30.10.2007

Klimaktivist Rothschild verortet Jupiter, Saturn und Mars näher an der Sonne als die Erde

rothschild2.jpg
Es spricht schon Bände, wenn bekannte Klimaaktivisten sich zum Thema Klimawandel artikulieren zu müssen glauben und dabei Ihre absolute Unkenntnis über elementarste naturwissenschaftliche Tatsachen offenbaren. Den Vogel abgeschossen hat jetzt aber der Buchautor des “Standardwerkes” zum Klimawandel “77 essentielle Fähigkeiten um Klimaveränderungen zu stoppen” David Mayer de Rothschild (R. ist das jüngste Kind (geboren 1978) von Sir Evelyn de Rothschild, dem britischen Flügel der Rothschild Banker-Familie angehörig). Zu diesem Buch – zeitgleich erschienen mit den -leider gefloppten- Live Earth Konzerten wurde Rothschild in der Radioshow des bekannten US-Radiomoderators Alex Jones interviewt (Details hier). Hier das Originaltranskript der der betreffenden Stelle:

ALEX JONES: “Die Polarkappen des Mars gehen um mehrere Meilen pro Jahr zurück, viel schneller als unsere. Außerdem schmelzen die Monde des Saturn und des Jupiter, mehrere ihrere Monde waren Eis und sind nun flüssige Meere. Wie können die Geländewagen das auslösen, David Rothschild?”

ROTHSCHILD: “Weil diese Planeten näher an der Sonne sind, mein Freund.

ALEX JONES: “Nein, Jupiter und Saturn sind nicht näher an der Sonne, und der Mars auch nicht.”

Rothschild wechselt dann schnell das Thema und als später der Punkt nocheinmal aufgegriffen wird, macht er keine Anstalten, seinen Fehler zu korrigieren. (Tonausschnitt hier:)

Nun bleibt uns noch darauf zu hoffen, ob es doch irgenwann einem deutschen Moderator gelingt, bei uns bekannte Klimaaktivisten z.B. vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung mit der Frage zu belästigen, wo denn die angeblich in Überfülle vorhandenen Beweise sind, daß das anthropogene CO2 meßbar zum globalen Erwärmung beiträgt. Um diese Frage stellen zu können, gehören natürlich einige wenige naturwissenschaftliche Grundkenntnisse, vor allem aber Mut. Der findet sich bei unseren Moderatoren bisher aber nicht.
Mit Dank an den Blog (infowars.wordpress)

31 Antworten zu “Klimaktivist Rothschild verortet Jupiter, Saturn und Mars näher an der Sonne als die Erde”

  1. krishnag Says:

    Das hat schon was :-)
    Also, dann alle mal ran an den Hebel, Erde von der Sonne weg versetzen, und schon war’s das mit dem (A)GW.

    :-)))

  2. Markus Massmünster Says:

    Phantastisch! :-D

    Mich stören eigentlich solche Aktivisten weniger. Mich stört vielmehr, dass keine Wissenschaftler, der diese ganze Propaganda stillschweigend mitunterstützt, solche “unwissenschaftlichen Äusserungen” richtig stellt. Stellt aber ein besorgter Skeptiker einmal eine Frage in einem Forum von Wissenschaftlern, wird er blöd hingestellt oder schlichtweg ignoriert.

    Die UV-Strahlung hat zugenommen und Ende Neunziger das erste Mal im Mai meine Nase verbrannt. Die Wolkendecke hat abgenommen. Der solare Output hat um die Jahrtausendwende ein Maximum erreicht. Noch Fragen? Ich auch: http://www.climatepatrol.blogspot.com

  3. planck Says:

    Die UV-Strahlung hat zugenommen und Ende Neunziger das erste Mal im Mai meine Nase verbrannt. Die Wolkendecke hat abgenommen. Der solare Output hat um die Jahrtausendwende ein Maximum erreicht. Noch Fragen?

