerikanischen Forschungszentrum, das regelmäßig den arktischen Eisstatus ermittelt, ist nicht auszuschließen, dass sogar der Rekord von 2007 noch unterboten wird. Denn noch ist die arktische Schmelzsaison nicht vorüber, einige Wochen könnte der Eisverlust daher noch anhalten. Und wie rapide dieser ist, zeigen die Messungen der vergangenen Wochen: Allein im Monat August schrumpfte die Eisfläche um mehr als zwei Millionen Quadratkilometer. Während im Jahr 2005 zu dieser Zeit die Schmelzrate bereits absank, hält sie 2008 bisher unvermindert an.

    In jedem Falle scheint damit klar, dass der Trend zum immer weiteren Rückgang des Meereises nach wie vor unvermindert anhält.

    In Ihrer Grafik fehlt halt noch der Knick:
    http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-bild-8739-2008-08-29-11443.html

    Es hat nur 2 Tage gedauert um diese Meldung ad absurdum zu führen. Dieses Jahr haben die Warmaholics aber auch ein Pech, wenn ich nicht so schadenfroh wäre, würde ich die sogar bedauern, grins.

    MfG

  21. Energie-Ossi Says:

    Autsch, was man so alles findet, wenn man die Augen aufmacht, grins.

    Fossiler Wald in der Arktis entdeckt

    Bei einer Expedition in die kanadische Arktis haben Wissenschaftler die Überreste eines fossilen Urwalds entdeckt. Die 55 Millionen Jahre alten versteinerten Bäume sind extrem gut erhalten und deuten auf ein wärmeres Klima dieser Region im Tertiär hin……

    Im Rahmen ihrer dreieinhalb Monate dauernden Arktis-Expedition CASE 11 in den Norden Kanadas haben Wissenschaftler der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) und des Staatlichen Museums für Geologie und Mineralogie Dresden fossile Überreste tertiärer Urwälder entdeckt. Der überraschende Fund gelang den Forschern auf dem letzten Abschnitt ihrer Expedition im Süden von Ellesmere Island. …

    Indiz für ein wärmeres Klima
    Die Wälder bedeckten vor 55 Millionen Jahren Teile der Arktis, als Nordamerika und Nordgrönland noch mit Europa verbunden waren. „Obwohl diese Gebiete damals fast so weit nördlich lagen wie heute, spricht die Existenz dieser ausgedehnten Wälder für ein generell und weltweit sehr viel wärmeres Klima im Tertiär“, so BGR-Geologe Piepjohn. Tatsächlich waren zu dieser Zeit die Polargebiete der Erde vollständig eisfrei und im Süden Deutschlands herrschte ein subtropisches Klima….

    http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-8736-2008-08-28.html

    Ja, ja wir haben einmalige Verhältnisse und das pöse CO2 macht alles putt.
    Wer mag wohl damals die Atmosphäre so bösartig erwärmt haben, ob unsere Vorvorvorfahren schon mit dem Feuer auf den Bäumen gespielt haben???

    Grins und wech

  22. Wetterfrosch Says:

    #19,20
    Hey, ihr beiden, die Zunahme der Eisbedeckung bei Kanada ist Wetter und absolut lokal; die Eisschmelze ist aber Klima und damit global!!
    <|:~b

  23. multiverus Says:

    #22:
    Is’ schon völlig klar Wetterfrosch, keine Frage!

    Fragt sich eben bloss, wieso die sensationsgeile Presse die gleichzeitige Öffnung der arktischen Ost- und West-Passage als “Beweis” für das Abtauen der Arktis feiert. Denn auch das ist nichts als ein Wetterphänomen. Läge der “Eisschild” so wie 2007, hätte sich die Ost-Passage nicht geöffnet.

    Macht eben Spass, denen ‘nen Spiegel vor die Nase zu halten.

  24. multiverus Says:

    @Wetterfrosch #22, Nachtrag:
    Ach so das mit dem “global” hab’ ich übersehen. Also, Klima ist ja nicht anderes als Wetter über einen längeren Zeitraum (ab 30 Jahre) betrachtet. Wenn es lokales Wetter gibt, dann gibt es logischerweise auch lokales Klima (Wir haben z.B. Mitteleuropäischen Klima, in der Arktis gilt das Arktische Klima). Das Global-Klima ist doch nichts anderes als ein errechneter Mittelwert aller lokalen Klimata.

    So ungefähr, würde ich sagen. Aber ich glaube, dass weisst du alles. Nichts für ungut. Kannst ja noch’n bisschen korrigieren.

  25. Wetterfrosch Says:

    #23,24 multiverus
    ;-) für dich war das Stöckchen eigentlich nicht bestimmt. ;-)
    Es ist in der Tat so, dass von den Schreihälsen auf Seite der Alarmisten schnell mal eine lokal freie Passage im Norden gleich mit der globalen Katastrophe gleichgesetzt wird.
    Wenn man die Eisbewegungen mal richtig betrachtet,
    wird man unter Umständen bemerken, dass da noch mehr dahinter steckt als warmes CO2.
    Aber sei es drum, die Typen haben sich fast allesamt wieder mächtig blamiert. Weder ist das einjährige Eis schneller geschmolzen, noch ist der der Nordpol eisfrei, wie es mit 50% “very likely” vorhergesagt wurde. Die Eisausdehnung hat sich sogar geringfügig vergrößert.

    MfG

  26. unentschieden Says:

    Ich bin nun kein Vogelkundler oder sowas. Eben wurde Koblenz von einer Formation Gänse richtung Süden überflogen. Ist das nicht ein wenig früh? Können wir uns auf nen kalten Winter einstellen?

  27. ghw Says:

    @unentschieden:

    In den USA gibt es vergleichsweise frühe Frosttage im Norden, aber das hat natürlich Nichts zu bedeuten…

  28. Bibliothekar Says:

    #26 unentschieden

    Nein das ist im normalen Zeitablauf.

    Der Beginn der Reise

    Der Sommer hat seinen Höhepunkt erreicht. In Mitteleuropa steigen die Temperaturen an sonnigen Tagen ins Unerträgliche. Etwa 5000 km weiter nordöstlich beginnt der Zug der Wildgänse. Sie fliehen vor den ersten kühlen Sommernächten im August.
    Die Vegetationsperiode geht zu Ende. Mit den ersten Frösten Ende August können die Gänse in der kargen sibirischen Weite nicht mehr ausreichend Nahrung finden. Dies ist der Zeitpunkt, an dem sich die transkontinentalen Zugvögel zu Verbänden zusammenschließen. Gemeinsam treten sie die Reise in Richtung Südwesten nach Mitteleuropa an.”

    http://www.maerkische-naturfotos.de/linum/kranichzug.html

  29. Laie mit Interesse Says:

    @E-O #21

    Vielen Dank für das Zitat über die Waldfunde. Leider haben Sie offenbar übersehen, dass der Inhalt dieses Zitates wissenschaftlich unstrittig ist und sie ihn überall nachlesen können. Interessant wäre es jedoch gewesen, Sie hätten sich zum Klima und zum Meeresspiegel in dieser Zeit geäussert oder dazu, in welchen Zeiträumen die damaligen Klimaveränderungen stattgefunden haben. Ich für meine Person möchte nur sehr ungern unter den damals herrschenden klimatischen Verhältnissen leben!

    @Bronik

    Sie haben in Ihrem Leitartikel offenbar vergessen mitzuteilen, dass seit Einführung des Einwegpfandes die Wiederverwertungsquote der Einwegflaschen (nicht der Einwegdosen) erheblich angestiegen. Das Flaschenpfand wird ja erst dann ausbezahlt, wenn die Flaschen zur Wiederverwertung gesammelt werden. Vor der Einführung des Einwegpfandes landeten diese Flaschen in der freien Landschaft oder im Hausmüll!