    Die UV Strahlung hat am Boden zugenommen. Die Klimawirkung des Ozons (welches der eigentliche Klimafaktor bei UV Variationen ist) findet aber in der Stratosphaere statt. Hier varriert die UV Strahlung mit dem 11 Jahressonnenzyklus, hat aber keinerlei Trend aufzuweisen. Der Ozonabbau in der Stratosphaere ist viel zu klein um die Abkuehlung in der Stratosphaere zu erklaeren, dafuer benoetigt man ebenfalls das CO2. Fazit UV haette bei Zunahme in der Stratosphaere eine abkuehlende Wirkung auf dieselbe.
    Der solare Output hat, je nach dem welche Groesse man anschaut, zwischen 1950 und 1970 ein Maximum erreicht, seitdem abfallende Tendenz. An gegenteiligen Messungen bin ich natuerlich sehr interessiert.

  4. planck Says:

    Nicht das es jemand merken wuerde. Trotzdem

    Fazit UV haette bei Zunahme in der Stratosphaere eine abkuehlende Wirkung auf dieselbe.

    ist natuerlich falsch: erwaermende Wirkung, da mehr UV = mehr O3 = mehr Absorption

  5. Markus Massmünster Says:

    Der solare Output hat, je nach dem welche Groesse man anschaut, zwischen 1950 und 1970 ein Maximum erreicht, seitdem abfallende Tendenz. An gegenteiligen Messungen bin ich natuerlich sehr interessiert.
    Aha. “Total Solar irradiance (TSI)” hatte ich irgendwie im Kopf. Verstehe ich richtig: In der unten stehenden Grafik wurde der TSI-Trend als “between minima” als + 0.05% pro Dekade bezeichnet. Offenbar haben die Minima zwischen den 11-Jahreszyklen zugenommen. (Den Link habe ich aus Klimanotizen.de)

    http://www.space.com/php/multimedia/imagedisplay/img_display.php?pic=solar_radiation_030320_02.jpg&cap=The+recent+trend+of+a+.05+percent+per+decade+increase+in+Total+Solar+Irradiance+%28TSI%29+in+watts+per+meter+squared%2C+or+the+amount+of+solar+energy+that+falls+upon+a+square+meter+outside+the+Earths+atmosphere.+The+trend+was+measured+between+successive+solar+minima+that+occur+approximately+every+11+years.+At+the+bottom%2C+the+timeline+of+the+many+different+datasets+that+contributed+to+this+finding%2C+from+1978+to+present.

  6. planck Says:

    #5
    Der TSI ist stabil, in den Minima wie in den Maxima. Hier der aktuellste Stand.
    Nehmen wir mal an, es waere wahr und es gaebe einen Trend von 0.05% pro Dekade. Die Solarkonstante betraegt 1367W/m2, dann haetten wir also einen Trend von 0.7W/M2 der TSI pro Dekade. Dieser Wert muss auf das Radiative Forcing umgerechnet werden, um es zB mit CO2 zu vergleichen. Das heisst teilen durch 4 (Unterschied zwischen der Kugel Erde und einer Scheibe) und multiplizieren mit 0.7 (fuer die Erdalbedo die ungefaehr 0.3 betraegt). Macht ein Radiatives Forcing der TSI von 0.12W/m2. Im Vergleich zum CO2/CH4/N2O Forcing von ca 2.5W/m2.

  7. Markus Massmünster Says:

    Aha. Das wären dann wieder einigermassen IPCC-Grössenordnungen, nur: Ist es nicht so, dass die untenstehende IPCC-Strahlungsbilanz seit Beginn der Industrialisierung und nicht pro Dekade gilt? So ist die Graphik angeschrieben: “Die Antreiber der globalen Erwärmung seit 1750 und ihr Nettoeffekt auf den Wärmehaushalt der Erde in der Analyse des Vierten IPCC-Sachstandsberichts.” Vergleichst du die 2.5W/m2 CO2/CH4/N2O seit 1750 mit den 0.12W/m2 TSI pro Dekade oder habe ich dies falsch verstanden?