    Und Sie werden doch nicht bestreiten wollen, dass Einweg-Weissblechdosen zu ihrer Herstellung erheblich mehr Energie benötigen als andere Verpackungsarten.

    @unentschieden #26

    Gänseformationen kann man in Deutschland das ganze Jahr beobachten! Schließlich gibt es an nicht wenigen Stellen in Deutschland sommerliche Brutvorkommen der Graugans. Haben Sie die Gänseart bestimmen können? Vielleicht waren es auch nur Kormorane oder eingewanderte Kandagänse. Auch diese fliegen ganzjährig in Formationen! Ihre Schlussfolgerungen auf einen kalten Winter sind substanzlos!

    @E-O #20

    Sie können immer noch nicht zwischen Wetter und Klima unterscheiden. Manche lernen es nie!

  30. Energie-Ossi Says:

    #29 Laie
    Tag Herr Lehrer.
    Wetter wird zum Klima, man muß nur lange genug warten (30 Jahre).
    Ach komm, wenn die Arktis abschmilzt ist es für dich die katastrophale Folge des Klimawandels, wenn die Vereisung früher einsetzt als euch lieb ist, dann ist es Wetter.
    Mit diesem Gefasel könnt ihr noch ein paar Unterschichten-Dauer-Blöd-Medien-Bestrahlte beeindrucken, aber nicht mich.

    Die damalige klimatischen Bedingungen sind mir wurscht, die Aussage der Forscher als solches ist mir wichtig. Ihr labert doch immer, wie einmalig das Klima von heute ist und vergesst gerne, das schon ganz andere klimatische Verhältnisse auf dieser Erde vorgekommen sind und das ganz ohne menschlichen Einfuss. Dann hat es die Erde auch noch geschafft abzukühlen, trotz pösen CO2, das alleine beweist doch schon, das eure Theorie totaler Unsinn ist.
    Ausserdem ist der Mensch äusserst anpassungsfähig, er kann von Alaska bis Timbuktu überleben, warum sollte es nicht auch bei wärmeren Phasen der Erdgeschichte gelingen.
    Wenn Du unbedingt im Kühlschrank leben willst, dein Problem, wegen mir kann es ruhig noch etwas wärmer werden, muß ich nicht immer in den Süden fliegen.

    #22 Wetterfrosch
    Wie recht Du wieder hattest, wie recht.

    Grins und wech

  31. Energie-Ossi Says:

    Nachtrag Laie

    Vor der Einführung des Einwegpfandes landeten diese Flaschen in der freien Landschaft oder im Hausmüll!

    Ne, statt Büchsen liegen jetzt die Bierflaschen in der Landschaft rum und sorgen als Glasscherben für erhöhte Verletzungsgefahren für Mensch und Tier.
    Auf diese schwachsinnige “Pfandregelung” könnt Ihr mit Recht stolz sein, kurz gefolg vom gelben Punkt, der uns ein Haufen Geld kostet und so gut wie nix bringt.

    Bähhh

  32. BRK Says:

    #29 Laie mBvK

    Sie können immer noch nicht zwischen Wetter und Klima unterscheiden.

    Du wirst es uns sicherlich genau erläutern können.
    Ansonsten gilt: Kalt = Wetter. Warm = Klima.

    Manche lernen es nie!

    Richtig. Das gilt besonders für abgebrochene Biologen mit ökologischer Gehirnprothese.

  33. planck Says:

    @Ossi

    Ach komm, wenn die Arktis abschmilzt ist es für dich die katastrophale Folge des Klimawandels, wenn die Vereisung früher einsetzt als euch lieb ist, dann ist es Wetter.

    Ich darf das doch zu deinen ueblichen unbelegten Delirien zaehlen?
    Die Schmelzperiode geht wie jedes Jahr bis zur 3-4Woche im September und wie jedes Jahr ist das Abschmelzen zum Schluss auf die Raender (die in Kontakt mit dem noch relativ warmen Wasser sind) beschraenkt.

  34. Bibliothekar Says:

    #31 Energie-Ossi

    Du gibst mir wieder das passende Stichwort um auf einige Artikel meiner Lieblings-Zeitschrift hinzuweisen. Hier zum Grünen Punkt und dem DSD.

    Der Grüne Punkt:
    Das fragwürdige Geschäft mit dem Müll

    Eine goldene Nase hat sich die Firma Duales System Deutschland am Grünen Punkt verdient – und das wahrscheinlich durch Mehrfachberechnung von ein und dem selben Müll. Mit welch fragwürdigen Machenschaften der teure Müllmonopolist zudem versucht, seine Konkurrenten in die Knie zu zwingen, beschreibt

    Gunnar Sohn.

    Stolz verkündet der Chef des Grünen Punktes, Wolfram Brück, jedes Jahr neue Rekorde beim Einsammeln von Pizzakartons, schimmligen Joghurtbechern, verdreckten Folien und Flaschen. Im vergangenen Jahr sollen es ungefähr 5,6 Millionen Tonnen so genannte Verkaufsverpackungen gewesen sein, die in Gelben Säcken und Tonnen landeten. Freudig kommentiert die Kölner Duales System Deutschland AG (DSD): “Mit diesem Ergebnis haben die Bürger einmal mehr durch Taten demonstriert, dass sie das Recycling von Verpackungen für sinnvoll halten”.
    Wirtschafts- und Abfallexperten bezweifeln hingegen die Erfolgszahlen des Müll-Monopolisten. Professor Klaus Wiemer von der Universität Kassel hat die Zahlen und Mengen des Grünen Punktes eingehend überprüft. Sein Fazit in der Zeitschrift Wasser und Abfall: “Die genauen Hausmüllanalysen in verschiedenen Kommunen ergaben, dass erhebliche Mengen an DSD-Verpackungen über die normale graue Tonne entsorgt werden” (9/1999).

    Stellt man Wiemers Untersuchungsergebnisse den vom DSD ausgewiesenen Verpackungsmengen aus Gelben Säcken und Tonnen gegenüber, so wird deutlich, dass im Hausmüll erheblich größere Mengen an wieder verwertbarem Material enthalten sind, als dies auf Grundlage der DSD-Daten eigentlich möglich sein dürfte. Nach Angaben des Kölner Müll-Multi DSD hat jeder Bundesbürger im letzten Jahr 76 Kilogramm gebrauchte Verpackungen gesammelt. Geht man dabei von einem durchschnittlichen Verpackungsgewicht von 20 bis 30 Gramm pro Handelsware aus, müssten pro Haushalt täglich 30 bis 40 Verpackungen zur Gelben Tonne gebracht worden sein – eine utopische Zahl…

    http://www.novo-magazin.de/43/novo4344.htm

    Auch mit viel PR bekommt der Grüne Punkt den Müll nicht klein

    Mit einer neuen Sortieranlage namens “Sortec 3.0″ will die Duales System Deutschland AG ihre verärgerten Gesellschafter beruhigen. Eine millionenschwere PR-Kampagne im Rahmen der EXPO 2000 soll zudem das Image des Müllgiganten aufmöbeln.

    Von Gunnar Sohn

    Die deutsche Politik ist offensichtlich nicht gewillt, die Prinzipien der Marktwirtschaft im Umweltschutz wirken zu lassen. Nachzuvollziehen ist das am Management des bundesweiten Sammelsystems “Grüner Punkt”: Mit guten Vorsätzen war man vor zehn Jahren gestartet und alsbald zum monopolistischen Moloch mutiert. Der Grüne Punkt ist das traurige Symbol für die obrigkeitsstaatlichen Kabinettstückchen, die wir uns in vielen politischen Fragen bieten lassen – ein ökologischer Ablasshandel ohne Nutzen für die Umwelt.