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/c7/Komponenten_des_Strahlungsantriebs.svg

    Auf jeden Fall Dankeschön für alles! Ist im Moment gerade aktuell für mich, das Thema “natural forcings”.

  8. larsh Says:

    Du beziehst Dich vermutlich auf das hier?
    Das Problem mit den TSI Messungen dürfte sein, dass sie erst seit den späten 70ern durchgeführt werden – das sind gerade mal zwei – demnächst drei – Zyklen. Für eine sichere Quantifizierung kaum ausreichend und in keinem Fall gross genug, um den Temperaturanstieg zu erklären.

  9. larsh Says:

    P.S.: Was ich überhaupt viel spannender finde, ist der Anstieg von 1920 bis 1940. Dazu finde ich kaum was überzeugendes Crowley schreibt sowas wie “natural variance and some GHG… no no, wait, tons of GHG and some variance or… I dunno…”. Gibts dazu nichts bessers?

  10. Energie-Ossi Says:

    Hallo Larsh
    Hast Du zufällig eine Temperaturkurve von 1970-2007 rumliegen, oder weißt Du wo man sowas findet?
    Danke
    MfG

  11. larsh Says:

    GISTEMP

  12. larsh Says:

    Schade, dass man den Beitrag “Veranstaltungstipp” nicht kommentieren kann. Ich bin vielleicht mit dieser Meinung allein, kann sie auch nicht näher belegen, aber ich habe zumindest beim Thema AGW das Gefühl, dass das IPCC und die politische Vereinnahmung durch die Volksparteien die Bedeutung der üblichen Umweltschutz-Grüppchen dramatisch reduziert. Die öffentliche Meinung wird von den “sichtbaren” Wissenschaftlern (also den Rahmstorfs, Schmidts, von Storchs und Lindzens) und den Politikern von Merkel bis Gore geprägt. Greenpeace – bei Walen, Bohrinseln und DDT immer gern als Vorreiter profiliert – spielt praktisch keine Rolle. Selbst als Merkel auf Grönland weilte, mussten schon Nacktfotos herhalten, um Greenpeace überhaupt in die Presse zu bringen.

  13. krishnag Says:

    @larsh #12
    es stimmt leider was Du sagst, denn Klimaschutz und Umweltschutz sind 2 Paar Schuhe, werden jetzt aber gleichgesetzt zu Lasten des “ursprünglichen” Umweltschutzes

  14. der physiker Says:

    Die tägliche politische Praxis, larsh, zeigt mir etwas anderes. Der Einfluß der Interessengruppen ist immens. Sie agieren nach denselben Schemata und mit ähnlichen Budgets, wie die Lobbyisten der verschiedenen Industriezweige.

    Es gibt eben mittlerweile nicht nur die Pharmalobby, die Tabaklobby, die Autolobby usw., sondern auch die Klima- und Umweltlobby.

    Gegen diese Leute, die das eben hauptberuflich machen (wohingegen bei mir das Klimathema bei der Vielfalt an Themen, die ich bearbeite, nur ein kleineres Zeitbudget hat), ist schwer anzukommen.

    Ich werde die Veranstaltung auf jeden Fall besuchen.

  15. larsh Says:

    @krishnag #13
    Wieso “leider”? Ich finde es gut, dass die professionellen Schwarzmaler in diesem Fall nicht im Zentrum des öffentlichen Interesses stehen. Die haben schon bei Themen wie Pflanzenschutz, Gentechnik, Forstwirtschaft, Artenschutz usw, genug Schaden angerichtet.

  16. krishnag Says:

    @larsh #15
    Grundsätzlich bin ich schon für’s Aufmerksam machen oder sensibilisieren.