    Um von der milliardenschweren Finanzlast des Müllmonopolisten abzulenken, operieren die Manager des Dualen Systems mit einer gigantischen PR-Offensive. Der Herr der Grünen Punkte, Wolfram Brück, ist dabei ein Meister im Verkünden von Wahrheiten mit Eselsohren. In einem Interview mit einer Wochenzeitung propagierte er kürzlich das Märchen von der wundersamen Verringerung der Müllkosten mit Hilfe vollautomatischer Sotiertechnik. Auf der EXPO erleben wir nun die Präsentation dieser Innovation für die Abfallbranche: Mit der “Sortec”, so der Name der Anlage, will man erzürnte Gesellschafter des Dualen Systems ruhig stellen. Man feiert die Maschine schon in der pränatalen Phase als technische Revolution und ökonomischen Durchbruch im Recycling. Eine großtechnische Bewährungsprobe hat die Sortec allerdings noch nicht bestanden. Es gab schon viele Versuche, aus Müll mit sortiertechnischer Geisterhand wieder Gold zu machen. Experten einer Tochtergesellschaft des Dualen Systems meldeten denn auch Hiobsbotschaften: “Die Anlage läuft nicht gut. Stillstandszeiten und Dauerreparaturen sind vorprogrammiert.”…

    http://www.novo-magazin.de/44/novo4435.htm

    Die rote Karte für den Grünen Punkt

    Zwangspfand und Selbstentsorgersysteme wie das der Drogeriekette dm machen die Gelbe Tonne überflüssig.

    Gunnar Sohn hofft auf ein baldiges Ende des Müll-Monopols.

    Umweltverbände und Mehrweganhänger gegen Industrie und Handel – so lautet die Spielpaarung in der unendlichen Geschichte um die Einführung eines Zwangspfandes auf Einweggetränke. Nachdem sich Bundesumweltminister Jürgen Trittin (B’90/Die Grünen) auf die Seite der Mehrweg-Befürworter geschlagen hatte und die Einführung der Pfandpflicht ankündigte, gab es Unterstützung für die Pfandgegner aus dem Bundesfinanzministerium.

    http://www.novo-magazin.de/50/novo5036.htm

  35. Laie mit Interesse Says:

    @BRK #32

    Nur zur Ihrer Information: Ich bin kein abgebrocheneer Biologe. Ich habe meine Ausbildungswege mit Erfolg zuende gebracht, und Sie?

    Ansonsten wieder nur unsachliche Antworten auf meinen Beitrag. Ich habe hier nichts anderes erwartet.

  36. Bibliothekar Says:

    #29 Laie

    Sie haben in Ihrem Leitartikel offenbar vergessen mitzuteilen, dass seit Einführung des Einwegpfandes die Wiederverwertungsquote der Einwegflaschen (nicht der Einwegdosen) erheblich angestiegen. Das Flaschenpfand wird ja erst dann ausbezahlt, wenn die Flaschen zur Wiederverwertung gesammelt werden. Vor der Einführung des Einwegpfandes landeten diese Flaschen in der freien Landschaft oder im Hausmüll!

    Und Sie werden doch nicht bestreiten wollen, dass Einweg-Weissblechdosen zu ihrer Herstellung erheblich mehr Energie benötigen als andere Verpackungsarten.

    Dabei ist zu bedenken, daß die Discounter ihren Anteil an Einwegflaschen gegenüber den Mehrwegflaschen erheblich gesteigert haben. Daraus resultiert zum größten Teil diese höhere Wiederverwertungsquote bei Einweggebinden.
    Beim Energieaufwand für Transportbehältnisse ist bitte sehr die gesamte Kette von der Herstellung bis zur Wiederverwertung zu berücksichtigen, einschließlich des Transportweges oder eventueller Reinigungsvorgänge.

  37. ghw Says:

    @Energie-Ossi:

    Man braucht sich doch nur die Lebenserwartung ansehen, und jene von Schweden/Norwegen/Finnland (kalt) mit der von Nord-Australien (warm) vergleichen.

    Beide Regionen sind ungefähr auf gleichem Level, was technische Entwicklung und Gesundheitsversorgung angeht.