  17. Markus Massmünster Says:

    @larsh #8. Danke. NASA (deutsche Übersetzung):

    “Der exakte Langzeit-Datensatz zeigt einen bedeutenden positiven Trend (0.5 % pro Dekade)des TSI zwischen den Minima der Sonnenzyklen 21 bis 23 (1978 bis heute). Diese grosse Erkenntnis könnte Klimatologen helfen, zwischen solaren und menschlichen Einflüssen auf das Klima zu unterscheiden.”

    @planck #3. Ich habe zur Kenntnis genommen, dass 3 Sonnenzyklen nicht ausreichen, um einen langfristigen Trend zu erkennen. Es wurde mir auch klar, dass die in den Meeren gespeicherte Sonnenenergie erst längerfristig auf “Forcings” (natürlich oder anthropogen)zurückzuführen sind. Nun, falls dennoch ein langfristiger Trend im revidierten TSI bestehen sollte, dann würden deine Berechnungen (+0.05% = 0.7W/m2 und Dekade)in 100 Jahren 7 W/m2 ergeben. IPCC gehen aber von weniger als 1 W seit Beginn der Industrialisierung aus. Kommen noch die kosmischen Strahlen dazu, welche vielleicht wirksamer sind als Aerosole auf die tiefen Wolken – beide (kosmische Strahlen und weltweite Wolkenbedeckung) haben in den letzten 30 Jahren abgenommen, dann scheint mir genug, um die Erwärmung auf alleine natürliche Faktoren zurück zu führen.

  18. Markus Massmünster Says:

    Korrigendum:
    positiven Trend (0.05% pro Dekade) bevor es jemand merkt.:-o

  19. planck Says:

    #17
    Also, ich bin wie gesagt bei 0.05% Trend auf 0.12W/m2 pro Dekade gekommen. Der von den meisten anerkannt beste TSI Satelliten-Datensatz von Froehlich und Lean (die Schwierigkeit besteht im Aneinandereihen der verschiedenen Datensaetze) hat keinen (oder einen negativen) Trend. Von daher glaube ich auch nicht, dass ein solcher Trend von 0.05% ueberhaupt existiert. Siehe hier.
    Der Wert im IPCC von 1750 bis heute ist ca 0.1-0.3W/m2 nach den letzten Abschaetzungen (der Wert ist bereit radiative forcing und muss nicht noch umgerechnet werden. Alle Werte hoeher als 0.3W/m2 sind mittlerweile nicht mehr ackzeptiert, da der Vergleich mit sonnenaehnlichen Sternen, der zu diesen hoeheren Zahlen gefuehrt hat, sich als falsch heraus gestellt hat), die sich von Sonnenflecken und/oder Radioisotope zu solarem magnetischen Fluss und schliesslich zu TSI (total solar irradiance) und radiative forcing hangeln.
    Siehe auch Kapitel, S180, IPCC.

  20. larsh Says:

    @Markus #17
    Der Zusammenhang aus kosmischer Strahlung und Wolkenbildung ist nicht wirklich konsistent – obwohl das wohl phasenweise so aussah. Die ISCCP Messungen belegen das für die letzten 8-10 Jahre. Da es Wechselwirkungen und zyklische Überlagerungen bei Sonnenzyklus, kosmischer Strahlung und sonstigen Faktoren wie z.B. Meersalz-Aerosolen gibt oder geben könnte, ist der ganze Komplex wohl noch nicht zu 100% erklärbar. Die Frage ist immer, ob es einen relevanten Zusammenhang gibt, der die Erwärmung mehr oder weniger vollständig erklärt, ob es Zufall ist oder vielleicht ein Feedback oder tatsächlich ein Forcing (und wenn ja – wie stark ist es?)

  21. larsh Says:

    Kleine Ergänzung noch zu zufälligen oder durch Feedbacks bedingten Korrelationen. Ich hab neulich ein paar Datensätze aus der öffentlichen Baumring DB gezogen und nach den üblichen Verfahren mit den Temperaturmessungen verglichen (nicht um eine wissenschaftliche Arbeit zu verfassen sondern nur, um ein Gefühl für die Komplexität zu bekommen). Die Korrelationsfaktoren liegen dabei je nach Pflanze, Lage und Vergleichszeitraum deutlich unter denen, eines Vergleichs mit z.B. dem Dow Jones (kann man sich noch erklären: Gutes Pflanzenwachstum=gute Bedingungen für die Landwirtschaft=gewisser Einfluss auf den Dow) und dem Frequenzgang des ersten Gitarrenakkords aus Beetlebum von Blur (Zufall).

  22. krishnag Says:

    @larsh #21

    Was haben die Sonnenflecken mit den Getreidepreisen zu tun? Die Frage stellte sich vor über 200 Jahren der deutsch-britische Astronom William Herschel. Aus Beobachtungen der Sonne folgerte er, dass das Getreide in England billiger wird, wenn auf ihrer Oberfläche viele dunkle Flecken auftauchen.

    Die Korrelation kennst Du ja, oder ?

  23. BRK Says:

    Ja, ja. Die liebe Korrelation oder der ultimative Beweis.

    In lauen, schönen Sommern gibt es mehr Störche in Polen.
    Es gibt aber in solchen Jahren auch mehr Geburten.
    Daraus dürfen wir folgern: Störche bringen die Kinder?
    Beides korreliert sogar auf hohem Niveau!

  24. Markus Massmünster Says:

    @BRK # 23.

    Ja, ja. Die liebe Korrelation oder der ultimative Beweis.

    In lauen, schönen Sommern gibt es mehr Störche in Polen.
    Es gibt aber in solchen Jahren auch mehr Geburten.
    Daraus dürfen wir folgern: Störche bringen die Kinder?
    Beides korreliert sogar auf hohem Niveau!

    Das mit den Störchen kommt mir bekannt vor, irgendwie aus der Fachliteratur über Statistik. Das ist genau der Punkt:
    Der Mensch hat einen Einfluss auf das Klima. Aber niemand kann sagen, wie oder wieviel, wie schädlich, ob mit biologischem CO2, mit fossilem CO2 (black carbon), durch Abholzen der Wälder. Naomi Oreskes hat letzten Sommer in einem Meteorologenkongress ausgesagt, es gäbe einfach keine andere Erklärung für den Klimawandel der letzten Jahrzehnte. Er sei nur durch Menschen zu erklären (>50% der gemessenen Erwärmung), daher gelte es unter Wissenschaftlern als undiskutierbare Erkenntnis, genau so wie die Evolution der Arten durch Mutation und Selektion stillschweigend anerkannt werde (Oreskes 2007). Warum werden bei der Erklärung des Klimawandels anscheinend so viele Augen zugedrückt (inkl. Hühneraugen)? Der obige Konsens wird dann in die Zukunft projeziert mittels Computermodellen.

  25. Markus Massmünster Says:

    @BRK # 23.

    Ja, ja. Die liebe Korrelation oder der ultimative Beweis. In lauen, schönen Sommern gibt es mehr Störche in Polen. Es gibt aber in solchen Jahren auch mehr Geburten. Daraus dürfen wir folgern: Störche bringen die Kinder? Beides korreliert sogar auf hohem Niveau!
    Das mit den Störchen kommt mir bekannt vor, irgendwie aus der Fachliteratur über Statistik. Das ist genau der Punkt: Der Mensch hat einen Einfluss auf das Klima. Aber niemand kann sagen, wie oder wieviel, wie schädlich, ob mit biologischem CO2, mit fossilem CO2 (black carbon), durch Abholzen der Wälder. Naomi Oreskes hat letzten Sommer in einem Meteorologenkongress ausgesagt, es gäbe einfach keine andere Erklärung für den Klimawandel der letzten Jahrzehnte. Er sei nur durch Menschen zu erklären (>50% der gemessenen Erwärmung), daher gelte es unter Wissenschaftlern als undiskutierbare Erkenntnis, genau so wie die Evolution der Arten durch Mutation und Selektion stillschweigend anerkannt werde (Oreskes 2007). Warum werden bei der Erklärung des Klimawandels anscheinend so viele Augen zugedrückt (inkl. Hühneraugen)? Der obige Konsens wird dann in die Zukunft projeziert mittels Computermodellen.