    Der Katastrophenthese nach müsste die Lebenserwartung nun in Nord-Australien deutlich geringer sein, weil das Klima dort wesentlich heißer ist. Dummerweise ist dies nicht der Fall – ergo sind sämtliche Prognosen hinsichtlich einer höheren Sterberate aufgrund der Globalen Erwärmung ein aus dem Esoterikmillieu stammender pseudowissenschaftlicher Unfug.

  38. Mueller Says:

    @Laie (MfdW)

    “Gänseformationen kann man in Deutschland das ganze Jahr beobachten! Schließlich gibt es an nicht wenigen Stellen in Deutschland sommerliche Brutvorkommen der Graugans. Haben Sie die Gänseart bestimmen können? Vielleicht waren es auch nur Kormorane oder eingewanderte Kandagänse. Auch diese fliegen ganzjährig in Formationen! Ihre Schlussfolgerungen auf einen kalten Winter sind substanzlos!”

    Brütende Gänse ziehen nicht in V-Formation durch die Lande.

    Kormorane?? Die fliegen allerdings in V-Formation über Koblenz ;)

    In Europa wurde die Kanadagans gezielt angesiedelt und ist nicht eingewandert.

    “Nur zur Ihrer Information: Ich bin kein abgebrocheneer Biologe. Ich habe meine Ausbildungswege mit Erfolg zuende gebracht, und Sie?”

    Ich dachte Sie waren abgebrochener Biologe mit Vordiplom mit Weiterbildung im Gartenbau und Umwelttechnik ;)

  39. perlita Says:

    @Bibliothekar,

    der höhere anteil der einwegflaschen hat zwei gründe.

    1. gehen sie mal zu aldi beispielsweise, da werden die flaschen in eine maschine gelegt, dort wird sie dann plattgedrückt, und man bekommt seinen bon.

    2. die einwegflaschen werden also keineswegs entknittet und gesäubert in landen dann als wiederverwertbare flasche in irgendeinem ominösen flaschkreislauf. wie der name “einweg” schon ausdrückt, werden die nur einmal verwendet.
    diese flaschen werden gebündelt nach china oder in andere südostasiatische länder verschifft, und dort dann mit einem nicht unerheblichem einsatz von (fossiler) energie zu flauschig weichen fleecejacken, fluffigen kuscheltieren oder samtiger mikrofaserwäsche- und bettwäsche verarbeitet.

    da muß doch jedem ökologisten das herz aufgehen, bei soviel sachverstand. nicht auszudenken, was passieren würde, wenn man in heimischen gefilden die flaschen zu fluffigen produkten verarbeiten würde. da könnte ja die umwelt und die tierwelt schaden nehmen. und schlimmer noch, es würden arbeitsplätze entstehen.

  40. perlita Says:

    nachtrag zu meinem post ‘39.

    die zwei gründe sind natürlich einmal weniger kosten, für die gebrauchten flaschen, damit man noch etwas mehr gewinn hat, wenn man diese entsprechend weiterverkauft.

    nur für den fall, daß das nicht so klar ‘rüberkam.

  41. BRK Says:

    #35 Laie mBvK

    Nur zur Ihrer Information: Ich bin kein abgebrocheneer Biologe. Ich habe meine Ausbildungswege mit Erfolg zuende gebracht,

    Du hast doch vor Monaten hier gestanden, dass Du Dein Biologiestudium geschmissen hast und irgendwas mit Ökolodingsbums gemacht hast. Irgendwas mit Müllabfuhr oder so. Du hast sogar mal behauptet Du hättest bei irgend so einer Müllfirma eine wichtige Stellung. Bist Du da etwa Fahrer von so einem Müllauto?

    Ansonsten wieder nur unsachliche Antworten auf meinen Beitrag. Ich habe hier nichts anderes erwartet.

    Was heißt hier unsachliche Antworten? Ich hatte Dich in meinem Vertrauen auf Dein allseitig bekanntes hohes Fachwissen aufgefordert uns die Begriffe Klima und Wetter näher zu erläutern. Da aber nichts dergleichen von Dir kommt, gehe ich davon aus, dass die von mir verwendete Definition dem Stand Deines Wissens entspricht.