  26. Markus Massmünster Says:

    Entschuldigung, habe technische Probleme mit dem Blockquote Tag.

  27. Tomislav Says:

    @BRK, krishnag:
    Das ist leider etwas komplizierter, als eine reine Betrachtung der Korreltation (was man natürlich nicht mit Kausalität verwechseln darf).

    Stichwort: Spurious Regression

  28. larsh Says:

    Guter Link, Tomislav. So gut habe ich das noch nirgendwo erklärt gesehen.
    Generell ist Statistik immer nur maximal so gut wie die Datenbasis – ein Grundsatz, der gerade in der paläoklimatischen Forschung wenig Beachtung zu finden scheint. Auch die hemmungslose Anwendung der PCA scheint Usus zu sein, obwohl die zwingende Voraussetzung einer zumindest abstrakten Linearität der Korrelation in den seltensten Fällen auch nur quantifiziert, geschweige denn nachgewiesen, sondern oftmals einfach vorausgesetzt oder (was noch schlimmer ist) aus dem Ergebnis der PCA selbst abgeleitet wurde. Sicher trifft das nicht auf alle Proxies zu – aber auf Baumringe in jedem Fall. Insofern war es falsch, Mann et al. mit der ASA zu konfrontieren. Ein Forstwirtschaftler hätte völlig gereicht.

  29. krishnag Says:

    @Tomislav #27
    zu #22

    Das war der Anfang zur Untersuchung des Einflusses der Sonne auf unser Klima.
    Gutes Wetter, viel Getreide, niedrige Preise.
    Da ist mehr Kausalität als Sommer, Störche, Kinderkriegen, die ja gleich 0 ist.

  30. die Katze Says:

    Ist es nicht rührend, wie uns einfache Gemühter in diesen mysteriösen Zeiten zu erheitern bemühen? *g*

    Erstaunlich, den Planck gibts ja auch noch ;)

    Ich bin jetzt nicht so bewandert mit den astronomischen Beobachtungen zu klimatischen Phänomenen auf anderen Planeten. Stimmt das denn Planck?
    Wenn ja, dann scheint doch wohl irgend ein äußerer beeinflussender Faktor Wirkung zu zeigen, oder ist meine Logik da fehlgeleitet?
    Nehmen wir mal an, CO2 ist der primäre Einflußfaktor einer klimaerwärmung, dann muß aus irgendeinem Grund auf alle diesen Planeten Zeitnah ähnliche CO2-begünstigende Ereignisse stattgefunden haben. Also der Mensch kann dann nichts damit zu tun haben, es sei denn die paar Sonden haben da gewaltig was aufgewirbelt. In diesem Fall will ich mir garnicht ausmahlen, was das für Konsequenten auf unserem Planeten haben könnte.

    Irgendwie bezweifel ich immer noch, dass Co2, darüber hinaus auch noch anthropogen, der Anstoß sein kann.
    Und wenn vermutlich weder das zweite, oder gar sogar noch das erste, welche Logik steht dann dahinter, natürliche Prozesse, vollkommen jenseits unseres Machtbereiches, kontrollieren zu wollen.

    http://www.catalog-web.de/wiki/wiki/upload/erderwaermung.html
    und dort verlinkt
    http://archiv.ethlife.ethz.ch/articles/forum/PaulBossert.html

    Mich sorgt Momentan viel mehr, wo wir in 3 bis 10 Jahren die Energie herbekommen werden…
    Ich tippe mal drauf, daß, bevor uns das Klima an den Kragen geht, wir uns selbst gegenseitig die Birne einschlagen werden.

    -Miau

  31. krishnag Says:

    @Die Katze #30

    Komm doch mal rüber
    Hier geht es momnetan gut ab !
    Danke für 2 ausgezeichnete Links