  42. Bibliothekar Says:

    #39 perlita

    Ist schon klar. Die sehr aufwendigen Reinigungvorgänge bezogen sich auf die Mehrwegflaschen.
    Ergänzen möchte ich noch, das “Wertstoffe” auch einen Heizwert haben und dadurch auch sehr gut verkauft werden können. Das daraus wieder Flaschen werden tischt man nur dem artigen Sortierer als Sonntags-Märchen auf, obwohl es für bestimmte Kunststoffe mit Aufwand möglich wäre. Neupressen ist halt einfacher und billiger.

  43. Laie mit Interesse Says:

    @BRK #41

    Anstatt Polemik und Diffamierung sollten Sie meine Beiträge richtig lesen! Das ist das Mindeste was ich erwarten kann. Aber von Ihnen bin ich nichts anderes gewöhnt!

  44. perlita Says:

    @Bibliothekar

    wobei der aufwand möglichst weit weg von deutschland passieren soll. da sind die profiterträge höher als in deutschland. kaum auszudenken was passiert, wenn man diesen aufwand hier betreiben würde, und statt 300% gewinn gäbe es nur 250%.

    das christliche abendland wäre dem untergang geweiht. da würden die analysten aber reihenweise zu antidpressiva und antipsychotika greifen müssen.

    auf der anderen seite, jeder arbeitsplatz, der in deutschland vernichtet, oder nicht geschaffen wird, bringt deutschland “öko-fußstapfen-mäßig” immer weiter nach vorn. vielleicht sollten alle die betroffenen, also die aktuellen und die zukünftigen arbeitslosen, nicht nur arbeitslosengeld sondern von den grünen und ihren lobbyorganisationen noch zusätzlich eine ordentliche “öko-fußstapfen-prämie” einfordern, ohne anrechnung auf die anderen bezüge.

    da könnte man dann sehen, wie grün das alles tatsächlich ist.

  45. BRK Says:

    #43 Laie mBvK

    Anstatt Polemik und Diffamierung sollten Sie meine Beiträge richtig lesen!

    Aus Deinen Beiträgen kann man aber nichts anderes „richtig“ herauslesen. Also warum beschwerst Du Dich?

    Das ist das Mindeste was ich erwarten kann.

    Zu erwarten hast Du garnichts. Das solltest Du langsam Wissen.

    Aber von Ihnen bin ich nichts anderes gewöhnt!

    Mit den Gewohnheiten ist das so eine Sache. Z.B. die fragwürdigen Gewohnheiten eines laienhaften Besserwissers.

    Nochmals: Wie ist das nun mit der Definition von Wetter und Klima? Kommt da noch was?

  46. Mueller Says:

    @BRK #41
    @Laie #43

    http://www.oekologismus.de/?p=895#comment-30167

    Der Laie weis glaube ich selbst nicht so genau was er, sein Bruder und sein Schwager sind ;)

    http://www.readers-edition.de/2007/07/31/juli-laesst-abreissen/#comment-130933

  47. BRK Says:

    #46 Mueller

    Sag ich doch: Müllabfuhr.

  48. Bibliothekar Says:

    #44 perlita

    Wenn es nur die grüne Farbe wäre, die einem Sorgen bereitet, wäre Manches einfacher. ;-)
    Leider drehen hierbei auch noch mehr Beteiligte an der Leier.

  49. Mueller Says:

    @BRK

    Laut Bundesagentur für Arbeit ist der Arbeitsmarkt für Gartenbauingenieure schwierig. Da muss man nehmen was kommt ;)

  50. BRK Says:

    Da haben wir den Salat.

    Europas Klimapolitik begünstigt Putins imperialen Kurs

    Die besonders bittere Ironie ist, wie sehr Europas Klimapolitik Putins rabiaten imperialen Kurs begünstigt hat. Verkürzt gesagt: Wer auf russisches Erdgas setzt, stärkt den russischen Bären. Kyoto und der Emissionshandel zeitigten einen unerfreulichen Nebeneffekt: Viele Milliarden Euro wurden in die Kasse des Kreml gespült, ohne, nebenbei bemerkt, den Ausstoß von Kohlendioxid zu verringern. Bedeutsamer als die Beschlüsse des Brüsseler Gipfels werden die Maßnahmen europäischer Staaten sein, die dazu dienen sollen, ihre Energieabhängigkeit von Russland so gut es nur irgend geht zu verringern. Die Zeichen sind nicht zu übersehen: Überall, von Polen bis Großbritannien, beginnt ein energiepolitischer Kurswechsel, hin zur Kohle und Atomenergie. Auch das Ende des deutschen Atomausstiegs dürfte so nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen.
    Weiter hier:

    Gefunden hier.

  51. perlita Says:

    das habe ich soeben entdeckt, aber noch nicht gelesen. die schlagzeilen reichen mir schon.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,575794,00.html

    mit schönen karten für die jahre 2031 bis 2060

    http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-34817.html

    und 2071 bis 2100

    http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-34820.html

    da frag ich mich doch glatt, wo sind denn die jahre 2061 bis 2070 geblieben……..

    auffällig ist jedenfalls eines. die zeiträume der prognosen werden immer weiter nach hinten geschoben.

    ist ja auch peinlich, wenn nach jahrzehnten mal wieder einer an vergangene attraktionen erinnert, wie z.b. das baumsterben. oder das öl, das uns seit 30 jahren in 10 jahren restlos ausgehen wird. und man deshalb die lebensmittel verheizen soll.

    ist öl nicht eigentlich auch ein nachwachsender rohstoff, nur eben nicht in form von rapsfeldern und palmplantagen? sondern eher in form von verrottung von organischen substanzen zwischen erdschichten? woher wissen wir denn, was wir schon alles an organischen substanzen aus jahrmillionen vor unserer zeit verbraucht haben, und wieviel da am anfang überhaupt war. denn wenn es um neue funde beim öl geht, wird ja immer nur von einer vermuteteten menge in höhe von xyz geredet.

  52. krishnag Says:

    @Müller
    #Kormorane?? Die fliegen allerdings in V-Formation über Koblenz ;)#

    Warum nicht ?
    Hier in Mainz fliegen die auch des öfteren in Formation.
    Da hat’s auch den Rhein.

  53. krishnag Says:

    @Laie

    Von Dir kommt mal wieder nur unsachliches und unqualifiziertes Gesäusel ohne Subsatnz.
    Soll dazu etwa echt noch jemand Stellung beziehen ?

  54. Mueller Says:

    @krishnag #52

    Das stimmt. Nur gibt es am Rhein wenig Brutpaare. Aber im Winter ziehen viele Kormorane nach Süden. Darin liegt die Ironie der Behauptung des Laien. Wenn die jetzt schon in Formation nach Süden ziehen, na dann … ;)

  55. flipper242 Says:

    zum Dosenpfand nochmal was altest aus dem SpOn

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,264815,00.html

  56. krishnag Says:

    @M.Müller #54

    Das stimmt. Nur gibt es am Rhein wenig Brutpaare.

    Widerspruch, oder was ist viel ?
    Hier hat es reichlich, Auen beding.

  57. Rainhelt Says:

    @perlita:

    ist öl nicht eigentlich auch ein nachwachsender rohstoff, nur eben nicht in form von rapsfeldern und palmplantagen?

    Richtig erkannt. In der Energiewandlungstechnik spricht man daher von 3 Arten von Energieträgern:
    1. Sich “langsam regenerierende” (=fossil) Kohle, Erdöl und Erdgas,
    2. sich “laufend regenerierende” (=”Erneuerbar”) Wasser, Wind, Sonne, Erdwärme, Gezeiten
    3. und spaltbare Brennstoffen

    Bei den Ökologisten ist das anders ;)

    Gruß
    Rainhelt